Berlin. In der Nationalmannschaft spielen traditionell viele Spieler des FC Bayern. Kann das ein Nachteil sein, wenn die Münchner eine schwache Saison spielen? Der DFB-Sportdirektor spricht aus Erfahrung.

DFB-Sportdirektor Rudi Völler rechnet nicht mit Auswirkungen der sportlichen Krise des FC Bayern auf die deutsche Nationalmannschaft und die Heim-EM im Sommer.

„Das konnten wir früher schon, als ich noch Spieler war, trennen. Erfolg und Misserfolg im Club und dann zur Nationalmannschaft. Das wird jetzt auch so sein“, sagte Völler im Sender Welt TV. „Egal, welche Mannschaft Meister wird, dass du weißt, es ist eine EM, das ist ein anderer Wettbewerb und da willst du persönlich erfolgreich sein.“

Der FC Bayern, der zuletzt schmerzhafte Niederlagen im Bundesliga-Topspiel bei Bayer Leverkusen (0:3) und im Achtelfinal-Hinspiel in der Champions League bei Lazio Rom (0:1) kassiert hatte, stellt einen großen Teil der Nationalspieler im Kader von Bundestrainer Julian Nagelsmann. Den Münchnern droht eine Saison ohne Titel. Die nächsten Länderspiele in Lyon gegen Frankreich und in Frankfurt/Main gegen die Niederlande stehen im März an.

Völler berichtete, er hätte nach seinem Interimsgastspiel auf der Bundestrainerbank im vergangenen September in Dortmund gegen Frankreich (2:1) auch länger im Amt bleiben können. „Ich hätte auch, wenn ich gewollt hätte, sicherlich auch bis zur EM machen können“, sagte der 63-Jährige. „Aber ich weiß, dass es auch Trainer gibt, in dem Fall Julian Nagelsmann, die das dann besser können.“