Kreuzer-Ablösespiel

1:0-Sieg in Karlsruhe kostet den HSV 200.000 Euro

Es sollte ein Ablösespiel für den HSV-Sportchef Kreuzer sein, um dem KSC 200.000 Euro einzuspielen. Doch diese Rechnung ging nicht ansatzweise auf. Der HSV muss damit fast die ganze Summe an den Zweitligisten überweisen.

Karlsruhe. Der HSV gewann das Ablösespiel für HSV-Sportchef Oliver Kreuzer am Dienstag gegen den Karlsruher SC glanzlos mit 1:0 (Tor: Milan Badelj/84. Minute). Doch viel dramatischer ist für die Hanseaten die Tatsache, dass die vereinbarten Garantieeinnahmen von 200.000 Euro nicht eingespielt werden konnten.

Nur 3000 Zuschauer, davon 602 zahlende (Dauerkarteninhaber hatten freien Eintritt), wollten im Wildparkstadion den insgesamt schwachen Auftritt der Hamburger beim KSC sehen. Da der HSV beim Wechsel von Sportchef Kreuzer dem KSC 200.000 Euro für dieses Ablösespiel zugesichert hatte, muss der Klub nun vertragsgemäß den Fehlbetrag aufstocken – also fast die gesamte Summe.

Hinzu kommt, dass Trainer Bert van Marwijk der Zeitpunkt des Testspiels sowieso nicht recht in den Kram passte. „Ich hätte lieber die ganze Woche trainiert, das wäre wichtiger gewesen“, sagte der 61-Jährige.

Denn die Vorbereitung auf das wichtige Bundesligaspiel am Sonntag beim 1. FC Nürnberg wurde durch das vor Wochen vereinbarte Ablösespiel, der im Sommer vom KSC nach Hamburg gewechselt war, erheblich gestört. „Wir müssen ja im Rhythmus bleiben“, erklärte van Marwijk, der am vergangenen Mittwoch die Nachfolge des beurlaubten Thorsten Fink angetreten hatte.

Am Mittwoch um 11 Uhr fliegt der HSV-Tross zurück nach Hamburg, trainiert ab 13 Uhr am Stadion. Van Marwijk wird alles dafür tun, die verlorene Zeit bis zum Nürnberg-Spiel aufzuholen.