Fußball-Ticker

Thomas Tuchel steigt in Paris zum Topverdiener auf

Aktuelle Meldungen, heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Fußball-Ticker hält Sie auf dem Laufenden.

Ronaldo nimmt Training bei Juve auf

Die Italien-Ära von Cristiano Ronaldo hat begonnen: Der Weltfußballer hat seine Arbeit bei Juventus Turin aufgenommen. „CR7 ist angekommen“, twitterte der Club und zeigte ein Video, wie der von Real Madrid gewechselte Superstar mit Sonnenbrille das Turiner Trainingszentrum betritt.

Ibrahimovic sagt Teilnahme an MLS-All-Star Game ab

Superstar Zlatan Ibrahimovic hat seine Teilnahme am All-Star-Game der MLS gegen Juventus Turin abgesagt. Als Grund für den Verzicht des 36 Jahre alten Schweden auf einen Einsatz gegen seinen Ex-Verein am Mittwoch in Atlanta gab sein Club Los Angeles Galaxy die Belastung sowie den Reisestress an. Erst am vergangenen Sonntag hatte Ibrahimovic LA Galaxy durch seinen ersten Dreierpack in der MLS zu einem 4:3 (1:2)-Sieg gegen Orlando City geschossen. "Ich bin enttäuscht, dass ich das All-Star-Game verpasse", sagte Ibrahimovic: "Ich danke den Fans, dass sie mich ins Team gewählt haben. Mein Hauptfokus liegt darauf, Tore zu erzielen und LA Galaxy zu helfen, in die Play-offs zu kommen."

Topverdiener Tuchel

Thomas Tuchel (44) ist beim französischen Fußballmeister Paris Saint-Germain mit einem Jahressalär von 5,04 Millionen Euro brutto der Topverdiener unter den Trainern der Ligue 1. Dies berichtet die Fachzeitung „L’Equipe“ am Montag.

Die Zeiten, als die katarischen PSG-Besitzer noch mit Netto-Gehältern um sich warfen, scheinen indes vorbei zu sein. Der 1998er-Weltmeister Laurent Blanc soll noch 700.000 Euro brutto pro Monat verdient haben, der Italiener Carlo Ancelotti (später Bayern München) 500.000 Euro netto und Tuchel jetzt 420.000 Euro brutto. Macht 5,04 Millionen pro Jahr plus Prämien für Titelgewinne.

Damit ist Tuchel auf dem Papier derjenige Coach unter den Fußballlehrern in der ersten französischen Liga, der das höchste Salär kassiert. Sein Konkurrent auf Platz zwei ist Leonardo Jardim, der bei der AS Monaco allerdings (ohne Prämien) vier Millionen Euro netto verdienen soll. Er bekommt damit in letzter Konsequenz mehr ausgezahlt als Tuchel, Ex-Coach von Borussia Dortmund und des FSV Mainz 05.

In Monaco wird generell nur netto bezahlt, wovon auch einst auch Bundesliga-Spieler wie Jürgen Klinsmann, Sören Lerby oder Uwe Krause profitiert hatten.

Bayern wieder dahoam

Der FC Bayern ist nach seiner USA-Reise am späten Montagvormittag wieder in München angekommen. Nach acht Stunden Flugzeit landete der deutsche Rekordmeister in der Heimat. Trainer Niko Kovac bat seine Mannschaft auf dem Trainingsgelände an der Säbener Straße noch zu einer regenerativen Einheit. Erst danach steht für die Münchner erstmal ein kurzes Durchschnaufen an.

In den USA hatte das Team gegen Juventus Turin (0:2) und Manchester City (2:3) verloren. „Wir haben die Tage hier sehr gut genutzt“, resümierte Kovac nach dem Trip nach Amerika. Am Donnerstag geht es für den FC Bayern eine Woche ins Trainingslager an den Tegernsee.

Hertha nimmt Training wieder auf

Mit seinen WM-Teilnehmern Marvin Plattenhardt und Mathew Leckie hat Bundesligist Hertha BSC nach einwöchiger Pause das Mannschaftstraining wieder aufgenommen. Mitten in der Saisonvorbereitung hatte Hertha-Trainer Pal Dardai seinen Spielern eine Woche Urlaub gestattet, ihnen aber individuelle Trainingspläne mitgegeben. „Die Jungs haben gut gearbeitet“, sagte der Ungar nach der Einheit am Montag zufrieden. „Wir haben den Jungs im Voraus klar gemacht, dass diese eine Woche ein anderer Urlaub ist als der Sommerurlaub nach der Saison.“

Erstmals mit der Mannschaft trainierten der deutsche Nationalspieler Plattenhardt und der Australier Leckie. Beide waren erst später in die Vorbereitung eingestiegen, hatten deshalb in der vergangenen Woche keinen Urlaub bekommen und mit Fitnesstrainer Hendrik Vieth arbeiten müssen. „Sie waren sehr fleißig“, lobte Dardai.

Nicht auf dem Trainingsplatz stand Trainersohn Palko Dardai, der unter Magen-Darm-Problemen leidet. Er werde wahrscheinlich am Dienstag wieder einsteigen, sagte sein Vater. Darüber hinaus fehlten weiterhin Sidney Friede (Sprunggelenksverletzung), Davie Selke (Lungenoperation), Vladimir Darida (Knochenmarködem am Knie) und Peter Pekarik (Knieprobleme).

Am Samstag reist Hertha ins Trainingslager ins österreichische Schladming. Das erste Pflichtspiel bestreiten die Berliner am 20. August in der ersten DFB-Pokalrunde bei Eintracht Braunschweig, in der Liga geht es zum Auftakt am 25. August gegen den 1. FC Nürnberg.

Kruse schwört Werder die Treue

Werder Bremens Stürmerstar Max Kruse hat alle Wechselgerüchte beendet. Er werde in der kommenden Saison zu 100 Prozent bei den Hanseaten spielen, teilte der ehemalige Nationalspieler in den sozialen Netzwerken mit. „Es wurde viel spekuliert in den Medien. Damit es sich nicht bis zum 31. August hinzieht, wollte ich noch einmal klarstellen (...): Ich habe mich entschieden, dieses Jahr definitiv bei Werder zu bleiben.“

Zugleich reagierte der 30-Jährige humorvoll auf Berichte, er sei mit einigen Pfunden zu viel aus dem Urlaub zurückgekehrt. „Meiner Meinung nach braucht Werder definitiv mehr Gewicht“, sagte der Angreifer, der sich in dem Video auch auf einer Waage zeigte.

Kruse ist sich sicher, zum Saisonauftakt am 25. August gegen Hannover 96 in Topform zu sein. „Ich will einer der Teamführer in der Mannschaft sein und will dafür da sein, dass wir eine erfolgreiche Saison spielen.“

Witsel-Transfer stockt

Der Transfer des belgischen Nationalspielers Axel Witsel zum Bundesligisten Borussia Dortmund zieht sich hin. Der laut dem belgischen TV-Sender RTBF an diesem Montag geplante Medizincheck des 29 Jahre alten Mittelfeldspielers findet nach dpa-Informationen erst später statt. Von Borussia-Seite hieß es auf Nachfrage, man kommentiere derartige Spekulationen grundsätzlich nicht.

Aktuell steht Witsel noch bei Tianjin Quanjian in China unter Vertrag. Die festgeschriebene Ablöse liegt Medienberichten zufolge bei 20 Millionen Euro. Witsel hatte mit Belgien bei der Weltmeisterschaft in Russland den dritten Platz belegt und gehörte in sechs der sieben WM-Spiele zur Startformation.

Neue Nummer für Pizarro

Claudio Pizarro erhält nach seiner überraschenden Rückkehr zum Bundesligisten Werder Bremen die Rückennummer 4. Dies teilte der Club am Montag mit. Bislang spielte der mit 192 Treffern derzeit beste ausländische Torjäger der Bundesliga-Geschichte in seinen Bremer Zeiten mit den Nummern 10, 24 und 14. „Es zeigt auch, wie oft er zu Werder zurückgekehrt ist“, schrieb der Verein dazu bei Facebook. Nach seiner ersten Verpflichtung 2000 kam der Routinier 2008, 2009, 2015 und in diesem Sommer wieder zurück in die Hansestadt.

Werder gab die ablösefreie Verpflichtung des 39 Jahre alte Pizarro am Sonntag überraschend bekannt. Er unterschrieb einen Vertrag bis zum Saisonende. „Claudio geht es nicht ums Geld. Er hat einfach Lust zu spielen“, erklärte Bremens Sportchef Frank Baumann.

Sein Debüt soll Pizarro an diesem Montag (18.30 Uhr) im Testspiel in Lohne gegen den niederländischen Erstligisten VVV Venlo geben. „Er wird zehn bis 15 Minuten spielen“, kündigte Trainer Florian Kohfeldt an.

Fifa will WM aufarbeiten

Der Weltverband Fifa will die spielerischen und taktischen Lehren aus der WM in Russland bei einer Konferenz in London erörtern. Alle Cheftrainer und Sportdirektoren der 211 Mitgliedsverbände seien zu dem Treffen am 23. September, dem Vorabend der Weltfußballer-Gala „The Best“, eingeladen worden, teilte die Fifa am Montag mit. Dabei soll auch der Bericht der Technischen Studiengruppe über das Turnier in diesem Sommer präsentiert und der Einfluss des neu eingeführten Videobeweises diskutiert werden.

„Die WM sollte als Lern-Plattform gesehen werden, die einen positiven Einfluss auf die technische Entwicklung des Fußballs weltweit hat“, sagte Fifa-Vizegeneralsekretär Zvonimir Boban. „Durch eine Konferenz können wir alle Mitgliedsverbände auf einmal beteiligen und einen bereichernden Fußballdialog anstoßen.“

Frankreichs WM-Sieg kostet Sponsor Millionen

Frankreichs Triumph bei der Weltmeisterschaft kommt einen chinesischen Teamsponsor teuer zu stehen. Vatti, Hersteller für Küchenzubehör, musste an seine Kunden wegen des Erfolges schon umgerechnet 7,7 Millionen Euro zurückzahlen – und es ist noch nicht vorbei.

Das Unternehmen hatte allen Käufern des „Championship Package“ versprochen, den Kaufpreis im Falle eines Turniersiegs der Franzosen zu erstatten – bar oder in Gutscheinen. Sollten alle Kunden vom Angebot Gebrauch machen, sind umgerechnet zehn Millionen Euro fällig.

„Die Summe für die Rückerstattungen wird sehr hoch sein, aber sie wurde in unserem Jahresbudget berücksichtigt“, sagte Vatti-Sprecher Wang Zhaozhao dem „China Securities Journal“. „Es wird keine großen Folgen für das Unternehmen geben.“ Die Firma ist Sponsor des französischen Verbandes FFF.

Rooney trifft – und wird getroffen

Glück und Pech lagen für Wayne Rooney eng zusammen: Zunächst erzielte der Rekordtorjäger der englischen Nationalmannschaft gegen Colorado Rapids das erstes Tor für seinen neuen Club Washington D.C. United – dann erlitt er einen schmerzhaften Nasenbeinbruch nach einem Zusammenstoß mit seinem Gegenspieler Axel Sjöberg. Immerhin: Rooneys Club siegte 2:1 (1:0), auch dank des 1:0 (33.) des 32-Jährigen.

Es sei „erleichtert über das erste Tor für D.C. United“, schrieb Rooney bei Twitter. Da war die Wunde in seinem Gesicht bereits mit fünf Stichen genäht worden. Der Engländer hielt trotz der Verletzung bis zum Spielende durch. Rooney, der zuletzt in England beim FC Everton gespielt hatte, war Ende Juni nach Washington gewechselt. Beim Team aus der nordamerikanischen Profiliga MLS hatte er einen Vertrag über dreieinhalb Jahre unterschrieben.

Ibrahimovic schnürt ersten USA-Dreierpack

Zlatan Ibrahimovic hat in der nordamerikanischen Profiliga MLS zum ersten Mal drei Treffer in einem Spiel erzielt. Beim 4:3 (1:2) von Los Angeles Galaxy gegen Orlando City traf der schwedische Superstar in der zweiten Halbzeit innerhalb von 24 Minuten (47., 67. und 71.), dabei zweimal zum zwischenzeitlichen Ausgleich sowie mit seinem letzten Tor zum Sieg.

Ibrahimovic trifft dreifach für LA Galaxy

Ibrahimovic hat in 17 Spielen bereits 15-mal getroffen. Die Kalifornier liegen in der Western Conference auf Rang drei hinter dem FC Dallas und Lokalrivale Los Angeles FC.

Poulsen vom neuen RB-Trainer überrascht

An RB Leipzigs Stürmer Yussuf Poulsen sind sämtliche Neuverpflichtungen des sächsischen Fußball-Bundesligisten nach eigenem Bekunden vorbeigegangen. „Im Urlaub hatte ich mein Handy ausgeschaltet und habe erst vor vier Tagen mitgekriegt, dass wir Julian Nagelsmann ab 2019 als Trainer haben, Ralf Rangnick bis dahin übernimmt und wir drei neue Spieler geholt haben“, sagte der dänische Nationalstürmer am Sonntagabend im Trainingslager in Seefeld (Österreich).

Mit seinem dänischen Handy veröffentlichte er ein paar Urlaubsbilder auf Instagram. Sein deutsches Handy, wo offenbar alle relevanten RB-Informationen einlaufen, war ausgeschaltet.

Der 24-Jährige, der bei der WM in Russland mit Dänemark bis ins Achtelfinale kam, war wie die anderen WM-Fahrer Emil Forsberg und Timo Werner erst am vergangenen Freitag wieder bei den Sachsen ins Training eingestiegen.

Portugal U-19-Europameister

Portugals Nachwuchs hat nach drei Finalniederlagen erstmals den Titel bei der U-19-Europameisterschaft gewonnen. Die Portugiesen besiegten am Sonntag im Endspiel in Seinäjoki (Finnland) Italien mit 4:3 (1:0) nach Verlängerung.

Die Führung für die Portugiesen besorgte João Filipe kurz vor dem Halbzeitpfiff (45.+1), der auch das 2:0 durch Trincão Francisco (72.) glänzend vorbereitete. Bei beiden Toren sah der Italiens Keeper nicht gut aus. Für den überraschenden Ausgleich sorgte der Stürmer Moise Kean, der mit einem Doppelschlag innerhalb von einer Minute (75./76.) den Italienern den Einzug in die Verlängerung sicherte.

Dort war es erneut João Filipe, der mit seinem fünften Turniertor für die erneute Führung der Portugiesen (101.) sorgte. Zwar gelang Gianluca Scamacca erneut der Ausgleich (107.), doch der acht Minuten zuvor eingewechselte Pedro Correia krönte das Offensivspiel des neuen Europameisters mit seinem Tor zum 4:3 (109.). Im Gruppenspiel waren die Portugiesen den Jung-Azzurri zuvor noch mit 2:3 unterlegen.