Hamburg. HSV informiert seine Fans über den Vorverkauf der Dauerkarten und die Preise. Eine wichtige neue Funktion ging dabei fast unter.

Die Nachricht, die für HSV-Fans eine Neuerung darstellt, ist fast schon versteckt in der Mail, in der die Inhaber von Dauerkarten über den Vorverkauf der Saison 2024/25 informiert wurden. Unter dem Stichpunkt „Versand, Abtretung und Umplatzierung“ heißt es in dem am Montag verschickten Schreiben: „Zusätzlich erhältst du die Möglichkeit, deine Sitzplatz-Dauerkarte auch digital zu nutzen, beispielsweise zur einfachen Weitergabe der Dauerkarte für ein Einzelspiel.“ Auf seiner Webseite spezifizierte der HSV, dass diese Möglichkeit erstmals angeboten werde.

Tatsächlich handelt es sich dabei um eine neue Funktion, die es verhinderten Dauerkarteninhabern erleichtern wird, ihren festen Platz an Bekannte weiterzugeben. In so einem Fall hatten Besitzer von Saisonabos ihre Dauerkarte bislang analog übergeben müssen. Das führte mitunter zu logistischen Problemen, wenn sich beispielsweise eine zehnköpfige Gruppe von HSV-Fans um die fünf Dauerkarten teilte.

In Zukunft können Inhaber im Internet auf ihre Dauerkarte zugreifen und ihren Sitzplatz für Einzelspiele digital weiterleiten. „Auch für Stehplatz-Dauerkarten arbeiten wir an Lösungen, die digitale Nutzung in Zukunft zu ermöglichen“, heißt es in der Mail vom HSV.

HSV-Preise für Dauerkarten bleiben gleich

Darüber hinaus bleiben die Dauerkartenpreise im Vergleich zur abgelaufenen Saison unverändert. Ein Stehplatz auf der begehrten Nordtribüne kostet für Erwachsene 238 Euro, ein Sitzplatz-Abo in der teuersten Kategorie ist für 782 Euro erhältlich. Allerdings wurde zum Ärger vieler Fans die Ermäßigung für Mitglieder in Höhe von 20 Euro aus steuerrechtlichen Gründen gestrichen.

„Wir sind uns der individuellen Belastung durch die Ticketpreise bewusst und haben uns dagegen entschieden, die Preise zu erhöhen. Dies gilt insbesondere, weil im Mitgliederbereich des HSV e.V. aus steuerlichen Gründen der Dauerkartenrabatt wegfällt“, teilte Cornelius Göbel, Direktor Fankultur beim HSV, auf der vereinseigenen Internetseite mit.

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Und weiter: „Wir wollen unseren Fans entgegenkommen und ihnen weiterhin einen fairen Zugang zu den Spielen ermöglichen. Als Verein im Profifußball sind wirtschaftliche Erlöse durch Ticketpreise unabdingbar. Der Zuschauerschnitt zeigt, dass die Nachfrage höher denn je ist. Dennoch wollen wir ganz bewusst den Angebotspreis nicht erhöhen, trotz weiterhin steigender Kosten bei Dienstleistern.“

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Göbel erklärte zudem, warum die Anzahl der Dauerkarten auf 21.500 Stück begrenzt bleibt. „Wir haben in diesem Jahr einen sehr hohen Zuspruch erlebt und möchten möglichst vielen HSV-Fans den Zugang ermöglichen. Daher bleibt das Verhältnis zwischen Dauerkarten und Einzeltickets gleich. Unser Ziel ist es, die Balance zu halten und allen Interessierten eine faire Chance auf Tickets zu bieten.“

Die Quote der Dauerkarteninhaber, die ihr Ticket nicht nutzen, lag in der abgelaufenen Saison bei unter sechs Prozent und damit so niedrig wie noch nie zuvor. Auch das ist eine erfreuliche Nachricht.