HSV-News

HSV testet gegen Topteam aus der Bundesliga

Drama bei Genk-Debüt: Hannes Wolf verliert Schlüsselspieler. Nächster HSV-Gegner Osnabrück kritisiert eigene Fans scharf.

Die HSV-News am Montag, den 25. November 2019:

Topgegner im Volkspark: HSV testet gegen Schalke

Der HSV stimmt sich gegen einen Topgegner auf die zweite Saisonhälfte ein. Am 10. Januar (18 Uhr) empfangen die Hamburger den Bundesliga-Fünften FC Schalke 04 zu einem Testspiel im Volksparkstadion. Die Tickets kosten zwischen zehn und 20 Euro. Der Kartenvorverkauf beginnt an diesem Donnerstag. Das gab der HSV am Montagnachmittag bekannt.

Während die Schalker erst am Vortag von ihrem Trainingslager in Spanien zurückkehren, reisen die Hamburger am 12. Januar für sechs Tage nach Lagos (Portugal) ins Trainingslager. Im ersten Spiel nach der Winterpause ist am Donnerstag, den 30. Januar (20.30 Uhr, Volksparkstadion) Bundesliga-Absteiger 1. FC Nürnberg zu Gast.

Das Fußballjahr 2019 endet für den Tabellenführer der 2. Bundesliga am Sonnabend, den 21. Dezember (13 Uhr) mit dem Rückrunden-Auftakt bei Darmstadt 98. Die Vorbereitung auf die zweite Saisonhälfte dürfte am ersten Januarwochenende beginnen.

HSV-Gegner Osnabrück kritisiert eigene Fans scharf

Vor dem Spiel gegen den HSV am kommenden Freitag hat der VfL Osnabrück seine eigenen Fans für das Abbrennen von Pyrotechnik während des jüngsten Auswärtsspiels beim VfL Bochum scharf kritisiert. Weil dem Verein nun eine Geldstrafe durch den Deutschen Fußball-Bund droht, kündigte Geschäftsführer Jürgen Wehlend am Montag in einer Presseerklärung an: „Wir werden die tatsächlich Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen und behalten uns ausdrücklich sämtliche Konsequenzen vor.“

Osnabrücker Anhänger hatten während des 1:1-Unentschiedens in Bochum immer wieder Pyrotechnik im Stadion gezündet und damit unter anderem dafür gesorgt, dass die zweite Halbzeit erst mit Verspätung angepfiffen werden konnte. „Der konspirative Einsatz von Pyrotechnik am vergangenen Freitag hat uns in Qualität und Quantität erschrocken“, sagte Wehlend. „Gezündet wurde vorwiegend im Sitzplatzbereich, dort saßen auch viele Familien mit Kindern!“

Der VfL bleibe bei seiner Null-Toleranz-Politik hinsichtlich Pyrotechnik.

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"Kicker" beruft HSV-Verteidiger Leibold in "Elf des Tages"

Das Last-Minute-Siegtor gegen Dynamo Dresden am Sonnabend hat David Kinsombi gemacht, aber der inoffizielle Titel des wertvollsten Spielers gebührte Verteidiger Tim Leibold, der beide HSV-Treffer auflegte. "Tim war der herausragende Spieler. Was er auf der linken Seite angeschoben hat, war richtig gut“, schwärmte Trainer Dieter Hecking.

HSV gegen Dresden: die Bilder des Spiels:

Das sah offenbar auch der "Kicker" so und berief Leibold in die vorläufige "Elf des Tages" der 2. Bundesliga. Mit der Note 1,5 lag der Außenverteidiger auch deutlich vor dem zweitbesten HSV-Profi Adrian Fein (Note 2,5). Die schlechteste Bewertung aller Spieler erhielt Bobby Wood: Dem US-Stürmer gab die Sportzeitschrift die Note 5.

Wolf verpasst bei Debüt Sieg gegen Hollerbach, Drama um Heynen

Der frühere HSV-Trainer Hannes Wolf hat in seinem ersten Spiel mit seinem neuen Club KRC Genk den perfekten Einstand verpasst. Im Spiel bei Royal Excel Mouscron, von Wolfs HSV-Vorvorgänger Bernd Hollerbach betreut, kam der belgische Meister nicht über ein 2:2-Unentschieden hinaus. Beide Clubs verharren in der Jupiler Pro League nach dem ersten Rückrundenspieltag mit je 22 Punkten im Tabellenmittelfeld, der Rückstand auf die sechs Play-off-Plätze beträgt fünf Punkte.

"Ich habe viel Potenzial gesehen", sagte Wolf hinterher. Der 38-Jährige, im Mai nach dem verpassten Aufstieg beim HSV beurlaubt, hatte Genk vergangene Woche übernommen. Am Mittwoch (21 Uhr) folgt sein nächstes Debüt: Im Heimspiel gegen Red Bull Salzburg steht er erstmals bei einem Champions-League-Spiel an der Seitenlinie.

Bitter für Wolf und Genk: Bryan Heynen, Wolfs Schlüsselspieler im Mittelfeld, zog sich in Mouscron einen Kreuzbandriss im rechten Knie zu und fällt für den Rest der Saison aus. Für den U-21-Nationalspieler ist es bereits der zweite Kreuzbandriss in seiner jungen Karriere.

HSV genießt freien Tag, Gegner Osnabrück ackert

Wenn der HSV am Freitag (18.30 Uhr) zum Zweitligaspiel beim VfL Osnabrück antritt, trifft er auf einen gut vorbereiteten Gegner. Während Hamburgs Trainer Dieter Hecking seinen Profis für diesen Montag freigegeben hat, stehen bei den Niedersachsen heute gleich drei Trainingseinheiten auf dem Programm.

Da der VfL bereits am vergangenen Freitag gespielt hat (1:1 in Bochum), hatten die Osnabrücker Profis am Sonntag freibekommen.

HSV in Osnabrück: Beim letzten Ligaspiel trafen Seeler und Lattek

Als der HSV letztmals zu einem Ligaspiel beim VfL Osnabrück antrat, hieß der Bundeskanzler Konrad Adenauer, und die Bundesliga war noch in Planung: Im Dezember 1962 gewannen die Hamburger das Spiel der damals noch erstklassigen Oberliga Nord dank Toren von Uwe Seeler (13. Minute), Charly Dörfel (76.) und Uwe Reuter (77.) mit 3:1. Ein gewisser Udo Lattek sorgte für den zwischenzeitlichen Ausgleich (52.) – mit einem "wunderschönen Kopfstoß", wie das Abendblatt schwärmte.

Danach trennten sich die Wege beider Clubs: Nordmeister HSV wurde Gründungsmitglied der Bundesliga, Osnabrück wurde als Tabellensiebter in die dann zweitklassige Regionalliga Nord eingruppiert. Seither traf man sich nur noch in drei Pflichtspielen aufeinander, jeweils im DFB-Pokal an der Bremer Brücke. 1988 setzte sich der HSV in der zweiten Runde durch ein Tor von Thomas von Heesen (6. Minute) beim damaligen Zweitligisten mit 1:0 durch.

Vor zehn Jahren dann hatte der VfL, obwohl gerade in die neue 3. Liga abgestiegen, das bessere Ende für sich, wieder in der zweiten Runde. Noch in der regulären Spielzeit hatten Mladen Petric (77. Minute) und Piotr Trochowski (90.) einen 0:2-Rückstand durch Tore von Niels Hansen (52.) und Benjamin Siegert (67.) wettgemacht und den HSV in die Verlängerung gerettet. In der brachte Guy Demel die Hamburger sogar in Führung (100.), doch Osnabrücks Henning Grieneisen erzwang das Elfmeterschießen. Petric und Robert Tesche verschossen, die Sensation war perfekt.

Eine solche war die 1:3-Niederlage im Erstrundenspiel vor zwei Jahren schon fast nicht mehr, obwohl auch damals noch zwei Spielklassen zwischen den beiden Mannschaften lagen. Halil Savran (39.), Marc Heider (61.) und Ex-HSVer Ahmet Arslan (71.) trafen für den Außenseiter, Bobby Wood konnte nur noch verkürzen.

HSV-Vorverkauf für Stadtderby startet

HSV-Mitglieder aufgepasst: Am Dienstag (8 Uhr) beginnt der exklusive Vorverkauf für das Stadtderby gegen den FC St. Pauli. Jedes Mitglied kann im HSV-Onlineshop, im Service-Center im Volksparkstadion oder in einem Fanshop bis zu zwei Karten erwerben. Ein telefonischer Verkauf wird nicht angeboten.

Die günstigsten Sitzplatztickets (Preiskategorie 5) kosten 37 Euro, die teuersten (Preiskategorie 1) 85 Euro. Sollten wider Erwarten Karten übrig bleiben, würden diese am 4. Februar in den freien Verkauf gehen. Noch nicht klar ist, wann genau das Spiel stattfindet. Der 23. Spieltag der 2. Bundesliga wird zwischen Freitag, den 21. Februar und Montag, den 24. Februar 2020 ausgetragen.

Ambrosius fliegt bei HSV-II-Niederlage vom Platz

Die HSV-Profis hatten gegen Dresden ordentlich etwas zu feiern – andere Mannschaften im Verein nicht. Der HSV II kassierte in der Regionalliga Nord eine 0:1-Niederlage bei der Reserve von Holstein Kiel. Laurynas Kulikas erzielte vor 132 Zuschauern den Siegtreffer in der 29. Minute per Foulelfmeter. Profi-Torwart Julian Pollersbeck, der in dieser Saison schon zwei Elfmeter pariert hatte, war diesmal machtlos.

In der Nachspielzeit kam es noch schlimmer: HSV-Verteidiger Stephan Ambrosius flog mit einer Gelb-Roten Karte vom Platz. Nach einer Serie von drei Spielen ohne Sieg liegt die U21 des HSV weiter mit 21 Punkten aus 17 Spielen auf dem zwölften Tabellenplatz, Kiel (33 Punkte) ist jetzt Sechster, hat aber ein Spiel mehr ausgetragen. Nächster Gegner des HSV ist am Sonnabend (13 Uhr, Hagenbeckstraße) Tabellenführer VfL Wolfsburg II (47 Punkte aus 20 Spielen). In diesem Spiel könnte Verteidiger Ewerton sein Pflichtspieldebüt feiern.

Jansen trifft – HSV III verliert trotzdem

Der dritten Mannschaft erging es nicht besser. Obwohl HSV-Präsident und Ex-Nationalspieler Marcell Jansen im Oberligaspiel gegen Barmbek-Uhlenhorst zur zwischenzeitlichen 2:1-Führung traf (50. Minute), ging das Spiel noch mit 2:4 verloren. Der HSV III bleibt in der Tabelle trotz der Niederlage Achter (26 Punkte), BU Dritter (42 Punkte).

Erfolgreicher war es für HSV-III-Trainer Marcus Rabenhorst am Vortag gelaufen: Zusammen mit 29 anderen Fahrern aus Wirtschaft, Sport und Showbusiness erkurbelte er beim 3. Krongaard-Spendenrennen in der HafenCity eine Summe von 6000 Euro. Das Geld kommt dem Verein Movimental zugute, der Bewegungsangebote für Babys und Kleinkinder in schwierigen Lebenssituationen fördert.

HSV-B-Junioren gewinnen Derby beim FC St. Pauli

Herb erwischte es die U19 des HSV. Im Heimspiel der A-Junioren-Bundesliga gab es eine 0:4-Heimniederlage gegen Werder Bremen. Nick Woltemade versetzte den Hamburgern mit einem Hattrick den frühen Knock-out (17., 21., 30. Minute), Eren Dinkci traf zum Endstand (82.). In der Tabelle der Gruppe Nord/Nordost bleibt der HSV mit 17 Punkten Sechster, Bremen (28 Punkte) behauptete den zweiten Tabellenplatz.

Dafür durfte die U17 des HSV doppelt jubeln: über den 3:0-Sieg beim FC St. Pauli und die erfolgreich verteidigte Tabellenführung in der B-Junioren-Bundesliga Nord/Nordost. Spieler des Derbys war Stürmer Etienne Sohn, der doppelt traf (8., 36. Minute), Joe-Robert Sherbourne machte in der 51. Minute alles klar.

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