HSV

Ein Hauch von Lasogga im Volksparkstadion

1:2 nach Verlängerung im DFB-Pokal gegen den VfB Stuttgart: Josha Vagnoman vom HSV musste später mit einer Sprunggelenksverletzung raus.

1:2 nach Verlängerung im DFB-Pokal gegen den VfB Stuttgart: Josha Vagnoman vom HSV musste später mit einer Sprunggelenksverletzung raus.

Foto: Boris Streubel / Bongarts/Getty Images

Abgebrüht und kompromisslos wie die FDP waren nur wenige HSV-Profis. Die Einzelkritik des Abendblattes nach dem Pokal-Aus.

Hamburg. Binnen drei Tagen von Helden zu Verlierern? Der HSV hat sich mit dem 1:2 im DFB-Pokal gegen den VfB Stuttgart kurz nach einem berauschenden 6:2 im Volksparkstadion selbst bestraft. Die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking fand in der zweiten Halbzeit kein Rezept gegen mental runderneuerte Stuttgarter. Lichtblicke gab es dennoch. Die Einzelkritik des Hamburger Abendblattes:

Heuer Fernandes: Muss sich mit den Händen nichts vorwerfen lassen. Bei den Füßen ist noch Luft nach oben.

Vagnoman (bis 95.): Der Teenager spielte meist so abgebrüht wie ein alter Hase, auch wenn ihm beim frühen Strafstoß ein jugendlicher Stellungsfehler unterlief. Musste später mit einer Sprunggelenkverletzung raus.

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Kittel (ab 95.): Konnte keine dringend benötigten Akzente mehr setzen.

Jung: Hatte wahrscheinlich nicht damit gerechnet, dass er die Zuschauer nach nur 33 Sekunden erstmals von den Sitzen reißen würde. Bemühte sich dann lange um Schadensbegrenzung.

Van Drongelen: Kompromisslos wie die FDP nach der Thüringen-Wahl. Gab in keiner Sekunde nach, hatte aber im Finetuning so seine Schwierigkeiten.

Leibold: Linksaußen haben in diesen Tagen gut lachen. Verlor nur vor dem 1:2 einen wichtigen Zweikampf.

Fein: Unauffälliger, trotzdem aber ein wichtiger, letztendlich allerdings glückloser Taktgeber.

Jatta: Nicht so herausragend wie beim Spektakel am Sonnabend, aber immer noch gut genug, um die Zuschauer bei jedem angezogenen Sprint mitzureißen.

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Kinsombi (bis 103.): Erhielt vor dem zuletzt bärenstarken Moritz den Vortritt, konnte aber im Gegensatz zu seinem Kollegen nicht den dicken Max machen.

Moritz (ab 103.): Nicht in Max-Form – und ließ sich vor dem 1:2 vom Schiedsrichter behindern.

Hunt (bis 68.): Ein guter Schuss. Über den Rest muss man wohl eher den Mantel des Schweigens hüllen.

Dudziak (ab 68.): Besser als sein Vorgänger, aber weit entfernt von gut.

Jairo (bis 68.): Bemüht, konnte sich aber nicht wirklich empfehlen.

Narey (ab 68.): Sollte neuen Schwung bringen. Brachte neuen Schwung – ehe er dann als Aushilfsverteidiger schwungvoll vor dem 1:2 vorbeigrätschte.

Hinterseer: Erinnerte stark an Lasogga zu seinen – vorsichtig formuliert – nicht so guten Zeiten. Fairerweise muss man aber sagen, dass er nur Sekunden vor dem Anpfiff erfuhr, dass er für den angeschlagenen Harnik ranmusste.

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