Fußball-Ticker

Totalausfall bei Topspiel: Sky entschädigt seine Kunden

Aktuelle Meldungen, heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Fußball-Ticker hält Sie auf dem Laufenden.

Der Fußball-Ticker am Dienstag, den 12. November 2019:

Totalausfall bei Topspiel: Sky entschädigt seine Kunden

Der Pay-TV-Sender Sky entschädigt wie angekündigt seine Kunden, die aufgrund von Störungen beim Live-Stream das Bundesliga-Spitzenspiel zwischen Bayern München und Borussia Dortmund (4:0) am vergangenen Sonnabend nicht wie gewohnt verfolgen konnten. Sky-Ticket-User, die für dieses Fußballspiel ein Tagesticket bzw. ab 3. November 2019 ein Wochenticket gebucht haben, erhalten den Kaufpreis zurück.

Die betroffenen Nutzer eines Supersport-Monatstickets oder von Sky Go werden vom Bezahlsender direkt kontaktiert und erhalten als Ausgleich zusätzlichen Sky-Content geschenkt oder für einen nennenswerten Rabatt. Dies bestätigte ein Sky-Sprecher. Betroffene Kunden werden bis spätestens Ende Dezember kontaktiert.

Die Störungen am 11. Bundesliga-Spieltag waren im Laufe der 2. Halbzeit behoben worden. Die Live-Übertragung über Kabel und Satellit lief durchgängig ohne Probleme. Sky hatte sich bereits am Sonntag nochmals bei allen betroffenen Kunden für die entstandenen Unannehmlichkeiten entschuldigt.

Deutschland würde EM-Form in der Schweiz testen

Die deutsche Nationalmannschaft will sich im Fall der erfolgreichen EM-Qualifikation offenbar bei einem Länderspiel in der Schweiz den Feinschliff holen. Wie der Blick am Dienstag berichtet, soll die Begegnung Anfang Juni in Basel ausgetragen werden. Einzige Einschränkung: Sollten beide Mannschaften bei der EM (12. Juni bis 12 Juli) in der Gruppe aufeinandertreffen, findet das Spiel nicht statt. Eine Bestätigung vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) gab es zunächst nicht.

Das EM-Trainingslager findet von Ende Mai an in Seefeld in Tirol statt. Insgesamt sind bei der Vorbereitung zwei Länderspiele geplant. Im März wird es ebenfalls zwei Begegnungen geben. Spanische Medien hatten zuletzt übereinstimmend berichtet, dass die DFB-Auswahl in Madrid oder Sevilla gastiert.

Fifa sperrt ehemalige Conmebol-Funktionäre

Die Ethikkommission des Weltverbandes Fifa hat drei ehemalige Funktionäre des südamerikanischen Kontinentalverbandes Conmebol jeweils wegen Bestechung lebenslang gesperrt. Die beiden ehemaligen Generalsekretäre Eduardo Deluca und Jose Luis Meiszner wie auch Manuel Burga, Ex-Präsident des peruanischen Verbandes, wurden zudem zu einer Geldstrafe von umgerechnet 913.000 Euro verurteilt.

Schreibfehler in Spielernamen: Adidas bedauert Trikotpanne

Der Sportartikelhersteller Adidas hat für die peinlichen Schreibfehler in seinem Online-Store auf den neuen Trikots der deutschen Nationalmannschaft um Entschuldigung gebeten. „Wir bedauern den Vorfall und werden alle erforderlichen Schritte in die Wege leiten, um technische Fehler wie diesen in Zukunft zu vermeiden“, sagte ein Sprecher des Unternehmens am Dienstag in Herzogenaurach. „Die Tippfehler sind behoben.“

Der Adidas-Sprecher entschuldigte sich bei allen betroffenen Kunden und den Fans der Nationalmannschaft. Im Adidas-Shop waren kurz nach der offiziellen Präsentation unter anderem die neu entworfenen DFB-Trikots der Nationalspieler Jonas Hector und Luca Waldschmidt gezeigt worden. Der Name Hector war fälschlicherweise „Hecktor“ geschrieben, Waldschmidt wurde „Waltschmidt“ geschrieben.

Die zum Preis von 129,95 Euro erhältlichen Authentic-Trikots im neuen Design tragen die Nationalspieler erstmals am Sonnabend (20.45 Uhr/RTL) im EM-Qualifikationsspiel gegen Weißrussland. Auch das Turnier im kommenden Jahr soll das Team in den neuen Trikots bestreiten.

DFB-Stars präsentieren Trikot im Bus und im Museum

Die Nationalmannschaft hatte in Berlin mit einer ungewöhnlichen Aktion Werbung für das neue Trikot gemacht. Kapitän Manuel Neuer fuhr in der Hauptstadt Bus und verteilte ein Trikot, Toni Kroos posierte im weißen Dress in einem Café mit den Gästen für Aufnahmen, und Ilkay Gündogan tauchte zur Überraschung der Besucher im Naturkundemuseum auf.

Neben Neuer, Kroos und Gündogan waren auch Serge Gnabry, Timo Werner und Nico Schulz an der Aktion beteiligt, während sich ihre Teamkollegen in Düsseldorf zur Vorbereitung auf die abschließenden EM-Qualifikationsspiele in Mönchengladbach am Sonnabend gegen Weißrussland und drei Tage später (beide 20.45 Uhr/RTL) in Frankfurt am Main trafen. Beim Training am Dienstagabend sollten Neuer und Co. aber schon dabei sein.

Sportartikelhersteller Adidas hatte das neue Trikot am Montag mit handgemalter Nadelstreifen-Optik gepaart mit einem Stück DFB-Geschichte präsentiert. Über dem Wappen sind die vier schwarzen Weltmeistersterne platziert. Die Ärmel schließen mit schwarz-rot-goldenen Streifen ab. Der dynamische Farbverlauf des Bündchens soll für die Diversität in der Bundesrepublik, für Spieler und Fans mit unterschiedlichen Wurzeln, stehen.

Offiziell: Keller übernimmt 1. FC Nürnberg

Jens Keller soll Zweitligist 1. FC Nürnberg aus der Krise führen. Der 49-Jährige wird beim "Club" Nachfolger des in der vergangenen Woche entlassenen Damir Canadi. Das bestätigte der Bundesligaclub am Nachmittag. Keller hatte zuletzt den FC Ingolstadt und Union Berlin in der 2. Liga trainiert. Zuvor war er für den VfB Stuttgart und Schalke 04 in der Bundesliga tätig.

Keller unterschrieb einen Vertrag bis 2021. Er wird am Mittwochvormittag offiziell vorgestellt und leitet am Nachmittag erstmals das Training. "Jens Keller hat uns in den persönlichen Gesprächen überzeugt", sagte Nürnbergs Sportvorstand Robert Palikuca: "Wir wollten einen Trainer, der die Liga kennt und sich mit unseren Zielen identifizieren kann. Beides trifft auf Jens Keller zu. Wir sind sicher, dass er der richtige Mann für unseren Weg ist."

Keller bringt als Assistenten den langjährigen Profi Thomas Stickroth (54) mit. Beim jüngsten 1:5 der Nürnberger gegen Arminia Bielefeld hatte FCN-Ikone Marek Mintal (42) die Mannschaft interimsweise betreut. Er wird künftig wieder als Trainer der U21 fungieren.

Der 1. FCN hatte sich nach dem Bundesliga-Abstieg den sofortigen Aufstieg als Ziel gesetzt. Nach 13 Spieltagen stehen die Franken aber nur auf Rang 14, zwei Zähler von einem Abstiegsplatz entfernt. In den letzten zehn Pflichtspielen gab es nur einen Sieg.

Nach Streit mit Mitspieler: Sterling fliegt aus Englands Kader

Nach einem Streit mit Joe Gomez ist Stürmer Raheem Sterling für das EM-Qualifikationsspiel der englischen Nationalmannschaft am Donnerstag gegen Montenegro (20.45) suspendiert worden. Dies teilte der englische Fußball-Verband FA mit. Sterling entschuldigte sich via Instagram, der Disput sei ausgeräumt. „Es war eine Sache von fünf bis zehn Sekunden“, schrieb der 24-Jährige.

Am Sonntag beim 3:1 des FC Liverpool gegen Manchester City in der Liga waren Reds-Verteidiger Gomez und Sterling erstmals aneinandergeraten. Als sich die beiden im Kreis der Nationalmannschaft am Montag erneut trafen, sei es nach Informationen englischer Medien erneut zum Streit gekommen. Dieser soll von Sterling provoziert worden sein.

„Es ist eine unser schwierigsten Aufgaben, Rivalitäten auf Vereinsebene im Nationalteam abzustellen“, sagte Englands Teammanager Gareth Southgate. Leider seien die Emotionen noch immer zu präsent gewesen. „Ich glaube, dass diese Entscheidung die beste für das Team war“, betonte Southgate: „Wir haben sie nach Rücksprache mit dem gesamten Kader getroffen. Jetzt ist es wichtig, dass wir die Spieler unterstützen und den Fokus auf Donnerstag legen.“

Gegen Montenegro im Wembley-Stadion kann England bereits das Ticket für die EURO 2020 (12. Juni bis 12. Juli) lösen. Dafür genügt ein Unentschieden. In der laufenden Qualifikation hat Sterling acht Treffer erzielt. Er ist damit gleichauf mit Harry Kane, dem besten Torschützen Englands.

Trotz Attacke gegen Streich: Hütter hält an Abraham als Kapitän fest

Trotz seiner unsportlichen Aktion gegen Freiburg-Trainer Christian Streich bleibt David Abraham Kapitän des Bundesligisten Eintracht Frankfurt. Das bestätigte Eintracht-Coach Adi Hütter. „Die Aktion an sich ist nicht zu entschuldigen, aber wir nageln ihn jetzt nicht an die Wand dafür. Es gibt keine Diskussion, David Abraham bleibt unser Kapitän“, sagte Hütter bei Radio FFH.

Abraham hatte in der Nachspielzeit des Spiels beim SC Freiburg am Sonntag (0:1) Streich zu Boden gecheckt und dafür von Schiedsrichter Felix Brych (München) die Rote Karte gesehen. Anschließend war es zwischen Abraham und dem Freiburger Vincenzo Grifo zu einem Handgemenge gekommen, für das der bereits ausgewechselte Grifo ebenfalls Rot sah.

Abraham hatte sich wenig später „in aller Form“ für den Vorfall entschuldigt. Dennoch droht Abraham eine lange Sperre. Wie die Bild berichtete, wurde Abraham vereinsintern zudem mit einer Geldstrafe von 35.000 belegt, die einem guten Zweck zugutekommen soll. Streich hatte mit der ihm eigenen Gelassenheit reagiert.

Belgiens Meister Genk feuert Trainer Mazzù

Der belgische Meister KRC Genk hat sich am Dienstag von Trainer Felice Mazzù (55) getrennt. Der Verein teilte auf seiner Homepage mit: „Der Negativtrend hat sich in den letzten Wochen verstärkt. Die Clubspitze hatte nicht mehr das Gefühl, dass der Trainerstab die Wende vollziehen kann.“ Als Interimscoach amtiert vorläufig Domenico Olivieri.

Mazzù war erst seit dieser Saison für Genk tätig. In der Liga hatte KRC zuletzt 0:2 gegen KAA Gent verloren und belegt derzeit den neunten Platz. In der Champions-League-Gruppe E ist Genk mit nur einem Punkt aus vier Spielen Letzter. Gegner in der Königsklassen-Gruppenphase sind Titelverteidiger FC Liverpool, SSC Neapel und Red Bull Salzburg.

Maradona schwärmt wieder von einem Autokraten

Argentiniens Fußball-Idol Diego Maradona ist wieder einmal durch Sympathiebekundungen für fragwürdige Politiker aufgefallen. Nach dem Rücktritt von Boliviens umstrittenem Präsidenten Evo Morales bezeichnete der Weltmeister-Kapitän von 1986 den sozialistischen Politiker in einem Instagram-Posting als Opfer eines „Staatsstreichs“ und „einen guten Menschen, der immer für die Allerärmsten gearbeitet hat“.

Sein Statement ergänzte Maradona durch ein Foto von einer Begegnung mit Morales vor elf Jahren.

Nicht zum ersten Mal zeigte Maradona, der momentan in seiner Heimat als Trainer des Erstligisten Gimnasia La Plata arbeitet, Verbundenheit mit autoritären Staatsführern. In der Vergangenheit bekannte sich der frühere Weltstar auch schon zu seiner Freundschaft mit Kubas ehemaligem Diktator Fidel Castro und Venezuelas Ex-Präsident Hugo Chavez. Auf Kuba unterzog sich Maradona 2000 auf Einladung von Castro nach einem Herzinfarkt infolge seines Kokainkonsums auch einer Entziehungskur.

Morales war am Sonntag angesichts massiver Proteste der Bevölkerung gegen seine umstrittene Wiederwahl drei Wochen zuvor und auf Druck des Militärs nach fast 14-jähriger Amtszeit zurückgetreten. Viele Bolivianer warfen dem Machthaber Wahlbetrug vor. Inzwischen hat Morales sein Land verlassen und in Mexiko politisches Asyl erhalten.

Ex-Fifa-Boss Valcke klagt vor Gerichtshof für Menschenrechte

Der frühere Fifa-Generalsekretär Jérôme Valcke kämpft weiter mit allen juristischen Mitteln gegen seine Zehnjahressperre durch den Weltverband. Nach Niederlagen sowohl vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS als auch danach vor dem Schweizer Bundesgericht hat der wegen schwerer Verstöße gegen den Fifa-Ethikcode aus dem Verkehr gezogene Franzose nun vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg gegen sein bis 2025 gültiges Tätigkeitsverbot im Fußball geklagt.

Valckes Anwalt Stéphane Ceccaldi bestätigte der französischen Nachrichtenagentur AFP, dass der Einspruch bereits zu Monatsbeginn eingelegt worden ist.

Valckes Verfehlungen hatte der CAS vor rund einem Jahr offengelegt. Aus der Begründung für die Abweisung der Klage der früheren Nummer zwei der FIFA hinter dem ebenfalls wegen Korruption gesperrten Ex-Boss Joseph Blatter ging hervor, dass Valcke in erheblichem Maße in den Schwarzmarkt-Ticketverkauf der WM-Endrunde 2014 in Brasilien verwickelt war, umgerechnet zehn Millionen Euro aus der Fifa-Kasse für Privatflüge und Luxusreisen ausgegeben und seinem Sohn durch Weitergabe von Insiderwissen einen Deal mit WM-Bezug in Höhe von gut 600.000 Euro zugespielt hat.

Der 60-Jährige war von der Fifa-Ethikkommission zunächst sogar für zwölf Jahre gesperrt worden. In zweiter Instanz war sein Strafmaß zwar um zwei Jahre reduziert worden, doch Valcke sieht sich offenkundig weiterhin zu Unrecht sanktioniert.

Klopp mahnt Verbesserungen beim VAR an

Liverpools Teammanager Jürgen Klopp hat Verbesserungen beim Video-Assistenten angemahnt. „Fehler können passieren, niemand verlangt Perfektion. Es geht nur darum, die richtige Entscheidung zu treffen, das ist alles“, sagte der ehemalige Dortmunder Meistercoach beim Trainerforum der Europäischen Fußball-Union Uefa in Nyon: „Es ist klar, dass es ein Prozess ist, der verbessert werden muss.“

Am Sonntag hatte es beim 3:1 im Spitzenspiel zwischen dem Premier-League-Tabellenführer Liverpool und Titelverteidiger Manchester City gleich mehrere umstrittene Szenen gegeben, die in England die Diskussion um den VAR angeheizt hatten. Zweimal war Trent Alexander-Arnold der Ball im eigenen Strafraum an den leicht vom Körper abgespreizten Arm gesprungen. City hatte vergeblich jeweils Elfmeter gefordert.