Verletzungspech

Verdacht auf Bänderriss - HSV bangt um Demel

Es war ein Bild mit Symbolcharakter. Nur Augenblicke zuvor war Collin Benjamin (Kreuzbandriss) vorbeigehumpelt, dann quälte sich Guy Demel ebenfalls auf Krücken vom Spielfeldrand in Richtung Kabine.

Hamburg. Der Nächste, bitte...

Ende der ersten Halbzeit hatte Franck Ribéry den Ivorer bei einem Zweikampf von den Beinen geholt, sah dafür allerdings noch nicht einmal eine Gelbe Karte. Der am rechten Sprunggelenk verletzte Demel hielt mit starken Schmerzen noch bis zur Pause durch, dann ging nichts mehr.

Inmitten der allgemeinen Jubelstimmung nach dem Abpfiff schäumte der 29-Jährige vor Wut und bezichtigte den Franzosen der Absicht: "Das lässt sich anhand der Fernsehbilder doch klar erkennen. Hätte ich mir so ein Foul gegen Ribéry erlaubt, hätte ich klar Rot gesehen."

Über die Schwere der Blessur kann der HSV erst heute nach einer Kernspintomographie Auskunft geben. "Aber es sieht nicht gut aus", befürchtet Demel. Sollten sich die Befürchtungen bestätigen, könnte der Defensivspezialist mit einer Bänderverletzung (Riss, Dehnung) mehrere Wochen ausfallen.

Nicht nur im Sturm, auch in der Abwehr hätte Trainer Bruno Labbadia dann kaum noch Alternativen. Neben Benjamin, Alex Silva (Kreuzbandriss) und Bastian Reinhardt (Mittelfußbruch) fehlt auch Marcell Jansen (Knieblessur) seit dem zweiten Spieltag. Zwar befindet sich der deutsche Nationalspieler inzwischen wieder im Mannschaftstraining, eine Rückkehr ins Team zeichnet sich noch nicht ab.

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