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Personalnot beim HSV: Auch Aaron Hunt fällt aus

HSV-Kapitän Aaron Hunt musste sich für das Spiel in Osnabrück abmelden.

HSV-Kapitän Aaron Hunt musste sich für das Spiel in Osnabrück abmelden.

Foto: Valeria Witters / WITTERS

Amaechi schwärmt vom HSV-Kapitän: "Könnte in der Premier League spielen." Santos verbucht ersten Assist, Hwang drittes Tor.

Die HSV-News am Donnerstag, den 28. November 2019:

Personalnot beim HSV: Auch Aaron Hunt fällt aus

HSV-Trainer Dieter Hecking geht vor dem Zweitligaspiel beim VfL Osnabrück am Freitag (18.30 Uhr/Sky und Onefootball, Liveticker bei Abendblatt.de) das Angriffspersonal aus. Am Donnerstag meldete sich Kapitän Aaron Hunt mit Fieber ab. "Ich glaube, ich verrate nicht zu viel, wenn ich sage, dass Aaron sehr wahrscheinlich von Anfang an gespielt hätte", sagte Dieter Hecking bei der Pressekonferenz.

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Hunt war nach langer Verletzungspause beim 2:1-Sieg gegen Dynamo Dresden am Sonnabend eingewechselt worden und hatte es laut Hecking "richtig gut gemacht". Da zudem auch Stürmer Lukas Hinterseer sowie die Flügelspieler Xavier Amaechi (beide Oberschenkelprellung) und Bakery Jatta (Sperre) ausfallen, muss Hecking für die Offensive umplanen. Was aber kein Problem sei: "Die Mannschaft gibt mir genug Alternativen."

HSV-Trainer Dieter Hecking: "Bobby Wood wurde unrecht getan"
HSV-Trainer Dieter Hecking: "Bobby Wood wurde unrecht getan"

Der Trainer schloss auch nicht aus, dass Bobby Wood eine zweite Chance in der Startelf bekommt. Der US-Stürmer habe für seine Leistung am Sonnabend zu Unrecht schlechte Kritiken erhalten. Hecking: "Es war sein erster Einsatz von Beginn an und ein schwieriges Spiel für ihn. Ich hatte nicht die Erwartung, dass er drei Tore macht. Seine Einstellung, wie er gearbeitet hat, das war absolut in Ordnung." Dass Wood nicht positiv auffiel, habe auch daran gelegen, dass ihn seine Mitspieler nicht in Szene gesetzt hätten.

David im HSV-Kader, Fabisch (noch) nicht

Für Youngster Jonas David (19) ist durch die Ausfälle wieder Platz in Heckings Kader. Ob es auch zum zweiten Saisoneinsatz für den defensiven Mittelfeldspieler reicht, ließ der HSV-Trainer offen. David war beim Spiel in Wehen Wiesbaden in der Schlussphase eingewechselt worden und hatte das Ausgleichstor mit zu verantworten.

Jonah Fabisch (18) wird dagegen in Hamburg bleiben. Der A-Jugend-Spieler durfte zuletzt zwar regelmäßig bei den Profis mittrainieren. "Aber er ist in der Schule gerade im Prüfungsstress, deshalb ergibt es im Moment keinen Sinn", sagte Hecking.

Douglas Santos verbucht ersten Assist, Hwang drittes Tor

Der frühere HSV-Profi Douglas Santos hat seinen ersten Scorerpunkt in der Champions League verbucht. Im Gruppenspiel seines neuen Clubs Zenit St. Petersburg gegen Olympique Lyon legte er Stürmer Artjom Dsjuba per Eckstoß den Kopfballtreffer zum 1:0 auf (42. Minute). Am Ende hieß es 2:0 für den Gastgeber, womit beide Teams mit je sieben Punkten noch auf den Einzug in die K.-o.-Runde hoffen dürfen.

Weniger glücklich verlief der Mittwochabend für Santos' früheren Trainer Hannes Wolf. In seinem ersten Champions-League-Spiel als Trainer des KRC Genk gab es eine 1:4-Heimniederlage gegen Red Bull Salzburg. Der belgische Meister steht damit schon vor dem letzten Spieltag als Gruppenletzter fest und hat auch keine Chance mehr auf ein Überwintern in der Europa League. Salzburgs Stürmer Hee-Chan Hwang, vergangene Saison an den HSV ausgeliehen, traf gegen seinen Ex-Trainer zum zwischenzeitlichen 0:3 – für den Südkoreaner bereits das dritte Tor im laufenden Wettbewerb.

HSV-Verteidiger van Drongelen: "Ich bin ein Mentalitätsspieler"

Beim letzten Mal, als Rick van Drongelen nicht in der Startelf des HSV stand, spielte der Club noch in der Bundesliga. Seit dem Abstieg 2018 ist der niederländische Innenverteidiger gesetzt, egal bei welchem Trainer. Diese Konstanz ist umso bemerkenswerter, als van Drongelen erst 20 Jahre alt ist.

Er selbst erklärt sich das im Interview mit der "Hamburger Morgenpost" so: "Ich versuche immer, am Limit zu arbeiten, alles zu geben. Es sieht vielleicht nicht immer schön aus, vielleicht werde ich nie der auffälligste Spieler auf dem Platz sein. Aber ich falle mit meiner Leistung auch nie krass ab. Ich bin ein Mentalitätsspieler."

Zuletzt schlichen sich jedoch ungewohnte Fehler in van Drongelens Spiel ein, beim 1:1 des HSV in Kiel leitete er den Gegentreffer unfreiwillig mit einem Fehlpass ein. "Da dachte ich mir nach dem Spiel: 'Warum versuchst du jetzt noch, Fußball zu spielen, in Unterzahl, kurz vor der Halbzeit?' Da hätte ich den Ball einfach lang schlagen müsssen. Das sind so Momente, die ärgern mich." Aber nicht lange. Er analysiere jedes seiner Spiele. "Danach hake ich es ab, egal ob gut oder schlecht. Ich weiß, was ich leisten kann, bin davon überzeugt. Ein Fehler verunsichert mich nicht."

Dass sich jetzt auch der Brasilianer Ewerton nach seiner Verletzungspause auf den Posten in der linken Innenverteidigung bewirbt, sieht van Drongelen positiv: "Ich hätte es auch am liebsten, dass Ewerton topfit ist und der Mannschaft helfen kann. Das verstärkt noch mehr den Konkurrenzkampf." Schließlich habe die Mannschaft ein gemeinsames Ziel – mit wem sie es erreiche, sei am Ende zweitrangig.

Amaechi schwärmt von Hunt: "Als hätte er im Hinterkopf Augen"

Der Jüngste im HSV-Kader schwärmt vom Ältesten: Xavier Amaechi (18), im Sommer aus der Nachwuchsabteilung von Arsenal London gekommen, hat in Kapitän Aaron Hunt (33) ein Vorbild gefunden. "Er könnte auch in der Premier League spielen. Aaron weiß fast in jeder Situation, wohin der Ball muss", schwärmt der Engländer über den Halbengländer in einem Interview mit der "Bild"-Zeitung. "Es scheint, als hätte er auch am Hinterkopf Augen."

Privat hat Amaechi mit Josha Vagnoman (18) und Jonas David (19) den engsten Kontakt im Team. Zweimal kam er seit seinem Wechsel bei den Profis zum Einsatz. "Das waren bislang die stolzesten Momente meiner Karriere." Damit weitere hinzukommen, arbeite er auch im Kraftraum hart, um für das körperbetonte Spiel in Deutschland gewappnet zu sein.

Für die Partie am Freitag beim VfL Osnabrück fällt Amaechi allerdings aus. Die Oberschenkelprellung, die sich der Flügelspieler vergangene Woche beim U-19-Länderspiel gegen Bosnien und Herzegowina zugezogen hatte, ist noch nicht vollständig verheilt. Amaechi: "Die Einblutung ist bald raus. Ich will nichts überstürzen. Hoffentlich kann ich schnell wieder trainieren."