HSV-News

Klaus Gjasula: Das kann der HSV von mir erwarten

HSV-Neuzugang Klaus Gjasula (l.) spielt in den Plänen von Trainer Daniel Thioune als Führungskraft eine zentrale Rolle.

HSV-Neuzugang Klaus Gjasula (l.) spielt in den Plänen von Trainer Daniel Thioune als Führungskraft eine zentrale Rolle.

Foto: Valeria Witters / WITTERS

Vagnoman lehnt Wechsel nach Italien ab. Tobias Schweinsteiger heuert bei Ex-HSV-Trainer Hecking an. Bates nach Belgien?

Die HSV-News am Donnerstag, den 6. August 2020:

Gjasula: Das kann der HSV von mir erwarten

Klaus Gjasula verspricht dem Team des HSV für die neue Saison mehr Robustheit und Defensivstärke. „Ich sehe mich als Mentalitätsspieler. Jeder Profi hat seine Attribute und Stärken, meine liegen vor allem im körperlichen Bereich“, sagte der defensive Mittelfeldspieler am Donnerstag in einem Mediengespräch. „Verbal wirke ich auch mit, setze zudem über Zweikämpfe gerne Akzente. Ich will der Mannschaft aber auch im fußballerischen Bereich helfen. Dafür gebe ich mein Bestes.“

Der vom Bundesliga-Absteiger SC Paderborn ablösefrei geholte albanische Nationalspieler stellte in der vergangenen Bundesliga-Saison mit 17 Gelben Karten einen Negativrekord auf. Der HSV erhofft sich mit ihm mehr Kompromisslosigkeit im Abwehrverhalten. „Als wir damals mit Paderborn im Volksparkstadion gespielt haben, hatte ich danach so ein positives Gefühl, dass mir die Entscheidung für den Wechsel leichtgefallen ist“, meinte der 30-Jährige. Was ihn jedoch derzeit belastet: „Die Wohnungssuche hier gestaltet sich recht schwierig.“

Bilder des HSV-Trainings am Donnerstag:

Sein Weg im Profifußball spiegele „ein Stück weit mein Leben wider, denn ich habe mich Stück für Stück von unten nach oben gearbeitet“, sagte Gjasula. „Ich hoffe, dass das auch dem einen oder anderen jungen Spieler, der vielleicht aufgeben möchte, hilft. Ich glaube daran, dass alle Investitionen in den Fußball sich irgendwann auch auszahlen.“

HSV-Profi Vagnoman lehnt Wechsel nach Italien ab

Muss der HSV um den Verbleib eines seiner größten Talente bangen? Wie die italienische Tageszeitung "L'Arena" berichtet, hat es Hellas Verona auf Außenverteidiger Josha Vagnoman abgesehen. Vier Millionen Euro Ablöse habe der Serie-A-Club dem HSV demnach für den 19-Jährigen angeboten, die Verhandlungen seien gut vorangeschritten.

Doch offenbar zieht es Vagnoman trotz des verpassten Bundesliga-Aufstiegs gar nicht weg aus seiner Heimatstadt. "Dieser Wechsel kommt für uns nicht infrage", sagte sein Berater Dieter Gudel dem Abendblatt. "Bei uns steht die sportliche Entwicklung im Mittelpunkt." Anders gesagt: Vagnoman soll sich noch ein weiteres Jahr in der Zweiten Liga beweisen.

Nach Abendblatt-Informationen ist auch gar kein konkretes Angebot von Hellas Verona am Volkspark eingegangen, sondern nur eine lose Anfrage. Vagnoman spielt seit 2010 für den HSV. Erst im April hatte er seinen Vertrag mit dem HSV vorzeitig bis 2024 verlängert.

HSV-Co-Trainer Tobias Schweinsteiger folgt Hecking nach Nürnberg

Der bisherige HSV-Co-Trainer Tobias Schweinsteiger folgt seinem Chef Dieter Hecking zum Zweitligakonkurrenten 1. FC Nürnberg. Das gab der „Club“ am Donnerstag bekannt. Schweinsteiger (38) unterstützt als Co-Trainer gemeinsam mit Athletiktrainer Tobias Dippert (38) und Torwarttrainer Dennis Neudahm (33) den neuen Nürnberger Chefcoach Robert Klauß.

Schweinsteiger, Bruder von 2014er-Weltmeister Bastian Schweinsteiger, arbeitete vergangene Saison als Assistenzcoach beim HSV unter dem neuen FCN-Sportvorstand Dieter Hecking. „Wir freuen uns, drei sehr gute Spezialtrainer in ihrem jeweiligen Bereich für uns gewonnen zu haben. Alle drei haben in ihrem letzten Verein schon nachgewiesen, dass sie auf einem hohen Niveau arbeiten können. Damit ist unser junges, dynamische Trainerteam komplett“, sagte Hecking. Das Trio werde zeitnah seine Arbeit aufnehmen, teilte der Verein mit.

Schweinsteiger hatte nach einem Gespräch mit dem neuen HSV-Chefcoach Daniel Thioune keine Zukunft in Hamburg für sich gesehen. Hören Sie auch unseren aktuellen Podcast mit Tobias Schweinsteiger.

HSV-Verteidiger Bates vor Wechsel nach Belgien

28 Pflichtspiele hat David Bates für den HSV bestritten, in der ersten Zweitligasaison des Clubs gehörte der schottische Innenverteidiger zu den Stammkräften und stieg sogar zum A-Nationalspieler auf. Doch nach einem verlorenen Jahr als Leihspieler des englischen Zweitligisten Sheffield Wednesday (nur ein Einsatz im EFL-Cup) wird es für ihn trotz Vertrags bis 2022 keine Rückkehr nach Hamburg geben. Der HSV stellte Bates (23) vom Training frei, um einen Transfer abzuschließen.

Jetzt scheint ein Abnehmer gefunden zu sein. Nach Informationen der „Bild“-Zeitung steht Bates kurz vor einem Wechsel zu Cercle Brügge. Der belgische Erstligaclub, Kooperationspartner der AS Monaco aus der französischen Ligue 1, schloss die abgebrochene Saison unter dem deutschen Trainer Bernd Storck auf dem 14. Tabellenplatz ab. Inzwischen wird Cercle vom Engländer Paul Clement gecoacht.

HSV-Verteidiger van Drongelen nennt Zeitplan für Comeback

Apropos Innenverteidiger und Belgien: Rick van Drongelen, in der Saison 2018/19 regelmäßiger Nebenmann von David Bates beim HSV, hat einen Teil seiner Rehabilitation nach seinem Kreuzbandriss in Belgien bestritten. Seit Sonntag ist der Niederländer zurück in Hamburg und arbeitet hier weiter an seinem Comeback.

„Es geht immer noch darum, die Beugung und Streckung des Kniegelenks zu verbessern. Ich hoffe, dass ich im Januar oder Februar wieder ins Training einsteigen kann“, sagte van Drongelen (21) der „Bild“-Zeitung. Die Krücken habe er bereits am vergangenen Freitag ablegen können. Van Drongelen hatte sich die schwere Verletzung im letzten Saisonspiel gegen Sandhausen Ende Juni zugezogen.