Fußball

DFL-Präsident Rauball stellt sich nicht zur Wiederwahl

Reinhard Rauball ist seit 2011 Präsident der Deutschen Fußball-Liga

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Reinhard Rauball ist seit 2011 Präsident der Deutschen Fußball-Liga

Borussia Dortmunds Präsident Reinhard Rauball steht der Deutschen Fußball-Liga seit 2011 vor. Nun tritt der 71-Jährige nicht mehr an.

Dortmund. DFL-Präsident Reinhard Rauball stellt sich 2019 nicht zur Wiederwahl. "Nach intensiven Überlegungen habe ich mich entschieden, im kommenden Sommer nicht erneut für ein Amt bei der DFL zur Verfügung zu stehen", teilte der 71-Jährige am Montag mit. Rauball führt die Deutsche Fußball Liga (DFL), die aus dem Ligaverband hervorgegangen war, seit elf Jahren an. Außerdem ist er Präsident von Borussia Dortmund.

"Wenn der Weg in die Zukunft bereitet ist, ist es nur folgerichtig, dass ab diesem Zeitpunkt auch Jüngere in einer neuen DFL-Struktur Führung und Verantwortung übernehmen", sagte der Jurist: "Über diese Entscheidung habe ich die Kollegen im DFL-Präsidium informiert. Mein Entschluss bezieht sich ausschließlich auf meine Tätigkeit bei der DFL und nicht auf meine Zukunft bei Borussia Dortmund."

Watzke bedankt sich bei Rauball

BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke sagte in einer ersten Reaktion der Funke Mediengruppe: "Wir sind ihm alle zum Dank verpflichtet. Er hat sich um den Interessenausgleich zwischen den starken und nicht so starken Klubs in der Bundesliga verdient gemacht." Watzke hat die Hoffnung, dass Rauball als Borussia-Präsident über das Ende der Wahlperiode weitermacht. "Es ist mein Wunsch, dass uns Reinhard Rauball über 2019 hinaus beim BVB erhalten bleibt. Aber das entscheidet er ganz alleine."

Die gleichzeitig von Rauball angekündigte Strukturreform wird tiefgreifend sein. Gemeinsam mit seinen beiden Stellvertretern Peter Peters und Helmut Hack sei er "überzeugt davon, dass der DFL e.V. als Zusammenschluss der 36 Klubs eine neue zeitgemäße Organisationsform benötigt". Dabei gehe es auch konkret um die Rolle des DFL-Präsidenten, "die aus meiner Sicht angesichts der Vielzahl an unterschiedlichen Aufgaben, Interessen, Ansprüchen und Wünschen kaum mehr von einer Person ausfüllbar ist".

Für die Dachorganisation der Klubs, aus der zuletzt Kritik an der Struktur im Deutschen Fußball-Bund (DFB) aufgekommen war, müsse gelten: "Strukturen und Kompetenzen richten sich konsequent an den Herausforderungen der Zukunft aus, nicht an Satzungen von gestern und erst recht nicht an einzelnen Personen", sagte Rauball. Bis Ende des Jahres sollen erste Beschlüsse gefasst werden.

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