Zweite Bundesliga

FC St. Pauli will mit Heimstärke gegen Negativtrend kämpfen

Waldemar Sobota fordert eine deutliche Leistungssteigerung.

Waldemar Sobota fordert eine deutliche Leistungssteigerung.

Foto: Witters

Gegen den VfB Stuttgart wollen die Hamburger im Millerntor-Stadion ihre Bilanz gegen Topteams der zweiten Liga ausbauen.

Hamburg.  Die Schnelllebigkeit des Fußballs hat auch Vorteile. „Es ist gut, dass wir am Sonnabend gleich wieder spielen“, sagt Kapitän Daniel Buballa, der kein Geheimnis daraus macht, dass er und seine Kollegen vom FC St. Pauli den desolaten Auftritt beim 0:3 gegen Greuther Fürth am Dienstagabend möglichst schnell korrigieren wollen. Drei Tage nach dem Tiefschlag im Frankenland kommt am Sonnabend (13 Uhr, Sky live) der VfB Stuttgart ins Millerntor-Stadion. „Ich glaube nicht, dass wir so ins Grübeln kommen. Wir haben Stuttgart vor eigenem Publikum. Da geht es wieder um alles, und wir wissen, dass wir weit besser spielen können“, ergänzt der 29-Jährige.

Das wird gegen Aufstiegskandidat Stuttgart auch nötig sein. Nach dem uninspirierten Auftritt in Fürth muss eine Reaktion erfolgen, sonst droht im schlimmsten Fall sogar der Sturz auf einen Abstiegsplatz. Und wie kräftezehrend – mental und körperlich – es ist, sich aus einem Negativstrudel zu befreien, hat der Kiezclub erst im Herbst 2019 erfahren. „Im Profisport hat man immer mit Druck zu tun. Die Kunst ist, damit umgehen zu können. Wir haben öfter gezeigt, dass wir das können“, sagt Waldemar Sobota und ergänzt: „Wir haben keine Angst, dass wir das nicht wieder hinbekommen können.“

Gute Spiele gegen Topteams

Was dem FC St. Pauli Hoffnung macht: Gerade gegen Topteams liefert die Mannschaft von Trainer Jos Luhukay häufig gute Spiele ab. So gab es unter anderem Heimsiege gegen Tabellenführer Arminia Bielefeld (3:0) und den Lokalrivalen HSV (2:0). Und auch das Hinspiel in Stuttgart zeigte, dass der Kiezclub in der Lage ist, die Großen zu ärgern. Nach dem Führungstor des mittlerweile nach Belgien abgewanderten Offensivspielers Mats Möller Daehli ging den Kiezkickern am Ende die Kraft aus, sie unterlagen nach zwei späten Toren mit 1:2.

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„Das Spiel hätten wir nicht verlieren dürfen. Wir waren über 60 Minuten die klar bessere Mannschaft, und am Ende war es eine bittere Niederlage“, sagt Sobota, der weiß, dass viel zusammenkommen muss, wenn man gegen die Stuttgarter, die Mittwoch Heidenheim 3:0 schlagen konnten, gewinnen will. „Sie sind einer der Favoriten der Liga. Wenn wir sie schlagen wollen, müssen wir eine sehr gute Leistung zeigen“, fordert Sobota. Selbsterkenntnis ist ja bekanntlich der erste Schritt zur Besserung.