Zweite Bundesliga

Der FC St. Pauli ist einer von sechs Spätstartern

Auch der Geschäftsführer hält sich fit: Andreas Rettig am vergangenen Wochenende beim HSH Nordbank Run in Hamburg

Auch der Geschäftsführer hält sich fit: Andreas Rettig am vergangenen Wochenende beim HSH Nordbank Run in Hamburg

Foto: Witters

Medizinchecks bilden noch vor Montag den Auftakt in die Saisonvorbereitung. Trainingslager hat für St. Pauli zentrale Bedeutung.

Hamburg.  In diesen Tagen kehren die Profis des FC St. Pauli aus ihrem Urlaub nach Hamburg zurück. Individuell unterziehen sie sich sportmedizinischen Tests und Untersuchungen, ehe am kommenden Montag die erste gemeinsame Trainingseinheit der neuen Saison auf dem Programm steht. Als erste Spieler des Profikaders wurden bereits am Donnerstag Jeremy Dudziak, Maurice Litka und Dennis Rosin im Institut für Sport- und Bewegungsmedizin der Uni Hamburg durchgecheckt.

Diese jährlichen sportmedizinischen Untersuchungen sind von der deutschen Fußball Liga (DFL) vorgeschrieben. „Sie sind sehr wichtig, um zu überprüfen, ob die Jungs gesund sind oder schwerwiegende Gesundheitsschäden vorliegen“, sagt Professor Klaus-Michael Braumann, der ärztliche Leiter des Instituts. Einer internistischen Untersuchung unter anderem von Herz und Lunge folgt jeweils ein Bewegungstest, bei dem auch die Beweglichkeit der Sprunggelenke überprüft wird. Abschließend steht eine steigende Belastung auf dem Laufband auf dem Programm, bei der die Spieler eine Atemmaske tragen und mit Elektroden am Körper versehen werden.

Elf Tage Trainingslager in Maria Alm

Am Montag treffen sich die St.-Pauli-Profis um 9.30 Uhr im Trainingszentrum an der Kollaustraße. Knapp sechs Wochen wird Cheftrainer Ewald Lienen mit Co-Trainer Abder Ramdane, Torwarttrainer Mathias Hain und Athletik-Coach Janosch Emonts die Mannschaft auf die am 5. August beginnende Zweitligasaison vorbereiten. Eine zentrale Bedeutung hat das Trainingslager vom 10. bis 21. Juli in Maria Alm.

Die Saisonvorbereitung erscheint zwar ausreichend lang, um das Team nicht nur körperlich, sondern auch in taktischer Hinsicht in die gewünschte Verfassung zu bringen, doch der FC St. Pauli gönnt sich keineswegs die längste Trainingsphase dieses Sommers. Ganz im Gegenteil: Gemeinsam mit dem 1. FC Nürnberg, dem 1. FC Kaiserslautern, Eintracht Braunschweig, dem VfL Bochum und Fortuna Düsseldorf steigen die Kiezkicker als letzter Zweitligist in die Saisonvorbereitung ein.

KSC zieht Lehren aus der HSV-Pleite

Absolute Frühstarter sind dagegen Wiederaufsteiger Erzgebirge Aue und der Karlsruher SC, die sich jeweils schon seit dem 13. Juni im Training befinden. Der KSC zieht damit die Lehren aus der vergangenen Saison, als er nach der höchst unglücklich verlorenen Relegation gegen den HSV und einer dadurch extrem kurzen Regeneration und Vorbereitung einen schwachen Saisonstart mit nur zwei Siegen aus den ersten zehn Spielen hinlegte.

Bereits seit dem vergangenen Sonntag ist der 1. FC Heidenheim im Training, einen Tag später folgte Arminia Bielefeld, am Dienstag Bundesliga-Absteiger Hannover 96 sowie Aufsteiger Würzburger Kickers mit Trainer Bernd Hollerbach, der seinen Vertrag vorzeitig bis 2019 verlängert hat. Am Mittwoch nahm auch der VfB Stuttgart die Arbeit wieder auf, Greuther Fürth am Donnerstag.

1860 München startet am Sonnabend, Union Berlin und der SV Sandhausen am Sonntag. Ein ganz spezielles Programm absolviert Aufsteiger Dynamo Dresden. Vom vergangenen Sonntag bis zu diesem Sonnabend befindet sich das Team im Trainingslager in Neuruppin, danach ist bis zum 4. Juli wieder trainingsfrei.