Fußball-Ticker

DFB-Frauen treffen im Viertelfinale auf "Liebling" Schweden

Stina Blackstenius (l.) bejubelt ihren Siegtreffer gegen Kanada. Nun wartet im Viertelfinale Deutschland.

Stina Blackstenius (l.) bejubelt ihren Siegtreffer gegen Kanada. Nun wartet im Viertelfinale Deutschland.

Foto: dpa

Aktuelle Meldungen, heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Fußball-Ticker hält Sie auf dem Laufenden.

DFB-Frauen kämpfen gegen ihren Lieblingsgegner ums WM-Halbfinale

Die DFB-Frauen spielen im WM-Viertelfinale gegen Schweden. Die Skandinavierinnen setzten sich im Achtelfinale gegen Kanada durch. Unerwartet schwer tat sich das US-Team beim Sieg gegen Spanien.

Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft trifft im Viertelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft am kommenden Sonnabend (18.30 Uhr) in Rennes auf Schweden. Das Drei-Kronen-Team setzte sich am Montagabend in Paris knapp mit 1:0 (0:0) gegen Kanada durch. Das Siegtor für die Mannschaft von Trainer Peter Gerhardsson erzielte in einer mäßigen Achtelfinalpartie Stina Blackstenius in der 55. Spielminute. Schwedens Torhüterin Hedvig Lindahl verhinderte eine mögliche Verlängerung, als sie einen Handelfmeter von Janine Beckie (69.) großartig parierte.

Die Schwedinnen waren in den vergangenen Jahren stets ein Lieblingsgegner der DFB-Auswahl, die fast alle entscheidenden Duelle mit den Skandinavierinnen bei großen internationalen Turnieren gewannen. Zuletzt standen sich beide Teams im Testspiel am 6. April in Solna gegenüber. Deutschland gewann in Schweden mit 2:1.

Zuvor hatte Titelverteidiger USA dank zweier Elfmetertore mit einem 2:1 (1:1)-Sieg in Reims gegen Spanien das Viertelfinale erreicht. In der Runde der letzten Acht treffen die Amerikanerinnen am Freitag (21 Uhr) im Pariser Prinzenpark auf Gastgeber Frankreich.

U-21-Junioren wollen über Rumänien ins EM-Finale

Die deutsche U21-Nationalmannschaft trifft am Donnerstag im Halbfinale der EM in Italien und San Marino auf Außenseiter Rumänien. Das Überraschungsteam sicherte sich durch ein im Vorfeld befürchtetes 0:0 gegen Frankreich den Sieg in Gruppe C. Das Remis reichte auch den Franzosen zum Weiterkommen, als Leidtragender ist Gastgeber Italien nach zwei Tagen des Zitterns ausgeschieden.

Schon vor dem Anpfiff stand fest, dass sowohl Rumänien als auch Frankreich bei einem Unentschieden ins Halbfinale einziehen würden. Zwar konnte in Cesena von einem Ballgeschiebe nicht die Rede sein, am Ende gab es dennoch das erste torlose Spiel der EM. Frankreich bekommt es ebenfalls am Donnerstag im zweiten Halbfinale mit Spanien zu tun.

Deutschland wird sein Halbfinale bereits um 18 Uhr (live im ZDF) in Bologna spielen. Das DFB-Team geht als klarer Favorit in die Begegnung, in bislang sieben Vergleichen hat eine deutsche U21 noch nie gegen Rumänien verloren. Das letzte Duell im September 2014 gewann Deutschland im Rahmen der EM-Qualifikation in Magdeburg mit 8:0.

Gastgeber Italien hatte ein Remis schon vor der Partie befürchtet. "Italien droht die Gefahr, wegen einer Absprache zwischen Rumänien und Frankreich auszuscheiden", hatte die Zeitung "Corriere della Sera" am Sonntag geschrieben und angefügt: "Das wäre unser schlimmster Albtraum."

Damit wurden in Italien Erinnerungen an die EM 2004 wach. Beim damaligen "Biscotto" (wörtlich: Keks, gemeint ist Absprache) hatten sich Schweden und Dänemark im letzten Gruppenspiel 2:2 getrennt. Beide Teams erreichten die K.o.-Runde, Italien schied aus.

Max Kruse nach Istanbul?

Max Kruse hat offenbar einen neuen Verein: Der frühere Profi des FC St. Pauli, Borussia Mönchengladbachs und zuletzt Werder Bremens soll sich mit dem türkischen Verein Fenerbahce Istanbul einig sein. Nach einem Bericht der Tageszeitung "Sabah Spor" wird der 31-Jährige in Kürze bei dem Traditionsverein einen Vertrag bis zum 30. Juni 2022 unterschreiben. Mit Bundesligist Werder Bremen hatte sich Kruse nicht über eine Verlängerung seines auslaufenden Kontraktes einigen können. Eine weitere Zusammenarbeit soll an den Gehaltsforderungen des Stürmers gescheitert sein.

Cathy Hummels wartet mit Umzug nach Dortmund

Die in Deutschland weltbekannte Influencerin Cathy Hummels (31) hat sich nach dem Wechsel ihres Mannes Mats Hummels zu Borussia Dortmund zu einem Umzug von München ins Ruhrgebiet geäußert. "Unsere kleine Familie wird auf jeden Fall zusammenbleiben, aber mit Kind kann man eben nicht von heute auf morgen umziehen. Ich möchte Ludwig nicht von heute auf morgen aus seinem gewohnten Umfeld reißen", schrieb Hummels am Sonntag bei Instagram. Der Sohn ist 17 Monate alt. Cathy Hummels lernte Mats kennen, als sie an der Universität Dortmund Medienwissenschaften studierte.

Cathy Hummels bei Instagram

Dietz: "Ich habe den Abstieg nicht verkraftet"

Er ist wegen seiner fußballerischen Verdienste und seines Kampfeswillens eine Club-Ikone des MSV Duisburg: Doch jetzt ist Bernard Dietz (71) von seinem Vorstandsposten beim Zweitliga-Absteiger zurückgetreten. Wie der Club mitteilte, habe Dietz seine Vorstandskollegen bereits am Freitag über die Entscheidung informiert. Dietz, der für den MSV 442 Pflichtspiele absolvierte und die deutsche Nationalmannschaft 1980 als Kapitän zum EM-Titel führte, war seit sechs Jahren im Vorstand des Duisburger Clubs tätig. "Ich habe den Abstieg nicht verkraftet. Der Entschluss ist mir sehr, sehr schwergefallen. Aber ich kann die sportlichen Entscheidungen nicht mehr mittragen", sagte Dietz den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Transfers: Lizarazu warnt Bayern München

Borussia Dortmund verpflichtet Star um Star – und der FC Bayern München hat mit seinen Transfers trotz des Weltmeisters Lucas Hernandez (von Atletico Madrid) für 80 Millionen Euro die Beobachter und vermeintlichen Experten noch nicht überzeugt. Doch Präsident Uli Hoeneß will sich nicht unter Druck setzen lassen. "Wir haben schon 120 Millionen Euro ausgegeben. Ich muss ehrlich sagen, langsam geht mir das auf die Nerven, dass man sich nur noch über Käufe definiert. Ich kann ihnen versichern: Wir werden am 15. August eine gute Mannschaft auf dem Platz haben", sagte Hoeneß.

Ex-Weltmeister Bixente Lizarazu sieht im "Kicker" seine Landsleute Hernandez und Benjamin Pavard "zuallererst in der Außenverteidigung", er verstehe den Verkauf von Mats Hummels nicht. Und: Pavard (23) müsse sich erheblich steigern.

Werder will schnell mit Kohfeldt verlängern

Schon zwei Jahre vor Ablauf des Vertrages ist Werder Bremen an einer noch langfristigeren Zusammenarbeit mit Trainer Florian Kohfeldt (36) interessiert. "Wir haben bei Florian und seinem Berater hinterlegt, dass wir uns eine Zusammenarbeit über 2021 hinaus vorstellen können", sagte Werder-Sportchef Frank Baumann dem "Weser-Kurier". Der Bremer Coach hatte die Hanseaten in der vergangenen Saison im DFB-Pokal bis ins Halbfinale und in der Bundesliga bis auf den achten Platz geführt und damit die Qualifikation für die Europa League nur knapp verpasst.

RB Leipzig plant Transfer von PSG

Spricht der neue Trainer Julian Nagelsmann Französisch? RB Leipzig ist bei der Suche nach Verstärkungen offenbar erneut in Frankreich fündig geworden. Nach Angaben des "Kicker" bemüht sich RB intensiv um Christopher Nkunku (21) von Paris St. Germain. Als Ablösesumme für den offensiven Mittelfeldspieler stehen rund 15 Millionen Euro im Raum. Nkunku hat in Paris noch einen Vertrag bis 2020. In Ibrahima Konate, Dayot Upamecano, Nordi Mukiele und Jean-Kevin Augustin steht bereits eine größere Frankreich-Fraktion im Kader von RB Leipzig.

Weltmeister Durm will zurück in die Bundesliga

Ex-Nationalspieler Erik Durm will nach einem England-Abenteuer bei Huddersfield Town wieder in Deutschland Fußball spielen. "Ich will zurück in die Heimat, in die Bundesliga", sagte Durm, 2014 in Brasilien Weltmeister ohne Einsatz, dem "KIcker". Er könne sich auch Spanien oder Italien vorstellen, aber: "Priorität hat die Bundesliga." Der 27-Jährige ist vereinslos, nachdem er dem Premier-League-Absteiger Huddersfield mitgeteilt hatte, dass er nicht in der 2. Liga spielen will. Der Linksverteidiger habe bereits mit seinem Ex-Trainer David Wagner gesprochen, der zur neuen Saison Schalke 04 betreuen wird.

Thailand: Geretteter Junge will Marinetaucher werden

Nach ihrer dramatischen Rettung aus einer Höhle vor fast einem Jahr wollen zwei der jungen thailändischen Fußballer nun selbst Marinetaucher werden. Die zwölf Jungen und ihr Co-Trainer gaben am Montag in ihrer Heimatstadt Mae Sai erstmals auf einer Pressekonferenz Auskunft. Zwei von ihnen kündigten an, später als Taucher in eine Spezialeinheit der thailändischen Marine gehen zu wollen. Der 15-Jährige Prajak Sutham sagte: "Ich will dem Land etwas zurückgeben. Und außerdem sehen diese Offiziere so cool aus." Demnächst kommt in Thailand ein Film ("The Cave") über das Schicksal der Jungen in die Kinos. Der US-Streamingdienst Netflix dreht darüber gerade eine Serie.

Messi demnächst gegen früheren St.-Pauli-Profi

Argentiniens Nationalmannschaft ist nach dem Stotterstart bei der Copa America in Brasilien doch noch glanzlos ins Viertelfinale eingezogen. Die Mannschaft um Lionel Messi feierte beim 2:0 (1:0) im letzten Gruppenspiel gegen Gaststarter Katar ihren ersten Sieg und sicherte sich mit vier Punkten Platz zwei in der Gruppe B. In der Runde der letzten Acht treffen die Argentinier, für die in Porto Alegre Lautaro Martinez (4.) und Sergio Agüero (82.) erfolgreich waren, am Freitag auf das Überraschungsteam Venezuela. Im Halbfinale könnte es zum Klassiker gegen Brasilien kommen.

Messi wird in der kommenden Saison mit dem FC Barcelona auch auf Mallorca spielen. RCD Mallorca ist aus der dritten über die zweite Liga wieder in Spaniens Primera Division zurückgekehrt. Die Mannschaft mit dem früheren St.-Pauli-Profi Ante Budimir gewann im Playoff-Rückspiel um den Aufstieg gegen Deportivo La Coruña 3:0 und machte damit das 0:2 aus dem Hinspiel wett. Auch Budimir traf.

Zeitspiel? Henrichs über eine dumme Gelbe Karte

Linksverteidiger Benjamin Henrichs hat mit Unverständnis auf seine Sperre im Halbfinale der U21-EM reagiert. "Das ist extrem bitter, weil ich im ganzen Spiel vorsichtig war. Und dann so was", sagte der Abwehrspieler. Henrichs hatte im letzten Gruppenspiel gegen Österreich (1:1) wegen angeblichen Zeitspiels seine zweite Gelbe Karte gesehen und muss am Donnerstag zuschauen. Bei Schiedsrichter Andris Treimanis (Lettland) habe er in der Situation kurz vor Spielende das nötige Fingerspitzengefühl vermisst. "Er hat mir nach dem Spiel gesagt, dass ich unbedingt Zeitspiel machen wollte. Das war aber nicht meine Absicht. Der Ball war nass, ich wollte ihn wechseln, dann rutscht er aus meiner Hand", sagte der 22-Jährige vom französischen Erstligisten AS Monaco.

Brasilien: Firminos kurioses Tor im Video

Youtube Brasilien Peru Copa Firmino

Drei Tage nach der Nullnummer gegen Venezuela hat sich Gastgeber Brasilien mit einer Gala bei der Südamerikameisterschaft (Copa) an die Spitze seiner Gruppe gesetzt. Die Seleção fertigte Peru in der Arena Corinthians von São Paulo mit 5:0 (3:0) ab und zog souverän in die K.o.-Runde ein. Für das kurioseste Tor sorgte Liverpool-Star Roberto Firmino, der in der 19. Minute Perus Torhüter Pedro Gallese störte, als dieser den Ball nach einem Rückpass nach vorne schlagen wollte. Von Firminos Bein sprang der Ball über den Keeper an den Pfosten und wieder zurück ins Feld. Danach konnte Firmino locker verwandeln.

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