HSV-Mitgliederversammlung

Neuer HSV-Präsident Jansen will Fanvertreter im Aufsichtsrat

| Lesedauer: 20 Minuten

HSV-Präsident Jansen: „Ein guter Tag für den HSV“

Der alte und neue HSV-Präsident Marcell Jansen spricht über seine Pläne für die kommende Amtszeit.

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Mitgliederversammlung: Probleme bei der Abstimmung. Neues Millionenminus. Boldt reagiert zynisch auf Kritik eines Mitglieds.

Hamburg. Marcell Jansen ist neuer Präsident des HSV. Das haben am heutigen Sonnabend die anwesenden Fans auf der Mitgliederversammlung im Volksparkstadion entschieden. Nach der viel diskutierten Entscheidung des Beirats, Marinus Besters Team nicht zur Wahl zuzulassen, hatte Jansen keinen Gegenkandidaten.

Ein Selbstläufer wurde seine Wahl aber nicht, was nicht allein an den enormen technischen Problemen bei der Abstimmung lag. Teile der Fanszene brachten ihren Unmut über den Auswahlprozess mit einer Gegenstimme gegen den früheren Nationalspieler zum Ausdruck. Der Liveblog des Abendblatts zum Nachlesen.

HSV-Mitgliederversammlung – der Überblick:

Marcell Jansen ist HSV-Präsident

19.09 Uhr: Damit ist dieser Liveblog von der Mitgliederversammlung des HSV beendet.

18.57 Uhr: Dem neuen HSV-Präsidenten schwebt vor, dass der Aufsichtsrat neben Papenfuß um einen Fanvertreter erweitert wird. „Der Fußball droht seine Basis zu verlieren. Man muss ernsthaft darüber nachdenken, das Thema Mitgliedschaft und Fankultur in den Aufsichtsrat zu integrieren“, sagt Jansen. „Fans aus der Kurve können einem Aufsichtsrat und einem Vorstand ganz andere Impulse geben und werden auch gehört.“ Wie berichtet, hatte sich Jansen schon einmal mit Ex-Ultra und -Capo Henrik Köncke für den Aufsichtsrat des HSV beschäftigt.

18.52 Uhr: Einen Zeitplan, wann Jansen jetzt in Absprache mit dem Präsidium die beiden vakanten Posten im Aufsichtsrat besetzen will, nennt er nicht. Klar ist lediglich, dass das momentan fünfköpfige Gremium wieder auf sieben Räte aufgestockt werden soll. Ein neuer Aufsichtsrat wird der neue Schatzmeister Michael Papenfuß sein. Über die zweite Person wird Jansen gemeinsam mit Papenfuß entscheiden. Bernd Wehmeyer wird als Angestellter der AG aus dieser Diskussion herausgehalten. Wie berichtet, wird Wehmeyer auch nicht dem Aufsichtsrat angehören.

18.48 Uhr: Jansen freut sich vor allem über die Wahl von Bernd Wehmeyer als Vizepräsident. „Er ist eine Rakete. Mit ihm steigen die Chancen bei Sponsoren ins Unermessliche.“

18.45 Uhr: Der neue HSV-Präsident Marcell Jansen strahlt über beide Ohren, als er auf seinen Wahlsieg angesprochen wurde. „Ich bin total dankbar und stolz. Die letzten Monate und Jahre waren nicht einfach.“

18.05 Uhr: Die Mitgliederversammlung des HSV ist beendet. Es folgt eine Einschätzung von Marcell Jansen zu seiner Wahl.

18.01 Uhr: Dem Antrag von Mitglied Niko Ehling, dass das Präsidium eine Überprüfung der Rechtsform der HSV AG vornehmen soll, ist zugestimmt worden. Spannend dürfte vor allem sein, wie das Ergebnis dieser Überprüfung ausfällt und wie die anschließende Diskussion über eine mögliche Rechtsformänderung geführt wird.

Hunke zieht seine HSV-Anträge zurück

17.58 Uhr: Jürgen Hunke zieht seine Anträge zum Thema Anteilsverkäufe zurück, übergibt diese aber als Arbeitsaufträge an das neu gewählte Präsidium.

17.49 Uhr: Nach dem Rückzug von Klaus Manal und Reimund Slany sind Constantin Meyn und Björn Wiese als neue Rechnungsprüfer gewählt.

17.29 Uhr: Auch Michael Papenfuß ist mit 89,5 Prozent (229 von 256 möglichen Stimmen) als Schatzmeister bestätigt. 27 Mitglieder stimmten gegen ihn. Damit ist Jansens Präsidium komplett.

17.13 Uhr: Nun steht noch die Wahl von Michael Papenfuß als Schatzmeister an. Er fügt sich gleich gut ein und beschimpft Versammlungsleiter Esselsgroth als „richtig schlecht“, weil dieser die Aussprache mit Wehmeyer übersprungen habe. Nun ja.

Wehmeyer als HSV-Vize gewählt

17.11 Uhr: Bernd Wehmeyer (nach Hartmanns Rückzug ohne Gegenkandidat) ist mit 260 von 314 gültigen Stimmen (82,8 Prozent) zum Vizepräsidenten gewählt worden. 54 Mitglieder stimmen gegen den Clubmanager.

17.00 Uhr: Hartmann zieht seine Kandidatur zurück! Denn seine Zweifel an den Inhalten seien nach der Präsentation von Marcell Jansen verflogen. „Ich habe für mich entschieden, meine Kandidatur zurückzuziehen, weil ich in das Konzept des anderen Teams nicht reingrätschen will“, sagt Hartmann. Das sei für den Verein die beste Entscheidung. „Das Konzept ist in der Summe so, dass ihr das einfach jetzt mal machen sollt.“ Es gibt Standing Ovations der Mitglieder.

16.58 Uhr: Hartmann betont seinen Respekt für den „loyalen“ Bernd Wehmeyer, der ein „HSVer ohne Fehl und Tadel“ sei. Die Teamzusammensetzung um Jansen sei hervorragend, doch er habe bisher an den Inhalten gezweifelt.

16.53 Uhr: Einige Mitglieder haben nach der wichtigsten Entscheidung des Tages bereits das Volksparkstadion verlassen. Doch es werden auch zwei Vizepräsidenten gewählt. Zunächst tritt der von Jansen favorisierte Bernd Wehmeyer gegen Ralph Hartmann an.

HSV-Präsident Jansen: das Wahlergebnis

16.42 Uhr: Marcell Jansen ist neuer HSV-Präsident. Der Ex-Profi hat die Wahl mit 263 Jastimmen gewonnen. 119 Mitglieder stimmten gegen Jansen. Von 412 möglichen Stimmen, wurden 391 Stimmen abgegeben. Davon waren 382 gültig. Somit gab es keine Enthaltungen. Jansen gewinnt die Wahl mit einer Zustimmung von 68,8 Prozent.

16.39 Uhr: Laut Esselsgroth fehlen noch 22 Stimmen. Es gibt einen letzten Aufruf.

16.37 Uhr: 412 Mitglieder sind inzwischen noch wahlberechtigt. Zu Beginn der Versammlung waren es noch 420.

16.34 Uhr: Aktuell gibt es noch ziemlich viele fragende Gesichter zur technischen Umsetzung der Wahl. Zwei Drittel der anwesenden Mitglieder hätten bereits (erfolgreich) abgestimmt, sagt Versammlungsleiter Kai Esselsgroth.

16.29 Uhr: Es gibt keine weiteren Wortbeiträge mehr. Damit steht nun die Wahl an. Funktioniert die Technik diesmal?

16.25 Uhr: Marcell Jansen bekräftigt, bei seiner Wiederwahl auch wieder Aufsichtsratschef werden zu wollen.

16.15 Uhr: Jetzt soll Jansen garantieren, dass sich der HSV von Kühne lösen wird. Doch eine solche klare Aussage vermeidet der Ex-Profi und betont die Bedeutung des Investors für den Club. „In den letzten zwei Jahren haben wir mit der Unterstützung von Markus Frömming ein gutes Bild abgegeben“, sagt Jansen. Die Mitglieder reagieren mit Beifall.

16.13 Uhr: Jansen stellt sich nun den Fragen der Mitglieder. Er muss beteuern, dass im Falle einer Wahl von Ralph Hartmann statt dem von Jansen favorisierten Bernd Wehmeyer zum Vizepräsidenten nicht erneut ein heftiger Streit im Präsidium ausbreche, so wie mit Thomas Schulz und Moritz Schaefer. Jansen sagt, er sei ein „Teamplayer“.

Jansen nennt Pläne für den HSV

16 Uhr: Jetzt präsentiert Jansen seine Idee eines Expertengremiums für den HSV, worüber das Abendblatt am Freitag exklusiv berichtet hatte. Dem Rat angehören sollen Philipp Westermeyer, Frederik Braun, Jens Meier, Lena Schrum und Horst Hrubesch. „Diese Unterstützung ist ein riesiger Mehrwert für unseren Verein“, sagt Jansen.

15.59 Uhr: Jansen sagt, der HSV sei stabil, man brauche kein Weiter-so, sondern müsse vereint denken und handeln. Der 35-Jährige habe sich selbstkritisch mit seiner ersten Amtszeit als Präsident auseinandergesetzt. „Gemeinsam haben wir viel bewegt und den HSV wirtschaftlich stabilisiert.“

15.56 Uhr: Vor der Abstimmung hält Marcell Jansen, der als Präsident kandidiert, eine Rede. „Zwietracht, Missgunst und Intoleranz dürfen in diesem Verein keinen Platz mehr haben“, sagt der Ex-Profi.

15.54 Uhr: Jetzt wird es spannend, denn es steht die Präsidiumswahl auf der Tagesordnung.

15.52 Uhr: Inzwischen sind auch der Amateurvorstand und der Seniorenrat (nach kurzer Kritik einer vermeintlich nicht beantworteten E-Mail) entlastet.

15.30 Uhr: Die Abteilungsleitung des Supporters Club ist ebenfalls entlastet – auch ohne einen Bericht der mit Abstand größten Abteilung des HSV. Hintergrund sind laut Versammlungsleiter Esselsgroth Urlaube und Krankheiten. Ex-Supporters-Chef Tim-Oliver Horn verbringt tatsächlich gerade seinen Urlaub in Österreich.

15.28 Uhr: Auch der Ehrenrat ist mit wenigen Gegenstimmen entlastet. Wir nähern uns der Präsidiumswahl.

15.25 Uhr: Mit wenigen Gegenstimmen ist auch der Beirat entlastet.

HSV-Beirat bezichtigt Bester der Lüge

15.23 Uhr: Der Beirat behauptet, die Kandidaten von vornherein darauf hingewiesen zu haben, dass es entweder eine Listen- oder eine Einzelwahl geben könnte. Der nicht zur Wahl zugelassene Marinus Bester hatte dies stets dementiert. „Alles andere ist eine Lüge!“ Klare Worte, für die es Beifall gibt.

15.21 Uhr: Nun gibt der Beirat seinen Bericht ab und rechtfertigt sich für die Entscheidung, Marinus Besters Team nicht zur Wahl zuzulassen. „Der Beirat hat in den vergangenen Wochen ordentlich auf die Fresse bekommen. Dabei haben wir strikt nach der Satzung gehandelt.“

15.08 Uhr: Mit einer Gegenstimme sind die Rechnungsprüfer entlastet.

14.58 Uhr: Inzwischen geht es weiter mit der Entlastung der einzelnen Gremien. Die beiden Rechnungsprüfer Klaus Manal und Reimund Slany ziehen sich zurück. Sie überlassen das Feld nun Jüngeren.

14.31 Uhr: Die Versammlung steuert auf die Präsidiumswahl zu, doch wegen heftiger Regenfälle und nass werdender Mitglieder kommt es zu einer zehnminütigen Unterbrechung.

14.27 Uhr: Und jährlich grüßt das Murmeltier: Nun ergreift Mitglied Konstantin Rogalla das Wort. Wie immer übt er viel Kritik am Vorstand, vor allem an Wettstein wegen dem aus seiner Sicht „armseligen“ Umgang mit den Finanzen.

14.23 Uhr: Aktuell kommt es zu Wortbeiträgen der Mitglieder. Finanzvorstand Frank Wettstein muss sich unter anderem gegen einen aus seiner Sicht „fehlerhaften“ Bericht von „Sport1“ wehren, wonach der HSV auf ein Minus von 36 Millionen Euro zusteuere. Diese Zahl stimme nicht, sagt Wettstein und bittet um Geduld, bis die Bilanz in zwei bis drei Monaten veröffentlicht werde.

14.11 Uhr: Boldt will noch lange beim HSV bleiben: „Ich habe vor, sehr, sehr lange hierzubleiben. Der Verein ist mir ans Herz gewachsen. Ich will für etwas stehen und am Ende wieder in die Erfolgsspur zurückkommen“, sagt der Sportvorstand zum Ende seiner Rede. Wieder gibt es lautstarken Beifall.

Boldt wehrt sich gegen HSV-Mitglied

14.08 Uhr: Ein Mitglied ruft in Boldts Rede rein und fragt, warum er Simon Terodde keinen neuen Vertrag gegeben habe. Boldt kontert, der HSV müsse „wegkommen von dem Personenkult“. Zudem empfiehlt er den Mitgliedern etwas zynisch, seinen Job zu übernehmen und den eigenen Geldbeutel zu öffnen, denn daran wäre ein Terodde-Verbleib gescheitert. Gleich vom ersten Zwischenruf lässt sich der Vorstand provozieren. „Wir lassen uns nicht treiben von Populismus und Zwischenrufen“, sagt Boldt und erntet Beifall.

14.06 Uhr: Boldt betont noch einmal, dass er sich den Trainerwechsel von Daniel Thioune „lange Zeit ganz anders vorgestellt“ habe. Nun aber habe der HSV mit Tim Walter einen mutigen Coach mit einer klaren Spielidee, der auch auf die Jugend setze. „Der Weg, den wir eingeschlagen haben, wird irgendwann seine Früchte tragen.“

14.03 Uhr: Die Mannschaft verabschiedet sich wieder. Boldt macht weiter: „Unser Ansporn ist es weiterhin, die Zweite Liga zu verlassen.“

HSV-Profis schauen bei Mitgliederversammlung vorbei

14.01 Uhr: Jetzt kommt die Mannschaft vorbei, angekündigt von Boldt. Es gibt Standing Ovations der Mitglieder.

13.59 Uhr: Boldt hebt den neuen Zusammenhalt innerhalb des HSV positiv hervor. Der Club stehe für Werte, die es weiter zu etablieren gelte. Außerdem lobt sich Boldt für seinen Coup, Club-Ikone Horst Hrubesch für den Nachwuchs verpflichtet zu haben. Die Jugendarbeit der Hamburger sei gut, sagt Boldt und nennt explizit die Entwicklung von Josha Vagnoman. Mit Spielern aus dem eigenen Nachwuchs wolle der HSV eine Identität schaffen.

13.56 Uhr: Die angekündigte halbe Stunde dauerte Wettsteins Redebeitrag dann doch nicht. Nun hat Sportvorstand Jonas Boldt das Wort.

HSV: Wettstein kündigt Millionenminus an

13.52 Uhr: Wettstein erklärt gerade die Hintergründe des 23,5-Millionen-Euro-Deals mit der Stadt. Geld, das nicht zweckgebunden ist, wie das Abendblatt im Juni aufgedeckt hatte.

13.44 Uhr: „Wir werden einen deutlichen Fehlbetrag ausweisen“, kündigt Wettstein an. Nur die genaue Höhe stehe noch nicht fest. Wettstein hebt das vorhandene Eigenkapital positiv hervor, ohne eine konkrete Zahl zu nennen. Der HSV sei finanziell nicht gefährdet, bekräftigt der Finanzvorstand. „Der HSV ist kreditfähig.“

13.41 Uhr: Pandemiebedingt gab es im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatz von rund 50 Millionen Euro. Das bedeutet einen Rückgang um 70 Millionen Euro im Vergleich zur Saison 2018/19 (vor zwei Jahren), als der Umsatz bei rund 120 Millionen Euro lag.

13.40 Uhr: Wettstein kündigt an, die Bilanz des Geschäftsjahres 2020/21 bis Ende Oktober bei der DFL einzureichen und im November oder Dezember zu veröffentlichen. „Wir sind durch die Pandemie noch immer in der größten Krise im Fußball. Wir hoffen von Spiel zu Spiel auf mehr Zuschauer. Das wird noch Monate dauern.“

13.38 Uhr: Nun hat Finanzvorstand Frank Wettstein das Wort. Er kündigt einen halbstündigen Redebeitrag an. „Wir wollen auch wieder unsere Fans auswärts sowie Alkohol im Stadion haben“, kündigt er an und erntet Beifall. Es könne noch Monate dauern, bis das Stadion wieder voll besetzt sein könne. Geisterspiele gelte es mit aller Macht zu verhindern.

HSV-Aufsichtsrat lobt Jansen

13.36 Uhr: Goedhart über die Arbeit des Aufsichtsrates: „Wir haben eine gute, vertrauensvolle Zusammenarbeit innerhalb des Gremiums und setzen uns konstruktiv für die Interessen des HSV ein. Wir kommunizieren ausschließlich intern und nicht extern. Ich glaube, das war in der Vergangenheit nicht immer der Fall.“ Marcell Jansen sei ein hervorragender Aufsichtsratsvorsitzender, der viel Zeit in seine Tätigkeit investiere.

13.32 Uhr: Infolgedessen traten die Aufsichtsräte und Hoffmann-Vertrauten Max-Arnold Köttgen (Vorsitzender) und Thomas Schulz zurück. Dieser Entscheidung „gebührt der entsprechende Respekt“, sagt Goedhart.

13.31 Uhr: Goedhart spricht noch einmal über das Beben im Vorstand, an dessen Ende Bernd Hoffmann im März 2020 als Vorsitzender des HSV gehen musste. Dieser Schritt sei „notwendig“ gewesen, betont der Aufsichtsrat.

13.29 Uhr: Aufsichtsrat Felix Goedhart gibt den Bericht des Kontrollgremiums ab. Interessant: Anders als sonst üblich spricht nicht der Aufsichtsratsvorsitzende Marcell Jansen, der später noch Präsident werden will, zu den Mitgliedern.

13.16 Uhr: Die Mitgliederzahl hat sich von 86.943 (1. Juli 2020) auf 83.705 Personen (1. Juli 2021) reduziert. Dies sei auch der Pandemie geschuldet. Trotzdem sei diese Zahl „immer noch erstaunlich“, sagt Notvorstand Kumar Tschana, „und darauf kann man auch stolz sein“. Es gibt Beifall der Anwesenden.

13.10 Uhr: Des Weiteren habe der HSV e.V. mit der Sanierung der Tennisplätze auf der Paul-Hauenschild-Anlage begonnen.

HSV-Mitglieder halten an Beirat fest

13.07 Uhr: Nun hat Michael Papenfuß als Notvorstand des Präsidiums mit seinem Bericht das Wort. Bei Einnahmen von knapp 7,4 Millionen Euro steuere der e.V. im laufenden Geschäftsjahr auf einen Überschuss von 44.000 Euro zu. „Ich kann heute hier sagen, dass wir dieses Jahr positiv abschließen werden“, sagt Papenfuß.

13.02 Uhr: Es gibt einen spontanen Antrag, die Präsidiumswahl zu verschieben. Weil der Antrag erst kurzfristig eingereicht wurde, muss gemäß der Satzung zunächst darüber abgestimmt werden, ob überhaupt über den Antrag abgestimmt wird. Die Mitglieder stimmen dagegen, es wird also nicht darüber abgestimmt. Das gleiche Schicksal betrifft einen weiteren, spontan eingereichten Antrag, auf dem über die Abwahl der Führung des Beirats um den Vorsitzenden Patrick Ehlers abgestimmt werden sollte.

HSV-Mitglieder stimmen gegen Hunkes Bitte

12.58 Uhr: Die überwiegende Mehrheit stimmt dagegen, Hunkes Anträge vorzuziehen.

12.54 Uhr: Zur Begründung sagt Hunke, dass seine Anträge zum Anteilsverkauf (s.u.) eine „zentral wichtige Entscheidung“ seien. Mit der Änderung der Tagesordnung solle gewährleistet werden, dass alle Mitglieder zur Abstimmung seiner Anträge noch anwesend seien. Dies wäre womöglich nicht mehr der Fall, wenn erst über Jansens Präsidentschaftswahl abgestimmt werde.

12.51 Uhr: Nach diversen Ehrungen soll auf Antrag von Ex-Präsident Jürgen Hunke nun darüber abgestimmt werden, ob seine Anträge der Präsidiumswahl vorgezogen werden.

12.16 Uhr: Die Botschaft von Sprinter Owen Ansah aus Tokio kann nun doch eingespielt werden. Es geht aufwärts mit der Technik.

12.12 Uhr: Nachwuchschef und HSV-Ikone Horst Hrubesch betritt die Bühne, sagt, dass er sehr zufrieden mit der Entwicklung im Jugendbereich ist – und soll nun verdiente Sportler des e.V. ehren. Wenn es da nicht das nächste technische Problem gäbe: Der Ton der Videobotschaft der geehrten Athleten ist ausgefallen.

12.08 Uhr: Es geht erst einmal weiter mit der Tagesordnung – trotz der technischen Probleme. Hintergrund: Das WLAN funktioniert (noch) nicht auf dem kompletten Tribünenbereich. Laut Versammlungsleiter Esselsgroth sind 428 Mitglieder anwesend, davon sind 420 wahlberechtigt. 300 nahmen an der Probeabstimmung teil.

Technische Probleme bei HSV-Abstimmung

11.59 Uhr: Fast 30 Minuten später gibt es noch immer riesige technische Probleme. Wenn das so weitergeht, wird das heute bezüglich der Dauer der Versammlung ein neuer Rekord.

11.34 Uhr: Momentan gibt es die alljährlichen technischen Probleme bei der Probeabstimmung mit den elektronischen Geräten.

11.24 Uhr: 160 Mitglieder verfolgen die Versammlung im Livestream, teilt Leiter Kai Esselsgroth mit.

11.18 Uhr: Der Notvorstand des Präsidiums, Michael Papenfuß, hat die Mitgliederversammlung offiziell eröfffnet. Allzu viele Mitglieder aus der aktiven Fanszene sind bislang nicht vertreten. So gesehen dürfte Marcell Jansen gute Aussichten haben, als Präsident gewählt zu werden.

HSV-Trainer Walter tanzt zu Abschlach

11.10 Uhr: Wenn Abschlach auftritt, darf Tim Walter nicht fehlen. Der HSV-Trainer lauscht dem kleinen Konzert aufmerksam vom Eingang zu den Katakomben an der Osttribüne. Bei „Wir sind der HSV“ singt und tanzt der Coach sogar mit – wie neulich schon beim Training.

11.03 Uhr: Die Mitgliederversammlung beginnt mit einem kleinen Konzert von Abschlach.

10.55 Uhr: Außerdem wird heute über mehrere Anträge abgestimmt. Drei stammen vom früheren HSV-Präsidenten Jürgen Hunke zum Thema Anteilsverkäufe. So sollen Anteile der AG erst dann verkauft werden dürfen, wenn der HSV wieder in der Bundesliga spielt. Zudem sollen die Mitglieder zuvor erfahren, um welchen Käufer es sich handelt, ehe sie zustimmen. Und einen Beschluss soll es erst geben, wenn die Höhe des Mindestgebots bekannt ist. Hunke beantragt zudem, eine Kommission zur Neufassung der AG-Satzung einzusetzen.

HSV-Mitgliederversammlung: Boldt spricht

10.51 Uhr: Neben der Wahl des Präsidiums werden auch die Vorstände Jonas Boldt (Sport) und Frank Wettstein (Finanzen) zu den Mitgliedern sprechen und einen Bericht über ihre Ressorts abgeben.

Mehr zum Thema:

10.44 Uhr: Moin aus dem Volksparkstadion. Auch wenn sich die Westtribüne allmählich füllt, ist noch reichlich Platz auf den Rängen. Schätzungsweise sind bislang knapp 500 Mitglieder des HSV eingetroffen – von rund 84.000 möglichen. Eine überschaubare Bilanz, über die sich Versammlungsleiter Kai Esselsgroth gerade im Gespräch mit mir ebenfalls nicht glücklich zeigte. Um 11 Uhr beginnt die Versammlung.

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