Präsidiumswahl

HSV-Beirat prüft juristische Schritte gegen Team Bester

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Marinus Bester ist als Präsidentschaftskandidat des HSV vom Beirat abgelehnt worden.

Marinus Bester ist als Präsidentschaftskandidat des HSV vom Beirat abgelehnt worden.

Foto: Witters

Sind dem Beirat des HSV e.V. Fehler in der Kommunikation mit Marinus Bester unterlaufen? Der Vorsitzende bezieht Stellung.

Grassau. Knapp zwei Tage nahm sich der Beirat des HSV e. V. Zeit, die Reaktionen auf die eigene Entscheidung der zugelassenen Kandidaten für die Präsidiumswahl zu verarbeiten. Dabei missfielen dem fünfköpfigen Gremium vor allem die Äußerungen der abgelehnten Kandidaten Marinus Bester (Präsident) und Philipp Wenzel (Schatzmeister). Wie das Abendblatt erfuhr, prüft der Beirat sogar, vereins- und zivilrechtlich gegen die Aussagen des Bester-Teams vorzugehen. Der Beiratsvorsitzende Pa­trick Ehlers sagt allerdings: „Ich gehe zum jetzigen Zeitpunkt davon aus, dass ein solcher Schritt nicht nötig sein wird.“

Wenzel hatte die Begründung seiner abgelehnten Kandidatur als „falsch“, „bewusst irreführend“ und „altersdiskriminierend“ bezeichnet. Der Beirat sprach Wenzel die wirtschaftliche Kompetenz ab, das Amt des Schatzmeisters ausführen zu können. „Auch wenn wir aus Schutz vor der Privatsphäre der Bewerber nach außen keine Gründe benennen werden, kann ich sagen, dass das Alter für eine Nichtzulassung keine Rolle gespielt hat und auch in keiner Begründung an die Bewerber erwähnt wurde“, sagte Ehlers.

HSV-Beirat: Fehler im Umgang mit Bester?

Den Vorwurf, Fehler in der Kommunikation gemacht zu haben, weil Bester im Vorfeld nicht darüber informiert wurde, dass sich der Beirat für eine Einzel- statt einer ebenfalls satzungskonformen Listenwahl entschied, wies Ehlers zurück. „Das Team um Marinus Bester hat im Bewerbungsgespräch auf ausdrückliche Nachfrage mitgeteilt, dass sie als Team antreten und eine Einzelwahl ausgeschlossen ist. Diese Rückfrage wurde von uns als Beirat, wo relevant, auch in weiteren Bewerbungsgesprächen gestellt und geklärt, sodass nach Abschluss der Gespräche hierzu bei keiner Bewerberin oder Bewerber eine Nachfrage notwendig war.“

Ehlers beteuert: „Alle Bewerberinnen und Bewerber wurden gleichbehandelt.“

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