Lyon. Wer folgt Horst Hrubesch als Frauen-Bundestrainer nach? Almuth Schult hat jemand im Blick, der als ehemaliger DFB-Chefcoach noch keinen neuen Job hat.

Die derzeit vereinslose Fußball-Nationaltorhüterin Almuth Schult hat einen überraschenden und pragmatischen Vorschlag gemacht, was die Nachfolge von Interims-Bundestrainer Horst Hrubesch betrifft. „Es gibt ja noch einen Trainer, der verpflichtet ist, beim DFB unter Vertrag steht. Wenn man gar niemand findet, vielleicht wird's ja Hansi Flick“, sagte die 33 Jahre alte Ex-Wolfsburgerin als ARD-Expertin vor dem Nations League-Halbfinale des deutschen Teams gegen Frankreich (1:2) in Lyon.

Flick war im vergangenen September als Männer-Bundestrainer freigestellt worden. Der 72 Jahre alte Hrubesch hört spätestens nach den Olympischen Spielen in diesem Sommer in Paris auf. Bei einer verpassten Olympia-Teilnahme wäre er allenfalls bereit, für eine kurze „Übergangszeit“ weiter auszuhelfen, wie er sagte, sieht aber bei einem anstehenden Umbruch andere gefordert. Die DFB-Frauen können mit einem Sieg am Mittwoch in Herrenveen gegen die Niederlande aber noch das Paris-Ticket lösen.

„Wir sind handlungsfähig vorbereitet“, sagte Sportdirektorin Nia Künzer zu der Personalie erneut, kommentierte aber weder Schults Flick-Vorschlag noch andere Namen. Man habe die Hausaufgaben gemacht beim DFB.