FC St. Pauli

Polizei befürchtet Krawalle bei St. Pauli gegen Rostock

Die Polizei erwartet im Rahmen des Zweitliga-Spiels trotz Stadionverbot rund 2000 Rostocker Demonstranten und rechnet mit Ausschreitungen.

Hamburg. Wenn der FC Hansa Rostock im Millerntorstadion zu Besuch ist, brennt die Luft. Vor dem Zweitliga-Spiel am Sonntag bereitet sich die Polizei auf mögliche Ausschreitungen von Fußballfans vor. Dem Kiez-Club wurde im Vorfeld per Verfügung untersagt, Karten an den FC Hansa Rostock abzugeben. 2000 Rostocker wollen aber trotzdem kommen, um gegen das Verbot zu demonstrieren. Die Polizei befürchtet Ausschreitungen. Neben einem massiven Aufgebot an Einsatzkräften wird die Umgebung des Millerntorstadions von 9.00 bis 20.00 Uhr zum Gefahrengebiet erklärt, wie ein Sprecher am Donnerstag mitteilte. In der Vergangenheit war es zwischen Hansa-Anhängern und Fans des FC. St. Pauli immer wieder zu Gewaltexzessen gekommen.

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Die Kundgebung der Rostocker gegen das Kartenverkaufsverbot soll in unmittelbarer Nähe des Stadions stattfinden – und somit mitten im Gefahrengebiet. Der Veranstalter rechnet mit 2000 Teilnehmern. Doch ob die Demo wie geplant stattfinden kann, ist noch unklar. Die Innenbehörde will nur eine „stationäre“ Versammlung im Bereich Ernst-Merck-Straße und Glockengießerwall in der Nähe des Hauptbahnhofs genehmigen. Die Hansa-Fans lehnten diese Auflage ab und wandten sich an das Verwaltungsgericht Hamburg. Eine Entscheidung des Gerichts steht noch aus.

Keine Karten mehr für Dresden gegen St. Pauli

Unterdessen gibt es mehr als eine Woche vor dem letzten Auswärtsspiel der Kiezkicker bei Dynamo Dresden keine Karten mehr. Wie Dynamo am Donnerstag mitteilte, sind für das Spiel am 29. April im „glücksgas stadion“ bereits alle Tickets in den Steh- und Sitzplatzbereichen vergriffen. Lediglich VIP-Tickets können noch erworben werden. Der Verein rechnet am Spieltag mit rund 29 000 Zuschauern. Die Gäste-Fans von St. Pauli haben bereits ihr komplettes Kontingent von 2400 Karten abgerufen. (dpa/abendblatt.de)