Zweite Bundesliga

Stoppt der FC St. Pauli in Fürth die Auswärts-Krise?

„Können uns noch besser positionieren“, sagt Jos Luhukay.

„Können uns noch besser positionieren“, sagt Jos Luhukay.

Foto: Witters

Der Kiezclub ist in dieser Saison auf Gegners Platz noch sieglos. Trainer Jos Luhukay möchte das allerdings ändern.

Hamburg.  Zum Mantra eines Fußballtrainers gehört zwingend die Aussage: „Wir konzentrieren uns nur auf uns.“ St.-Pauli-Coach Jos Luhukay ist da nicht viel anders drauf als die meisten seiner Kollegen. Was erwartet er also zum Auftakt der „Frühjahrsserie“ an diesem Dienstag (20.30 Uhr/Sky und Abendblatt-Liveticker) bei der SpVgg Greuther Fürth für einen Gegner? „Ich sage immer: Entscheidend sind wir.“

Damit wäre das auch geklärt. In einer idealen Fußballwelt setzt man seinen eigenen Plan um, und dann wird man Spiele gewinnen. Das Dumme ist nur, dass der Gegner die Sache ebenso sieht. „Wir wollen mit einer guten Dynamik ins Spiel gehen und an die Heimspiele aus dem vergangenen Jahr anknüpfen“, sagte Fürths Stefan Leitl.

FC St. Pauli geht selbstbewusst in die Partie

Nach den beiden Heimsiegen zum Ende des vergangenen Jahres gegen Wiesbaden und „Weihnachtsmeister“ Arminia Bielefeld, mit denen die Hamburger sich der größten Abstiegssorgen zunächst entledigten, sind Stimmung und Selbstvertrauen rund ums Millerntor deutlich gestiegen. Jetzt gilt es, daran auch auswärts anzuknüpfen.

Auf fremdem Platz konnte Luhukays Team in dieser Saison noch nicht einmal gewinnen. Der bisher letzte Sieg in der Fremde datiert vom 2. März, ein 1:0 beim späteren Bundesliga-Aufsteiger SC Paderborn. „Wir haben viele gute Auswärtsspiele gemacht, aber die Ergebnisse haben meistens nicht gestimmt“, sagt Luhukay, „das muss besser werden, dann können wir uns auch noch besser positionieren.“

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Denn Luhukays Blick, der ist weiter nach oben gerichtet. „Wir wollen den Weg nach oben einschlagen, um nicht nach unten gucken zu müssen“, erklärte der Trainer, „in den beiden Spielen vor der Winterpause hat die Mannschaft gezeigt, zu was sie mit gutem offensiven und aggressivem Fußball in der Lage ist.“

Ein wenig schaute Luhukay aber eben doch nach Fürth, studierte Videos, analysierte das Personal. Und lobte: „Das ist eine sehr gute Mannschaft mit jungen und erfahrenen Spielern. Beide Mannschaften wollen auf Sieg spielen. Das wird kein Selbstläufer für uns.“

SpVgg Greuther Fürth: Burchert – Meyerhöfer, Caligiuri, Jaeckel, Wittek – Seguin – Green, S. Ernst – Nielsen, Hrgota, Keita-Ruel.

FC St. Pauli: Zander, Östigard, Buballa, Ohlsson – Becker – Miyaichi, Sobota, Buchtmann, Gyökeres – Veerman.

Schiedsrichter: Christof Günsch (Magdeburg).

St. Paulis Gästekontingent von 3000 Karten für das Derby am 22. Februar beim HSV war innerhalb von fünf Minuten ausverkauft.