HSV in der Einzelkritik

Selbst Leibold ist jetzt im Tief – nur einer in Normalform

Sogar der bislang konstanteste HSV-Profi der Saison fällt in Aue in ein Loch. Und der älteste Hamburger ist auch nicht mehr der Alte.

Aue. Der HSV hat die Wiedergutmachung für die Derby-Niederlage gegen St. Pauli verpasst und auch in Aue verloren. Beim 0:3 im Erzgebirge flog obendrein noch Gideon Jung mit Geld-Rot vom Platz. Hier sind die HSV-Profis in der Einzelkritik.

Daniel Heuer Fernandes: Der einzige Hamburger in Normalform. Verhinderte eine noch höhere Niederlage.

Jordan Beyer: Hätte kurz vor der Pause mit seiner Kopfballchance das Spiel in eine andere Richtung drehen können. An diesem Tag klappte aber auch bei der Gladbach-Leihgabe nichts.

Timo Letschert (bis 73.): Hob vor dem 1:0 das Abseits auf und musste später benommen raus. Ein schmerzhafter Tag für den Niederländer.

Joel Pohjanpalo (ab 73.): Der Joker kam diesmal zu spät. Blieb ohne Szene.

Ewerton (bis 23.): Seine Startelfrückkehr war schon früh wieder beendet. Der Brasilianer zog sich eine Innenbandverletzung im Knie zu und droht erneut auszufallen.

Rick van Drongelen (ab 23.): Wirkte völlig verunsichert. In dieser Form ist der Holländer keine Hilfe.

Tim Leibold: Der konstanteste Spieler der Saison steckt ausgerechnet in dieser Phase der Saison im Formtief. Brachte kaum einen Pass zum Mitspieler.

Gideon Jung: Nach fünf Sekunden spielte er seinen ersten Fehlpass. Und es wurde bis zu seinem unnötigen Platzverweis wegen einer Schwalbe nicht mehr besser. Muss gegen Regensburg pausieren.

Aaron Hunt: In der vergangenen Saison konnte der HSV fast nie gewinnen, wenn der Kapitän auf dem Platz fehlte. Nun kann der HSV nicht mehr gewinnen, wenn Hunt dabei ist. Der älteste HSV-Spieler ist nicht mehr der Alte.

Louis Schaub (bis 64.): Wurde durch die Auswechslung von seinen Leiden erlöst. Der Winterneuzugang wird von Woche zu Woche schwächer.

Adrian Fein (ab 64.): Die Maske machte ihm keine Probleme. Dafür aber die Auer. Sollte eigentlich die Offensive ankurbeln, half dann aber in der Abwehr aus und wirkte dabei hilflos.

Khaled Narey: Bekam erstmals in diesem Jahr die Chance in der Startelf. Fazit: Chance verpasst.

Bakery Jatta: Der einzige HSV-Profi, der offensiv etwas bewirkte. Brachte seine Aktionen aber nie zu Ende.

Lukas Hinterseer: Es wäre wahrscheinlich niemandem im Stadion aufgefallen, wenn der HSV ohne seinen Stürmer gespielt hätte.