Fußball-Ticker

Nouri-Nachfolger: Bremen hat offenbar große Namen im Visier

Lesedauer: 11 Minuten

Aktuelle Meldungen, heiße Gerüchte, scharfe Zitate, Verletzungen und Transfergeflüster. Der Fußball-Ticker hält Sie auf dem Laufenden.

Salihamidzic schließt Winter-Notkäufe aus

Hasan Salihamidzic sieht bei Bayern München im Winter keinen akuten Transferbedarf in der Offensive. Man werde „keine Notkäufe“ tätigen, sagte der Sportdirektor des deutschen Rekordmeisters am Dienstagabend vor dem Gruppenspiel in der Champions League bei Celtic Glasgow im TV-Sender Sky.

Die Bayern mussten in Schottland mit großen Personalproblemen im Angriff antreten, da neben den verletzten Thomas Müller und Franck Ribéry auch noch Torjäger Robert Lewandowski ausfiel.

„Wir sind eigentlich gut besetzt vorne“, sagte Salihamidzic, der von einer besonderen aktuellen Situation sprach. „Wir schauen uns um“, sagte er vage. Ein Mittelstürmer als möglicher Ersatz für Lewandowski müsse jemand sein, „der die Mannschaft weiterbringen kann, aber trotzdem weiß, dass er Lewandowski vor sich hat“.

Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge hatte sich auf der Schottland-Reise ebenfalls zurückhaltend zu einer möglichen Stürmer-Verpflichtung zur Rückrunde geäußert. „Das ist Aufgabe der sportlichen Leitung. Wenn die irgendeinen Namen uns sinnvoll vorträgt, dann werden wir uns damit befassen. Mal abwarten. Das ist sicherlich ein paar Wochen zu früh“, sagte der Vorstandsvorsitzende.

Bayern-Trainer Jupp Heynckes geht davon aus, dass Lewandowski nach einer kurzen Pause wegen muskulärer Probleme schon am Samstag im Bundesliga-Torspiel bei Borussia Dortmund wieder einsatzbereit ist.

Leipzig bangt um Keita

RB Leipzig bangt vor dem Champions-League-Spiel beim FC Porto am Mittwoch (20.45 Uhr/Sky und ZDF) weiter um den Einsatz von Mittelfeld-Star Naby Keita. "Wir wissen noch nicht ganz genau, ob es reicht. Er hat noch immer Schmerzen im Bein. Naby hat das Training nicht voll durchgezogen", berichtete RB-Trainer Ralph Hasenhüttl am Dienstagabend auf der Pressekonferenz nach der Ankunft in Porto.

Der Coach fügte aber optimistisch hinzu: "Ich gehe trotzdem davon aus, dass er, wenn er morgen aufwacht, sagt: 'Okay, das ist Champions League. Da beiße ich auf die Zähne.'" Der 22-jährige Keita hatte am Samstag in der Bundesliga bei Bayern München (0:2) eine Schienbeinprellung erlitten. Verzichten muss Hasenhüttl definitiv auf Stefan Ilsanker (Zehenanbruch).

Hasenhüttl hatte das letzte Training vor dem Auswärtsspiel in Porto kurzfristig für Dienstagmorgen am heimischen Cottaweg angesetzt. Normalerweise absolvieren die Teams ihre finale Einheit meist im Stadion des jeweiligen Heimteams.

Hoffenheim ohne Uth nach Istanbul

1899 Hoffenheim muss im Europa-League-Spiel bei Basaksehir Istanbul am Donnerstag (19 Uhr/Sky) auf Mark Uth und Pavel Kaderabek verzichten. Wie die Kraichgauer am Dienstag mitteilten, laboriert Uth an einer Verhärtung im Oberschenkel, Kaderabek zog sich eine Außenbandverletzung im linken Knie zu. Beide Spieler waren am Samstag bei der Niederlage gegen Borussia Mönchengladbach (1:3) angeschlagen ausgewechselt worden.

Die lange verletzten Adam Szalai und Robert Zulj nahmen am Dienstag hingegen wieder am Mannschaftstraining teil. Nach nur drei Punkten aus den ersten drei Europa-League-Partien steht Hoffenheim gegen Basaksehir unter Druck. Im Hinspiel vor zwei Wochen hatte die Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann die Türken 3:1 bezwungen.

Frankreich verlängert mit Deschamps

Der französische Verband FFF hat den Vertrag mit Nationaltrainer Didier Deschamps vorzeitig um zwei Jahre bis 2020 verlängert. Der 49 Jahre alte Weltmeister von 1998 und Europameister von 2000 hatte 2012 das Amt von Laurent Blanc übernommen. Sein alter Kontrakt wäre mit Ende der WM-Endrunde 2018 in Russland (14. Juni bis 15. Juli) ausgelaufen.

Der Verband wollte nach eigenen Angaben mit der Vertragsverlängerung ein Zeichen setzen, um eine störungsfreie Vorbereitung von Les Bleus auf das WM-Turnier im kommenden Sommer zu gewährleisten. "Für mich ist Didier der Beste, da gibt es keinen Zweifel", sagte FFF-Präsident Noel Le Graet auf einer Pressekonferenz in Paris über den früheren Kapitän der Franzosen.

Deschamps hatte bei der WM-Endrunde in Brasilien 2014 das Viertelfinale und zwei Jahre später bei der EURO im eigenen Land das Finale erreicht, das gegen Portugal 0:1 n.V. verloren wurde. Gegen die Equipe Tricolore bestreitet Weltmeister Deutschland am 14. November in Köln sein letztes Länderspiel des Jahres.

Eutin pirscht sich an Altona 93 heran

Regionalligist Eutin 08 hat den ersten Sieg nach zuletzt zehn sieglosen Partien in Serie gefeiert. In einem Nachholspiel gewann die Mannschaft des neuen Trainers Lars Callsen am Dienstag mit 4:0 gegen den Lüneburger SK Hansa.

Bereits in der dritten Minute hatte der Lüneburger Dominik Böttcher wegen einer Notbremse die Rote Karte gesehen. Danach stellten Christian Rave per Elfmeter sowie Patrick Bohnsack die Weichen auf Sieg. Nachdem Bohnsack in der 71. Minute die Gelb-Rote Karte kassierte, trafen noch Marcus Steinwarth und Freddy Kaps für die Hausherren.

Eutin bleibt weiterhin Tabellenletzter, hat mit nunmehr sieben Punkten aber wieder Anschluss an die Konkurrenz gefunden. Zum 17. Altona 93 beträgt der Abstand nur noch zwei Punkte. Das direkte Duell der Kellerkinder war am vergangenen Wochenende abgesagt worden und wurde für Mittwoch, den 15. November neu angesetzt.

Werder will offenbar Favre kontaktieren

Werder Bremen scheut bei der Suche nach einem Nachfolger für den beurlaubten Trainer Alexander Nouri offenbar keine großen Namen. Nach Informationen des Internetportals Deichstube.de will der abstiegsbedrohte Bundesligist Lucien Favre von OGC Nizza kontaktieren. Auch Thomas Tuchel stehe auf einer Kandidatenliste ganz weit oben. Nach Abendblatt-Informationen steht für den ehemaligen Dortmund-Coach ein Engagement in Bremen aber nicht zur Debatte.

Dennoch tendiere Sportchef Frank Baumann dem Bericht zufolge zu einer großen Lösung in der Trainerfrage oder alternativ zur Dauerbeschäftigung von Interimscoach Florian Kohfeldt.

„Er ist als Dauerlösung nicht ausgeschlossen“, sagte Baumann über den 35 Jahre alten bisherigen Trainer der zweiten Mannschaft Werders in der 3. Liga. Zudem hatte Baumann nach der Trennung von Nouri am Montag angekündigt, den Markt sondieren zu wollen. „Wir werden nicht nur mit freien, sondern auch mit Trainern, die unter Vertrag stehen, sprechen. Das muss korrekt und sauber ablaufen. Dafür benötigen wir Zeit“, sagte Werders Sportchef.

Der frühere Mönchengladbacher und Berliner Coach Favre steht aktuell in Nizza unter Vertrag, das Anfang Juni einen Wechsel Favres zu Borussia Dortmund abgelehnt hatte. Nach Platz drei in der Vorsaison belegen die Südfranzosen in dieser Spielzeit aktuell nur Rang 16. Schon in Gladbach und bei Hertha hatte der Schweizer Clubs in schwierigen Situationen übernommen. Tuchel ist nach seinem Aus bei Borussia Dortmund im Sommer derzeit vereinslos und war zuletzt mit Bayern München und englischen Clubs in Verbindung gebracht worden.

DFB ermahnt Julian Nagelsmann

Hoffenheims Trainer Julian Nagelsmann wird für seinen missglückten Flaschenwurf nicht bestraft, soll derartige Aktionen aber künftig unterlassen. „Der DFB-Kontrollausschuss sieht mit Zustimmung des DFB-Sportgerichts von der Einleitung eines Verfahrens gegen Hoffenheims Trainer Julian Nagelsmann ab, da das Treffen des Zuschauers mit der Plastikflasche unbeabsichtigt war und sich der Trainer nach Spielende persönlich bei dem Zuschauer sowie öffentlich entschuldigt hat“, hieß es am Montag in einer Mitteilung des Deutschen Fußball-Bundes.

Gleichwohl sei Nagelsmann aber schriftlich aufgefordert worden, „ein solches Werfen von Gegenständen im Stadioninnenraum zukünftig zu unterlassen“. Im Wiederholungsfall müsse der 30-Jährige mit einer Anklageerhebung vor dem DFB-Sportgericht rechnen.

Nagelsmann hatte am Sonnabend beim Spiel von 1899 Hoffenheim gegen Borussia Mönchengladbach (1:3) aus Wut über den Ausgleichstreffer der Gäste eine Trinkflasche hinter die Trainerbank feuern wollen. Dabei rutschte sie ihm aus der Hand und traf einen Zuschauer auf der Tribüne am Kopf. Dieser blieb unverletzt. Nagelsmann entschuldigte sich direkt nach dem Schlusspfiff bei dem Besucher und sagte später: „Es tut mir leid. Das war eine dumme Aktion, die mir nicht passieren darf - und auch nicht mehr passieren wird.“

Vor Porto: Leipzig im Abschlusstraining mit Keita

Vize-Meister RB Leipzig kann beim Champions-League-Spiel beim FC Porto am Mittwoch (20.45 Uhr/Sky und ZDF) wohl auf Mittelfeld-Star Naby Keita zurückgreifen. Der 22-Jährige, der am Samstag in der Bundesliga bei Bayern München (0:2) eine Schienbeinprellung erlitten hatte, nahm am Dienstag am Abschlusstraining in Leipzig teil. Einzig Defensivspieler Stefan Ilsanker (Zehenanbruch) fehlte der Mannschaft weiterhin.

Trainer Ralph Hasenhüttl hatte das letzte Training vor dem Auswärtsspiel in Porto kurzfristig für Dienstagmorgen am heimischen Cottaweg angesetzt. Normalerweise absolvieren die Teams ihre finale Einheit meist im Stadion des jeweiligen Heimteams.

England will mit „Poppy“-Symbol gegen Deutschland spielen

Die englische Nationalmannschaft soll beim kommenden Freundschaftsspiel gegen Deutschland mit „Poppy“-Armbinden auflaufen. Der nationale Fußball-Verband FA gab am Montag bekannt, dass er für die Partie am 11. November im Wembley-Stadion eine entsprechende Genehmigung beim Weltverband Fifa beantragt hat. Um die symbolische rote Klatschmohnblüte und das Tragen auf dem Spielfeld hatte es im vergangenen Jahr noch einen öffentlichen Streit mit der Fifa gegeben.

Die FA teilte auf ihrer Website mit, sie begrüße die Klarstellung des International Football Association Board (IFAB). Das oberste Gremium für Fußball-Regeln hatte im September einen neuen Leitfaden an alle Verbände verschickt, der laut IFAB-Boss Lukas Brud „weniger Spielraum für Interpretationen“ lässt. Die FA hofft deshalb nun auf eine Aufhebung des Verbots durch die FIFA.

Ex-Bundesligaprofi trainiert serbisches Nationalteam

Der frühere Bundesligaprofi Mladen Krstajic ist zum Interimstrainer des serbischen Fußball-Nationalteams ernannt worden. Das gab der nationale Verband am Montag in Belgrad bekannt. Er werde die Elf zunächst in den beiden Freundschaftsspielen gegen China und Südkorea führen, hieß es weiter.

Der 43-Jährige hatte seine Bundesligakarriere im Jahr 2000 bei Werder Bremen begonnen, vier Jahre später krönte er sie dort mit dem Meistertitel und dem DFB-Pokal. Zwischen 2004 bis 2009 spielte er in der Verteidigung des FC Schalke 04. Krstajic bestritt in neuen Jahren 243 Bundesligaspiele und erzielte 18 Tore. Obwohl Serbien die Qualifikation für die WM in Russland als Erster der Gruppe F geschafft hatte, war der Vertrag mit dem bisherigen Coach Slavoljub Muslin „in beiderseitigem Einverständnis“ beendet worden. Muslin war vorgeworfen worden, die Mannschaft zu wenig mit Stars wie Lazios Mittelfeldspieler Sergej Milinkovic oder dem Benfica-Torhüter Mile Svilar verjüngt zu haben.