HSV in Köln

Wolf zittert um Lasogga – trotzdem verzichtet er auf Arp

Muss HSV-Trainer Wolf (l.) den Angriff umbauen, weil Lasogga ausfällt?

Muss HSV-Trainer Wolf (l.) den Angriff umbauen, weil Lasogga ausfällt?

Foto: Witters

Der Top-Torjäger der Hamburger musste erneut pausieren. Dafür könnte Verteidiger Lacroix in Köln sein Comeback geben.

Hamburg. Er ist der Einzige, der regelmäßig trifft. Doch beim Spitzenspiel am Montagabend in Köln (20.30 Uhr/Sky und im Liveticker bei abendblatt.de) droht Pierre-Michel Lasogga auszufallen. Wegen einer Adduktorenverhärtung im rechten Oberschenkel fehlte der HSV-Stürmer am Sonnabend auf dem Trainingsplatz. "Die Zeit wird knapp", sagte Trainer Hannes Wolf nach der Einheit.

Schon am Freitag hatte Lasogga das Training nach rund 35 Minuten abbrechen müssen. „Es ist nichts passiert, ich mache nur früher Schluss“, sagte er noch am Vortag. Offenbar scheinen die Gründe aber doch gravierender gewesen zu sein. Um in Köln zum Einsatz zu kommen, müsste der mit 13 Saisontoren erfolgreichste Angreifer der Hamburger beim Abschlusstraining am Sonntag wieder mitwirken. Sollte Lasogga tatsächlich ausfallen, wäre dies ein herber Verlust für den Club.

Arp ist komplett außen vor beim HSV

Als erster Vertreter war einst mal Youngster Fiete Arp infrage gekommen. Doch diese Zeiten sind längst vorbei. Trotz des drohenden Lasogga-Ausfalls wird HSV-Coach Wolf definitiv auf Arp verzichten. Statt mit den Profis trainierte der 19 Jahre alte Angreifer auf einem Nebenplatz mit der U21, mit der er am Sonntag beim VfB Oldenburg antreten wird. Es ist wohl das letzte Indiz, dass die Zeichen im Sommer auf Trennung stehen. Arp wird aller Voraussicht nach von seiner Option Gebrauch machen, zum FC Bayern zu wechseln.

Hoffnung auf einen Kaderplatz machen darf sich dagegen Manuel Wintzheimer. Der ein Jahr ältere Stürmer absolvierte die Einheit mit den Profis. Er stünde bereit, sollte Platzhirsch Lasogga passen müssen.

Mit Lacroix gegen Terodde?

Ungeachtet dieser Personalie könnte Innenverteidiger Léo Lacroix überraschend in der Startelf rücken. Der Schweizer, der im Hinspiel Köln-Torjäger Simon Terodde (28 Saisontore) erfolgreich abgemeldet hatte, scheint eine ernsthafte Alternative für eine neu formierte Viererkette zu sein.

Im Training testete HSV-Coach Wolf den zuletzt kaum berücksichtigten Lacroix an der Seite von Rick van Drongelen. David Bates und Kyriakos Papadopoulos hätten in dieser Formation das Nachsehen. Wolf würde damit zugleich seine in den jüngsten beiden Spielen praktizierte Dreierkette auflösen.

Allerdings verfügt Lacroix nur über wenig Spielpraxis Seit Dezember kam er lediglich zu 34 Pflichtspielminuten in drei Kurzeinsätzen. Reicht das aus, um den Toptorjäger der Liga zu stoppen?