Spielerkritik

"Schnecke" Kalla wird flügge, Boll drosselt Hannovers Spielfluss

Kessler: Als klasse Schlussmann aus Köln St. Paulis Dompfaff. Lenkte Pintos Freistoß in der 89. Minute mit einer tollen Parade um den Pfosten.

Volz: Diesmal auf dem angestammten rechten Flügel unterwegs. Ließ aber auch dort zu viele Federn.

Zambrano: Umkreiste Abdellaoue bei langen Bällen wie ein Geier die Beute.

Gunesch: Verdient sich seit Wochen mit konstant guten Leistungen einen Strauß.

Kalla: Tolles, engagiertes Bundesligadebüt, das weitere Einsätze nach sich ziehen muss. Die Schnecke wird flügge.

Boll: Drosselte immer wieder den 96-Spielfluss. Um Ordnung bemüht.

Lehmann: Dank Adleraugen und gutem Timing im Tackling mit vielen Ballgewinnen, aber seine Passquote litt unter den Platzverhältnissen und damit St. Paulis gesamtes Offensivspiel.

Kruse (bis 83.): Suchte ab und an den Zug zum Tor, fand ihn aber nicht.

Bruns (ab 83.): Scheint fest als Edeljoker gebucht. Sagte diesmal nach 83 Minuten Kuckuck.

Takyi (bis 68.): Es mangelte an Ideen und Übersicht. Mitunter vogelwilde Passversuche und zu viele unnötige Ballverluste.

Ebbers (ab 68.): Konnte die lahmende Offensive nicht mehr beleben und ließ Schulz beim Tor vogelfrei. Ein rabenschwarzer Tag.

Bartels (bis 68.): Zappelte, flatterte und hoppelte wie der Ball, verfing sich aber immer wieder im Abwehrnetz. Abflug nach einer guten Stunde.

Naki (ab 68.): Übereifrig und somit zu fehlerhaft. Auf der Suche nach Rhythmus, der sich nur bei weiteren Einsätzen einstellen wird. Eine Schwalbe macht jedenfalls noch keinen Sommer.

Asamoah: Mit fairer Geste und aus alter Verbundenheit der Hahn im Korb.