EINZELKRITIK

Alushis indiskutabler Fehlpass – Picault wie Forrest Gump

Enis Alushi (r.) erwischte keine guten Tag

Enis Alushi (r.) erwischte keine guten Tag

Foto: Oliver Hardt / Bongarts/Getty Images

Die Spieler des FC St. Pauli in der Einzelkritik nach der enttäuschenden 0:2-Niederlage gegen 1860 München.

Himmelmann: Mal wieder ein undankbarer Abend für den Schlussmann. War wenig gefordert – und beim Gegentor ohne Chance.

Hornschuh: Der Rechtsverteidiger spielte wie sein Pendant auf der Gegenseite sehr hoch, was Räume für die Gegner bot. Seinen vielen Flanken fehlte die Genauigkeit.

Sobiech: Gegen Sturmtank Mölders mit Schwerstarbeit, die er zumeist ordentlich bewältigte.

Gonther: Der Kapitän war nicht immer sattelfest in der Innenverteidigung. Hätte beim Gegentor beherzter eingreifen können.

Buballa: Über weite Strecken mit großen Problemen gegen den flinken Claasen. Einer seiner wenigen Flankenläufe hätte beinahe einen Handelfmeter für St. Pauli gebracht.

Rzatkowski (bis 67.): Der Stratege fand zu keiner Zeit Zugriff auf die Partie. Ein schwacher Auftritt, gemessen an seinen Fähigkeiten.

Choi (ab 67.): Sollte für Belebung sorgen, tat er aber nicht.

Alushi: Einem Spieler seiner Klasse darf ein indiskutabler Fehlpass wie vor dem 0:1 nicht passieren. Seine starken Diagonalpässe konnten den Gesamteindruck nur bedingt verbessern.

Sobota (bis 65.): Ein Neutrum im Mittelfeld. Das Spiel lief am Polen komplett vorbei. Dabei hätte St. Pauli seine Impulse gebrauchen können.

Dudziak (ab 65.): Durfte weiter Spielpraxis sammeln.

Maier (bis 79.): Das Talent war lange die Ein-Mann-Offensivabteilung. Seine Weitschüsse versprühten immerhin einen Hauch von Torgefahr.

Nehrig (ab 78.): War dabei.

Buchtmann: Versuchte Struktur ins Spiel zu bringen, es fehlte jedoch die letzte Präzision im Passspiel.

Picault: Forrest Gump wäre stolz auf „Fafa“ gewesen. Der US-Amerikaner rannte, als hätte er am liebsten alle Positionen gleichzeitig gespielt.