Und wieder der Oberschenkel

Stürmer Pierre-Michel Lasogga muss erneut mit einer längeren Verletzungspause rechnen

Mönchengladbach. In der Halbzeit kam das Aus. „Pierre hat schon in der ersten Hälfte signalisiert, dass er Probleme hat, kaum sprinten kann. Aber er wollte sich durchbeißen“, sagte Trainer Mirko Slomka nach dem 1:3 in Mönchengladbach. Pierre-Michel Lasogga, mit zwölf Treffern Hamburgs Lebensversicherung im Abstiegskampf, hat sich erneut am Oberschenkel verletzt, genau an der Stelle, die am 4. März beim Training mit der Nationalmannschaft seine Hoffnung auf sein erstes Länderspiel gegen Chile zerstörte.

Damals musste der Leihstürmer von Hertha BSC drei Wochen pausieren, erst am Mittwoch meldete er sich mit einer Glanzleistung und einem Tor beim 1:1 gegen den SC Freiburg zurück. Wie lange er diesmal ausfallen wird, entscheidet sich nach einer eingehenden Untersuchung an diesem Montag in Hamburg. Slomka schwant nichts Gutes: „Im Heimspiel gegen Leverkusen am Freitag wird das wohl eher nichts.“

Der Ursprung der Verletzung liegt indes schon weit früher zurück. Nach dem stundenlangen Flug von Jakarta ins Wintertrainingslager nach Abu Dhabi klagte er über Schmerzen im Oberschenkel, die seitdem nie ganz abgeklungen sind. „Er hat schon lange Probleme mit dem Oberschenkel. Vielleicht hat er zu früh angefangen“, sagte Kapitän Rafael van der Vaart.

Für Slomka wäre ein erneuter Ausfall seines Stürmers eine echte Hiobsbotschaft. „Pierre ist eine echte Waffe“, sagt der Trainer über seinen Torjäger. Lasogga sei auch als Typ enorm wichtig. In der Tat gilt Lasogga mit seiner direkten kompromisslosen Art auch als großer Antreiber. Gegen Freiburg animierte er das Publikum immer wieder, die Mannschaft zu unterstützen.

„Wir haben Sorgen, wir bräuchten mehr Qualität bei unseren Riesenchancen“, sagte Slomka nach der Niederlage in Mönchengladbach. Jetzt ruhen seine Hoffnungen vor allem auf Ivo Ilicevic, dessen Einsatz nach einer Innenbandzerrung im Knie gegen Leverkusen allerdings ebenfalls fraglich ist.