HSV

Lasogga auch gegen den VfB fraglich

Der Zeitpunkt seiner Rückkehr ins Mannschaftstraining ist noch ungewiss. Auch der Schweizer Djourou ist mit einer Oberschenkelzerrung angeschlagen. In Topform zeigte dich dagegen Calhanoglu.

Hamburg. Leichtes Krafttraining, ein intensiver Lauf mit Athletiktrainer Markus Günter – Pierre-Michel Lasogga ist zurück in Hamburg und arbeitet an seinem Comeback. Wegen einer hartnäckigen Oberschenkelverletzung hatte sich der HSV-Angreifer in München von Nationalmannschaftsarzt Hans Müller-Wohlfahrt behandeln lassen. Die ist nun zwar nahezu ausgeheilt, doch wann der Leihspieler ins Mannschaftstraining zurückkehren kann, ist noch ungewiss. „Wir hoffen, dass es in dieser Woche klappt“, sagt Trainer Mirko Slomka vorsichtig. „Wir wollen das ganz behutsam angehen, denn das Programm mit der kommenden englischen Woche ist hart. Doch wenn Pierre erst einmal fit ist, benötigt er nicht lange, um wieder der Alte zu sein.“ Ein Startelfeinsatz beim VfB Stuttgart am Sonnabend (15.30 Uhr) ist damit eher unwahrscheinlich. Die Chancen, dass Lasogga überhaupt zurückkehrt, stehen laut Slomka bei „50 zu 50“.

Doch beim 2:1-Sieg gegen Nürnberg hat das Team bewiesen, dass es auch ohne seinen Topstürmer gewinnen kann. Vertreter Jacques Zoua traf das Tor zwar wieder nicht, doch auch seine Leistung war ansprechend. Slomka ist sich sicher, dass auch sein Knoten bald platzen wird: „Er ist ja jetzt schon sehr präsent im Zentrum. Doch ich habe ihm deutlich gemacht, dass er permanent in Bewegung sein, noch mehr Laufen und auf den Gegner raufgehen muss.“

Viel gelaufen ist auch Rafael van der Vaart bei seinem Comeback, bis er nach 82 Minuten ausgepumpt ausgewechselt wurde. Doch dass der Regisseur nach seinem fiebrigen Infekt noch lange nicht im Vollbesitz seiner Kräfte ist, wurde beim Training am Dienstag überdeutlich: Slomka bat seine Profis zu mehreren Tempoläufen über vier mal 40 und anschließend sogar über vier mal 50 Meter, bei denen van der Vaart als Einziger deutlich hinterher hing. „Das ist völlig normal nach so einer Krankheit, außerdem ist auch er in der vorgegebenen Zeit geblieben“, schwächte Slomka ab. In konditioneller Topform präsentierten sich dagegen Hakan Calhanoglu und Ouasim Bouy.

Sorge bereitet die zuletzt stabile Defensive: René Adler (Hüfte) und Heiko Westermann (muskuläre Probleme) setzten am Dienstag aus, sollen aber am Mittwoch wieder einsteigen. Auch Johan Djourou fehlte, der Schweizer muss mit einer Oberschenkelzerrung um die Partie beim VfB bangen. Immerhin kann sich Slomka auf den ehemals ausgemusterten Michael Mancienne verlassen, dem von Sportchef Oliver Kreuzer aufgrund seiner zuletzt guten Leistungen sogar ein Verbleib beim HSV in Aussicht gestellt wurde.