Zweite Bundesliga

Dynamo Dresden zerlegt VfB Stuttgart in seine Einzelteile

Abgeschossen in Sachsen: Die Stuttgarter Kevin Großkreutz (v.l.), Carlos Mane, Hannes Wolf (Trainer), Berkay Özcan und Mitchell Langerak

Abgeschossen in Sachsen: Die Stuttgarter Kevin Großkreutz (v.l.), Carlos Mane, Hannes Wolf (Trainer), Berkay Özcan und Mitchell Langerak

Foto: imago sportfotodienst / imago/Sportfoto Rudel

Absteiger geht an der Elbe mit 0:5 unter. Auf Platz zwei schob sich dafür eine andere Mannschaft aus Baden-Württemberg.

Hannes Wolf hat im dritten Spiel seine erste deftige Pleite als Cheftrainer des Fußball-Zweitligisten VfB Stuttgart kassiert. Der Bundesliga-Absteiger blamierte sich nach zuletzt vier Spielen in Folge ohne Niederlage bei Aufsteiger Dynamo Dresden mit 0:5 (0:3) und fiel vorerst auf Rang fünf zurück. Für Dresden, das aus seinen vorangegangenen vier Spielen nur eine Zähler ergattert hatte, machten Stefan Kutschke (38.), Geburtstagskind Andreas Lambertz (42.), Akaki Gogia (44., 74.) und Pascal Testroet (77.) den dritten Saisonsieg und bislang höchsten Sieg von Dynamo im Profifußball perfekt.

"Diese Minuten vor der Pause haben uns gekillt. Das war ein grausamer Tag. So etwas darf uns nicht noch einmal passieren", sagte VfB-Coach Wolf nach dem Abpfiff bei Sky. Dynamo-Torschütze Lambertz war an seinem 32. Geburtstag dagegen hochzufrieden: "So hätte ich mir den Tag nicht vorgestellt. Das war toll."

Dynamo dominiert bis zum Schluss

Vor 29.906 Zuschauern agierten die Hausherren von Beginn an auf Augenhöhe mit dem Favoriten, der durch Kapitän Christian Gentner und den Portugiesen Carlos Mané bis zur Dynamo-Führung zwei gute Chancen verzeichnete. Nach Kutschkes Kopfballtreffer zum 1:0 nutzten dann Lambertz und Gogia weitere Schnitzer in der VfB-Abwehr gnadenlos aus.

Nach der Pause versuchten die Schwaben zwar, dem Spiel noch einen Wende zu geben, Dynamo hielt den Aufstiegsfavoriten aber bis zum Schluss in Schach und dominierte klar das Geschehen. In der Schlussphase schraubten die Gastgeber dann gegen desolate Schwaben durch Gogia und Testroet das Ergebnis noch in die Höhe. Beste Akteure bei Dresden waren Gogia und Lambertz, beim VfB wusste lediglich Takuma Asano nach seiner Einwechslung einigermaßen zu überzeugen.

Heidenheim jetzt schon Zweiter

Derweil hat sich mit dem 1. FC Heidenheim eine weitere Mannschaft aus Baden-Württemnerg in der Spitzengruppe festgesetzt. Das Team von Trainer Frank Schmidt kam zu einem 2:0 (2:0)-Erfolg bei der SpVgg Greuther Fürth und verbesserte sich vorerst auf den zweiten Platz. Fürth präsentierte sich ähnlich schwach wie beim Debakel vor der Länderspielpause beim VfB Stuttgart (0:4) und muss sich in der Tabelle zunehmend nach unten orientieren.

Ben Halloran (14.) und Tim Kleindienst (19.) sorgten bereits früh für die beruhigende Führung der Heidenheimer, die bei beiden Toren von Fehlern der Franken profitierten. "Wir spielen sehr konstant und wollen weiter Punkte sammeln", sagte Kleindienst nach dem Abpfiff bei Sky.

Schnatterer sprintet und bereitet vor

Vor 7325 Zuschauern war Heidenheim von Beginn an um Spielkontrolle bemüht, leistete sich zunächst aber zu viele Fehler im Spielaufbau. Besser machten es die Gäste nach der zähen Anfangsviertelstunde, als Fürths Rechtsverteidiger Khaled Narey den Ball am gegnerischen Strafraum leichtfertig an Marc Schnatterer verlor. Der FCH-Kapitän sprintete über das halbe Spielfeld und bediente Halloran mustergültig per Flanke. Beim 2:0 setzte sich Kleindienst per Kopf gegen drei Gegenspieler durch.

Fürth gelang auch nach dem Seitenwechsel zunächst nicht viel. Mittelfeldspieler Damjan Djokovic, der kurz zuvor verpflichtet worden war und gleich in der Startelf stand, machte kaum auf sich aufmerksam. Nach 58 Minuten war sein Debüt beendet. Heidenheim zog sich zunehmend zurück und lauerte auf Konter, ernsthaft in Gefahr geriet der Sieg nicht mehr.