Fussball-Ticker

Ex-HSV-Trainer Oenning erlebt bitteres Debüt mit Magdeburg

Aktuelle Meldungen, heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Fußball-Ticker hält Sie auf dem Laufenden.

Zwei Volland-Tore: Bayer Leverkusen schlägt VfB Stuttgart 2:0

Bayer Leverkusen hat nach der Länderspielpause dank zweier Treffer von Kevin Volland den erhofften Sieg gefeiert. Gegen den Tabellenletzten VfB Stuttgart setzte sich die Mannschaft von Trainer Heiko Herrlich am Freitag mit 2:0 (0:0) durch. Der zehnmalige Nationalspieler traf in der 76. und 83. Minute. Während sich Bayer nach zuvor zwei Bundesliga-Niederlagen mit nun 14 Punkten zumindest in Richtung Tabellen-Mittelfeld orientiert, bleiben die Schwaben zunächst Tabellenletzter. Dies könnte sich am Samstag nur ändern, falls Fortuna Düsseldorf beim FC Bayern München mit mindestens vier Toren Unterschied verliert.

Magdeburg verpasst Punktgewinn bei Oenning-Debüt

Neuer Trainer, alte Sorgen: Der 1. FC Magdeburg hat auch beim Debüt von Michael Oenning den Befreiungsschlag in der 2. Bundesliga verpasst. Nach dem überaus unglücklichen 2:3 (1:1) bei der SpVgg Greuther Fürth, der fünften Niederlage nacheinander, droht dem Aufsteiger am 14. Spieltag sogar der Sturz auf den letzten Platz. Ex-HSV-Trainer Oenning hatte den Trainerposten in Magdeburg Mitte November von Jens Härtel übernommen.

Fürth schaffte dagegen vor 9390 Zuschauern durch Daniel Keita-Ruel (30.) sowie die späten Treffer von Shawn Parker (88.) und Richard Magyar (90.+3) zunächst den Anschluss an die Spitzengruppe. Mit 23 Punkten liegen die Franken auf Platz vier. Für Magdeburg (9 Punkte), das am Sonntag von Schlusslicht FC Ingolstadt überholt werden kann, drehten Christian Beck (40.) und Felix Lohkemper (49.) vorübergehend die Partie.

Deutsche U21 trifft bei EM auf Österreich

U21-Europameister Deutschland trifft bei der EM im kommenden Jahr auf Österreich, Serbien und Dänemark. Das ergab die Auslosung am Freitag in Bologna. Das Team von Trainer Stefan Kuntz war als Gruppenkopf gesetzt und landete in Gruppe B. Die EM-Endrunde findet vom 16. bis zum 30. Juni 2019 in Italien und San Marino statt. Die drei Gruppensieger und der beste Gruppenzweite der Endrunde erreichen das Halbfinale. Sie lösen damit auch das Ticket für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio. Das EM-Endspiel findet am 30. Juni in Udine statt.

Heidel: „Wir vertrauen alle Tedesco“

Schalkes Manager Christian Heidel hat vor dem Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg Trainer Domenico Tedesco trotz des schwachen Saisonstarts das Vertrauen ausgesprochen. „Im letzten Jahr gab es – nicht nur bei mir – die Einschätzung: Endlich mal ein Trainer, der richtig zu Schalke passt. Und jetzt sollen wir nach elf Spielen in der Bundesliga zweifeln und plötzlich alles in Frage stellen? Das machen wir ganz sicher nicht“, sagte Heidel. Der FC Schalke 04 hat aus den ersten elf Spielen in der Bundesliga erst zehn Punkte geholt. Heidel glaubt jedoch an die Wende mit Tedesco, der die Schalker in der vergangenen Saison zur Vize-Meisterschaft geführt hatte. „Wir vertrauen alle Tedesco. Und trotzdem gibt es im Sport eben negative Phasen, auch wenn man einen Top-Trainer hat“, sagte Heidel.

Gladbach verlängert mit Hecking

Borussia Mönchengladbach hat den Vertrag mit Trainer Dieter Hecking um ein Jahr bis Juni 2020 verlängert. Das gab der Tabellenzweite am Freitagmittag bekannt. "Die aktuelle sportliche Entwicklung ist sehr positiv, dies ist ganz eng mit Dieter Hecking verbunden", sagte Borussias Sportdirektor Max Eberl. "Ich bin nun schon seit fast zwei Jahren bei Borussia und kann sagen, dass ich mich hier in Gladbach unglaublich wohlfühle", sagte Hecking (54): "Die Unaufgeregtheit, mit der wir diese Vertragsverlängerung vereinbart haben, zeugt auch vom großen Vertrauen, das zwischen dem Klub und mir herrscht."

Hecking hatte seinen Job beim fünfmaligen deutschen Meister im Dezember 2016 angetreten. Zuvor war er beim VfL Wolfsburg tätig und gewann mit den Niedersachsen 2015 den DFB-Pokal.

Dortmund macht Alcácer-Verpflichtung perfekt

Borussia Dortmund hat den bisher ausgeliehenen Stürmer Paco Alcácer (25) fest bis zum 30. Juni 2023 verpflichtet. Wie der Bundesliga-Tabellenführer am Freitag mitteilte, machte er damit von einer mit dem FC Barcelona vereinbarten Kaufoption Gebrauch. Die festgeschriebene Ablösesumme soll dem Vernehmen nach rund 23 Millionen Euro betragen, von der bereits zwei Millionen Euro als Leihgebühr bis zum Saisonende fällig wurden.

Der im Sommer zunächst aus Barcelona ausgeliehene spanische Nationalspieler Alcácer hat beim BVB in acht Pflichtspielen bereits neun Tore erzielt und erwies sich als wahrer Glücksgriff. "Wir haben den FC Barcelona unterrichtet, dass wir die Kaufoption ziehen werden. Paco ist mit ganzem Herzen bei uns, er hat sich schnell integriert und ist zu einem festen Bestandteil unseres Kaders geworden", sagte Sportdirektor Michael Zorc laut BVB-Mitteilung. "Er ist ein echter Torjäger von hoher fußballerischer Qualität, der schon einige wichtige Spiele für uns entschieden hat. Wir freuen uns auf viele weitere Tore und Vorlagen von Paco in den kommenden Jahren."

Uefa verhängt Geisterspiel gegen Sturm Graz

Nach einem folgenschweren Becherwurf im Europa-League-Qualifikations-Spiel zwischen Sturm Graz und AEK Larnaka (0:2) hat die Europäische Fußball-Union harte Strafen gegen die Österreicher verhängt. Der Vizemeister muss das nächste Europacup-Heimspiel ohne Zuschauer bestreiten und wurde mit einer Geldbuße von 30.000 Euro belegt. Nach einem 0:5 im Rückspiel hatte Graz die Gruppenphase der Europa League verpasst.

Am 9. August 2018 hatte ein 34-Jähriger einen der Schiedsrichter-Assistenten mit einem vollen Bierbecher am Kopf getroffen. Der Unparteiische lag anschließend blutend auf dem Rasen. Das Spiel musste für 40 Minuten unterbrochen werden, der vierte Offizielle übernahm die Aufgabe des Assistenten. Der Angeklagte hatte bereits mehrere Vorstrafen, unter anderem weil er 2015 im Stadion in Salzburg Pyrotechnik gezündet hatte. Er gab vor Gericht an, dass er den Schiedsrichter-Assistenten nicht treffen wollte.

Das österreichische Spitzenteam steht nun für zwei Jahre unter Beobachtung der Uefa. "Sollte in dieser Zeit etwas passieren, dann werden wir ein weiteres Geisterspiel bekommen", erklärte Sturm-Geschäftsführer Thomas Tebbich. Die Steirer prüfen derzeit eine Beschwerde beim Internationalen Sportgerichtshof CAS.

Stoiber: Hoeneß und Rummenigge bleiben noch länger beim FCB

Bayern Münchens Bosse Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge bleiben dem deutschen Rekordmeister wohl auch noch längerfristig erhalten. "Ich bin mir persönlich absolut sicher, dass beide über 2019 hinaus weitermachen. Kalle brauchen wir als Vorstandsvorsitzenden. Er macht das ausgezeichnet. Er hätte auch die Qualitäten, ein Dax-Unternehmen zu führen. Uli will Gott sei Dank nach eigenem Bekunden 2019 noch mal antreten als Präsident", sagte Edmund Stoiber, Mitglied des Aufsichtsrates und Vorsitzender des Verwaltungsbeirats des FC Bayern im Interview mit der Münchner "Abendzeitung".

Hoeneß habe laut Stoiber aber die "klare Vorstellung, dass er in der nächsten Amtsperiode seine Nachfolge regeln will. In den nächsten drei Jahren werden die Weichen für die Zukunft gestellt", betonte der frühere Bayerische Ministerpräsident.

Rummenigges Vertrag läuft 2019 aus. Es sollen aber zeitnah Gespräche über eine Vertragsverlängerung geführt werden. Die Amtszeit von Hoeneß als Präsident geht ebenfalls bis 2019. Derzeit wird schon intensiv über mögliche Nachfolger diskutiert. An erster Stelle wird der Name des ehemaligen Torwarts Oliver Kahn genannt. Aber auch über den Gladbacher Manager Max Eberl oder Philipp Lahm, der bis 2024 designierter EM-OK-Chef ist, wird spekuliert.

Heldt fordert Standards für Abstellungen

Manager Horst Heldt von Hannover 96 hat Mindeststandards für Nationalmannschaftsabstellungen gefordert. "Was da teilweise abläuft, ist nicht mehr zu ertragen", sagte der 48-Jährige am Freitag.

Ausgelöst hat den Vorstoß die aktuelle Situation um 96-Profi Ihlas Bebou. Der 24-Jährige zog sich beim Training mit dem togolesischen A-Team eine schwere Sehnenverletzung zu – auf einem Kunstrasenplatz bei hochsommerlichen Temperaturen.

Bebou wird in der Bundesliga möglicherweise bis zur Winterpause nicht mehr zur Verfügung stehen. Heldt: "Da sind jetzt DFB und Fifa gefordert, für klare Verhältnisse zu sorgen. Ich will da nichts provozieren, aber vielleicht muss man auch mal als Verein hart bleiben und eine Sperre des Spielers in Kauf nehmen." Grundsätzlich sind die Clubs laut Regularien zur Abstellung ihrer Spieler verpflichtet.

Tuchel: Einsatz von Neymar und Mbappé gegen Liverpool möglich

Paris Saint-Germain kann im Spitzenspiel der Champions League gegen den FC Liverpool auf den Einsatz seiner Starstürmer Neymar und Kylian Mbappé hoffen. Bei der Partie der französischen Ligue 1 am Sonnabend gegen den FC Toulouse werden die millionenschweren Angreifer noch fehlen. Ihr Einsatz bei dem bislang wichtigsten Duell der Saison gegen das Team von Jürgen Klopp am kommenden Mittwoch (21 Uhr/DAZN) sei aber möglich, sagte PSG-Trainer Thomas Tuchel am Freitag.

Beide Stars verletzten sich bei Länderspiel-Einsätzen am Dienstag. Während Neymar sich im Brasilien-Test gegen Kamerun (1:0) eine Adduktorenzerrung im rechten Oberschenkel zugezogen hatte, erlitt Mbappé bei der Partie des Weltmeisters Frankreich gegen Uruguay (1:0) eine Prellung der rechten Schulter.

Werder legt Millionenbetrag für Polizeikosten zurück

Werder Bremen bereitet sich darauf vor, künftig an den polizeilichen Mehrkosten für sogenannte Hochrisikospiele in der Bundesliga beteiligt zu werden. Dafür hat der Verein in seiner Bilanz eine Rückstellung von einer Million Euro gebildet. Geschäftsführer Frank Baumann bestätigte am Freitag einen entsprechenden Bericht des "Weser-Kuriers" und sagte: "Wir sind damit natürlich nicht sehr glücklich. Es gibt aber auch eine bilanztechnische Verpflichtung."

Hintergrund der Rückstellung ist ein Rechtsstreit zwischen dem Land Bremen und der Deutschen Fußball-Liga, der wahrscheinlich 2019 vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig fortgesetzt wird. Das kleinste deutsche Bundesland möchte erreichen, dass sich der Profifußball an den Kosten beteiligt, die jedes Mal entstehen, wenn bei besonders brisanten Spielen wie Werder Bremen gegen den HSV mehr Polizisten eingesetzt werden müssen als sonst üblich. Deshalb schickt das Land der DFL seit 2015 regelmäßig entsprechende Gebührenbescheide, die nach den Hochrisikospielen anfallen.

Die DFL klagte dagegen vor dem Verwaltungsgericht Bremen und bekam in erster Instanz auch recht. Das Oberverwaltungsgericht erklärte die Gebührenforderungen des Bundeslandes in einer Berufungsverhandlung im Februar dieses Jahres jedoch für rechtens. Dieses Urteil ist laut "Weser-Kurier" bei Werder wie auch bei der DFL als "Alarmsignal" aufgenommen worden. Da beide bei Bundesligaspielen als Veranstalter auftreten, sei man sich innerhalb des Vereins auch sicher, im Falle einer endgültigen gerichtlichen Niederlage der DFL ebenfalls an den Mehrkosten für Polizeieinsätze beteiligt zu werden.

Guardiola für Klopp "bester Trainer"

Liverpools Teammanager Jürgen Klopp hat seinen Kollegen Pep Guardiola von Manchester City in den höchsten Tönen gelobt. "Ich finde, Pep ist der beste Trainer der Welt. Er macht das schon ganz ordentlich", sagte Klopp im Interview bei Sky Sport News HD über den ehemaligen Bayern-Coach.

Allerdings zeigte sich der zweimalige deutsche Meister mit Borussia Dortmund auch von der aktuellen Trainergeneration in der Bundesliga begeistert. "Ich muss ehrlich sagen, da sind ein paar richtig interessante Jungs in Deutschland gerade am Start. Julian Nagelsmann ist wahnsinnig interessant. Florian Kohfeldt, Manuel Baum in Augsburg – das ist superspannend", sagte Klopp weiter.

Kruse arbeitet mit Personal Trainer

Werder Bremens Stürmerstar Max Kruse (30) hat zur Verbesserung seiner Fitness einen Personal Coach engagiert. Dies berichten das Bremer Portal "Deichstube.de" und die "Bild"-Zeitung übereinstimmend. Demnach soll Kruse neuerdings mit dem Berliner Trainer Janis Gloeden zusammenarbeiten. Auch die Ernährung soll dabei ein Thema sein.

"Wir haben das mit Werder abgestimmt. Er macht mit Max ein Zusatztraining", sagte Kruses Beraterin Birgit-Linda Müller der "Bild". Ex-Nationalspieler Kruse konnte als neuer Werder-Kapitän zuletzt nicht an die starken Leistungen der Vorsaison anknüpfen. Er sieht sich immer wieder mit Fragen zu seiner Fitness konfrontiert.

Kahn-Firma kooperiert mit DFL

Das Unternehmen Goalplay von Ex-Nationaltorwart Oliver Kahn wird ab sofort Internationalisierungspartner der Deutschen Fußball-Liga (DFL). Im Fokus der Partnerschaft, die für zwei Jahre abgeschlossen wurde, "stehen die Weiterbildung und der Wissenstransfer für Torspieler und Torspielertrainer in den internationalen Märkten China, Vietnam, Thailand, Japan, Indien und den USA", teilte die DFL am Freitag mit.

Kahn, der zuletzt mit einer Rückkehr zum FC Bayern in Verbindung gebracht wurde, werde als Goalplay-Geschäftsführer bei der Produktion verschiedener TV-Formate, die speziell für das Ausland produziert werden, zur Verfügung stehen. Gleichzeitig werde der 49-Jährige verschiedene Veranstaltungen von Bundesliga International in den jeweiligen Märkten unterstützen.

Spielerinnen werden in England benachteiligt

Fußballerinnen in England werden offenbar im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen systematisch benachteiligt. Wie das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" unter Berufung auf die Enthüllungsplattform Football Leaks berichtet, könne den Spielerinnen in Englands höchster Spielklasse gekündigt werden, wenn sie länger als drei Monate verletzt und krank seien. Bei Spielern sei dies erst nach 18 Monaten möglich.

Auch bei der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall seien Frauen deutlich schlechtergestellt. Demnach erhielten die Spielerinnen laut Standardvertrag ihr Grundgehalt "maximal sechs Monate ab dem Moment der Verletzung oder Krankheit". Danach falle das gesetzliche Krankengeld an. Bei den Männern werde das Grundgehalt 18 Monate gezahlt, bis zur Genesung dann die Hälfte.

Chelsea verlängert mit Kanté …

Weltmeister N'Golo Kanté bleibt dem englischen Spitzenclub FC Chelsea langfristig treu. Der 27-Jährige hat seinen Vertrag bei den Blues bis 2023 verlängert.

Kanté kam 2016 vom damaligen englischen Meister Leicester City nach London und spielte bei Chelseas Titelgewinn 2017 eine Schlüsselrolle. Im vergangenen Sommer gewann der Mittelfeldspieler mit Frankreich den WM-Titel.

… Liverpool mit Mané

Starstürmer Sadio Mané hat seinen ursprünglich bis 2021 laufenden Vertrag beim FC Liverpool vorzeitig verlängert. Die genaue Vertragsdauer gab der Club von Trainer Jürgen Klopp nicht bekannt. Laut Medienberichten gilt der Kontrakt bis 2023. "Ich möchte dem Club helfen, unsere Träume zu erreichen, vor allem Trophäen zu gewinnen", sagte Mané, der zusammen mit Mohamed Salah und Roberto Firmino den Traumsturm der Reds bildet. Seine beiden Kollegen hatten in den vergangenen sechs Monaten ebenfalls ihre Verträge verlängert.

Mané war 2016 aus Southampton nach Liverpool gekommen. In 89 Spielen erzielte er 40 Treffer. Im Sommer hatten mehrere internationale Clubs ihr Interesse am pfeilschnellen Senegalesen signalisiert, auch von Champions-League-Sieger Real Madrid war die Rede.

Mehr als 50.000 Fans beim Boca-Training

Das Stadtderby zwischen den Boca Juniors und River Plate Buenos Aires im Finale der südamerikanischen Champions League elektrisiert die Fans. Mehr als 50.000 Zuschauer kamen zum öffentlichen Training der Boca Juniors ins legendäre Bombonera-Stadion. Weil der Andrang so groß war, mussten die Sicherheitskräfte die Eingänge schließen.

Am Sonnabend müssen die Boca Juniors im Final-Rückspiel der Copa Libertadores aber auf ihre verrückten Fans verzichten. Aus Sicherheitsgründen sind im Stadion von Erzrivale River Plate keine Gäste-Fans zugelassen, diese Regelung gilt in Argentinien schon seit 2013. Das Hinspiel endete 2:2.

Schon seit Tagen dreht sich in Buenos Aires nahezu alles um das Spiel. Die Ticketpreise sollen auf dem Schwarzmarkt bis auf rund 4800 Euro angestiegen sein. Bei dem entscheidenden Rückspiel des ersten Copa-Finales zweier argentinischer Teams werden 2100 Polizisten im Einsatz sein.

Rummenigge will Bayern-Boss bleiben

Bayern Münchens Präsident Uli Hoeneß hat sich für einen Verbleib von Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge über 2019 hinaus stark gemacht. Das bestätigte Rummenigge, dessen Vertrag Ende des kommenden Jahres ausläuft: "Ich kann grundsätzlich sagen, dass Uli und ein paar andere Mitglieder des Aufsichtsrats mich gebeten haben darüber nachzudenken, meinen Vertrag zu verlängern. Das werde ich jetzt in nächster Zeit tun. Und dann werde ich mit Uli das Gespräch suchen", sagte Rummenigge bei der Übergabe des neuen Mannschaftsbusses in München.

Auf Spekulationen, denen zufolge Oliver Kahn der Wunschkandidat des Clubs bei der anstehenden Umstrukturierung der Führungsspitze sei, reagierte Rummenigge zurückhaltend. "Ich habe Oliver Kahn monatelang nicht gesehen, obwohl wir im selben Ort leben. Ich kenne seine Vorstellung, die er von seiner Zukunft hat, überhaupt nicht", sagte er.

Der frühere Bayern-Kapitän Kahn soll ein Kandidat für die Neuausrichtung der Chefetage des Clubs in einer Zeit nach Präsident Hoeneß und Vorstandschef Rummenigge sein. Hoeneß ist bis November 2019 gewählt. Vor allem Hoeneß hatte immer wieder versucht, Kahn nach dessen Karriereende 2008 zurück an die Isar zu holen.