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Robert Glatzel: Darum habe ich Schalke abgesagt

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Robert Glatzel erklärt, warum er doch nicht zum FC Schalke 04 gewechselt ist und was ihn an der neuen Saison mit dem HSV am meisten reizt.

Robert Glatzel erklärt, warum er doch nicht zum FC Schalke 04 gewechselt ist und was ihn an der neuen Saison mit dem HSV am meisten reizt.

Foto: Witters

Der HSV-Stürmer spricht über seine Entscheidung, in Hamburg zu bleiben, über seine neuen Ziele und den Verbleib von Kittel.

Fürstenfeld. Robert Glatzel wirkt entspannt und aufgeräumt. Der HSV-Stürmer sitzt am zweiten Tag des Trainingslagers in der Steiermark vor dem Teamhotel und spricht über die Vorbereitung auf die neue Saison. Nachdem sich der Toptorschütze der vergangenen Saison (22 Treffer in der Liga, 5 im Pokal) dazu entschieden hat, beim HSV zu bleiben und dem FC Schalke 04 abzusagen, kann sich der 28-Jährige wieder voll auf seine Aufgabe konzentrieren, seinen Club in die Bundesliga zu schießen. Was der Stürmer zu seinem Verbleib und seinen Zielen sagt:

HSV News: Das sagt Robert Glatzel über ...

Über seinen Verbleib beim HSV und das Angebot von Schalke 04: „Ich habe es mir angehört und überlegt zu wechseln. Nach dem letzten Spiel war die Enttäuschung riesengroß, da war einfach nur Leere. Nach zwei Tagen kam die Frage auf, wie es weitergeht. Kann es das gewesen sein? Ich habe es mir mit meiner Familie zusammen überlegt im Urlaub. Am Ende hat sehr viel für den HSV gesprochen. Das gute Vertrauen zum Trainer, Stammspieler zu sein bei einem Topverein, die Chance auf einen Aufstieg zu haben und Bundesliga spielen zu können. Wir fühlen uns hier so wohl mit der Familie und sind hier angekommen, nachdem ich viel gewechselt bin in den vergangenen Jahren. Es lohnt sich noch einmal dafür zu kämpfen, mit dem HSV Bundesliga spielen zu können. Das wäre ein Traum für mich.“

Über sein im Vergleich zu Schalke geringeres Gehalt: „Ich bin schon ein Risiko eingegangen, auch wenn man als Fußballer viel Geld verdient. Am Ende war es eine Entscheidung des Herzens. Es fühlte sich falsch an, zu wechseln. Es hat mich riesig gefreut, wie die Fans reagiert haben. Das hat mich in meiner Entscheidung bestärkt.“

Robert Glatzel: "Als ich gehört habe, dass Sonny geht, war ich traurig"

Über seinen neuen Status beim HSV: „Man hat gemerkt, dass es am Anfang ein wenig gedauert hat bei mir. Fehlende Spielpraxis, neues Team, neuer Trainer, neues Spielsystem. Jetzt habe ich einen Vorteil, die Liga ist mir noch bekannter. Ich habe noch mehr Erfahrung, auch mit der Mannschaft. Ich denke, dass ich die Leistung bestätigen kann. Ich will da weitermachen kann, wo ich aufgehört habe.“

Über den Verbleib von Sonny Kittel: „Als ich gehört habe, dass Sonny geht, war ich traurig. Er ist ein super Spieler, der mir viele Tore aufgelegt hat. Es ist ein super Zeichen, dass er bleibt. Es wird uns einen großen Vorteil bringen, dass man schon eingespielt und viele Stammspieler bleiben. Sonny wird es ähnlich gegangen sein wie mir, dass es einfach etwas Besonderes ist für den HSV zu spielen, vor allem in den Heimspielen. Das macht etwas mit einem.“

HSV News – Robert Glatzel: "geile Herausforderung, um den Aufstieg zu spielen"

Über das Ziel Aufstieg: „Ich finde es gut, weil man Ziele haben sollte und auch mutig sein sollte, sie auszusprechen und sie zu verfolgen. Daran kann man sich auch messen lassen. Jeder weiß, wie schwer die Zweite Liga ist. Jeder Gegner ist sehr schwer zu bespielen. Aber das macht es auch aus. Es ist eine geile Herausforderung, um den Aufstieg zu spielen. Es werden viele Hürden im Weg sein, angefangen in Braunschweig. Ich freue mich aber jetzt schon drauf.“

Über seine Position und ein mögliches 4-4-2-System: „Ich fühle mich auf jeden Fall wohl als zentraler Boxstürmer, vor allem wenn man so gute Vorlagengeber hat wie Sonny oder Baka. Ich kann aber auch ohne Probleme mit einem anderen Stürmer spielen, das hat auch mit Mikkel Kaufmann gut geklappt. Es hat alles seine Vor- und Nachteile. Mit zwei Stürmern kann man sich freier bewegen, dafür fehlt man dann vielleicht mal vorne als erster Anspielpartner in der Box. Als Typ will ich immer gerne mitspielen und nicht nur vorne warten.“

Über seine vielen Kopfballtore: „Unser Spiel war darauf ausgerichtet, viel über außen zu kommen und zu flanken. Das war unsere Spielidee. Ich hätte nicht gedacht, dass es so viele Kopfballtore werden. Das war früher nie so, es war sogar meine Schwäche. Da habe ich mich deutlich verbessert.“

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