Tabellenführung dank LTU-Arena?

Der HSV muss nachlegen. Im direkten Duell mit Meisterschaftsanwärter Bayer Leverkusen können die Profis von Trainer Martin Jol erstmals seit dem...

Hamburg. Der HSV muss nachlegen. Im direkten Duell mit Meisterschaftsanwärter Bayer Leverkusen können die Profis von Trainer Martin Jol erstmals seit dem achten Spieltag die Tabellenspitze erklimmen. Vorraussetzung neben einem eigenen Sieg ist dabei, dass weder Hertha BSC (in Wolfsburg) noch Hoffenheim (in Stuttgart) gewinnen. "Wir wollen nach oben", sagt Piotr Trochowski, "deshalb müssen wir jetzt damit anfangen, egal wie schwer der Gegner ist."

Obwohl mit Leverkusen ausgerechnet ein Team zu schlagen ist, das Martin Jol seit Saisonbeginn als "die absolut spielstärkste Mannschaft" eingestuft hatte und noch immer einstuft, sieht der HSV-Trainer sein Team im Vorteil. Besser gesagt: der Niederländer sieht sich und seine Mannschaft weniger im Nachteil als bei einem normalen Auswärtsspiel. Grund dafür ist der Austragungsort. Wegen Ausbauarbeiten der heimischen BayArena (von 22 000 auf 30 000 Zuschauer) muss Bayer Leverkusen seine Heimspiele in der Rückrunde in der 51 000 Zuschauer fassenden Düsseldorfer LTU-Arena austragen.

"Sie haben zuletzt etwas geschwächelt", so Jol, "was wohl auch an der Umstellung auf das neue Stadion liegt. Bayer hat nicht umsonst die meisten Punkte auswärts geholt." Immerhin 20 der 36 Punkte, wobei das bisher einzige Ligaspiel in Düsseldorf mit 2:4 gegen Stuttgart verloren wurde. "Ein anderes Stadion ist einfach nicht das Gleiche", sagt Marcell Jansen, "das ist nicht das eigene Wohnzimmer. Jetzt kommen zwar mehr Leverkusener ins Stadion, aber auch mehr HSV-Fans. Und die drei Punkte nehmen wir mit."