Fair ging für Asamoah vor, im Gegenzug fiel dann das Tor

Ehrlichkeit des ehemaligen Nationalstürmers wurde nicht belohnt

Hamburg. Es war ein ungewöhnliches Lob, das Mirko Slomka seinem Amtskollegen Holger Stanislawski aussprach. St. Pauli habe eine sehr faire Mannschaft, bescheinigte Hannovers Trainer dem Gegner. Slomka würdigte damit eine Aktion Gerald Asamoahs, die für viel Gesprächsstoff sorgte. Kurz vor Ende der Partie hatte Schiedsrichter Peter Gagelmann zu Unrecht auf Eckball für den Kiezklub entschieden, nach Protesten Hannovers aber noch einmal St. Paulis Stürmer Asamoah befragt und eine ehrliche Antwort erhalten.

"Ich habe gesagt, dass ich nicht glaube, dass es eine Ecke war", berichtete der Ex-Nationalspieler. "Ich würde es wieder so machen. Dass im Gegenzug das Tor fällt, das weiß nur Gott." Gagelmann revidierte seine Entscheidung, im Anschluss kam es erst zu einem Freistoß, dann zu einer Ecke und zum entscheidenden Treffer für Hannover. Asamoahs lobenswerte Einstellung hatte letztlich zu St. Paulis Niederlage beigetragen. Kritik von Stanislawski musste sich einzig Gagelmann gefallen lassen. Er hätte sich gewünscht, dass der Schiedsrichter Hannovers Spieler auch noch mal zum nachfolgenden Freistoß befragt hätte, meinte Stanislawski. Der war nämlich ebenfalls umstritten.