Fussball-Ticker

Land Bremen will 1,7 Millionen Euro - DFL klagt

Bremen will als erstes Land die Bundesliga für Polizeieinsätze bei Fußballspielen mit Gewaltpotenzial zur Kasse bitten

Bremen will als erstes Land die Bundesliga für Polizeieinsätze bei Fußballspielen mit Gewaltpotenzial zur Kasse bitten

Foto: Carmen Jaspersen / dpa

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Forderungen von bis zu 1,7 Million Euro vom Land Bremen - DFL klagt

Das Land Bremen fordert inzwischen mindestens 1,2 Millionen Euro von der Deutschen Fußball-Liga (DFL) für Polizeieinsätze bei sogenannten Risikospielen in der Bundesliga. Diese Summe könnte noch auf rund 1,7 Millionen Euro ansteigen. Dies teilte die Sprecherin des Bremer Innensenators Ulrich Mäurer (SPD) der Deutschen Presse-Agentur mit. Gegen eine von bislang zwei konkreten Rechnungen des Landes hat die DFL inzwischen Klage vor dem Verwaltungsgericht Bremen eingereicht, arbeitet aber noch an der Begründung. Bis zu einem Verhandlungstermin dürfte es noch etwas dauern.

Bayern viertwertvollster Club Europas

Bayern München ist laut der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG der wertvollste deutsche Verein und auf Platz vier in Europa platziert. Das Unternehmen analysierte die 32 führenden Clubs Europas und schätzt die Münchner auf 2,2 Milliarden Euro. Angeführt wird das Ranking von Real Madrid und Manchester United mit einem geschätzten Wert von jeweils 2,9 Milliarden Euro.

In Borussia Dortmund (830 Millionen Euro/Platz 11) und Schalke 04 (624 Millionen Euro/Platz 13) finden sich nur zwei weitere Bundesligisten in der Liste wieder. Die Premier League ist hingegen mit sieben Vereinen besonders stark vertreten. Der milliardenschwere TV-Deal hatte signifikanten Einfluss auf den Wert der englischen Teams.

KPMG bewertete die Klubs anhand von fünf Kriterien: Profitabilität, Popularität, sportliches Potenzial, Fernsehrechte und Stadion-Eigentumsrechte. Das Unternehmen prüfte dafür die öffentlich zugänglichen finanziellen Informationen der Klubs.

Insgesamt schätzt das Unternehmen den Gesamtwert der Fußballklubs auf 26,3 Milliarden Euro. Allein die Top 3 Real Madrid, Manchester United und FC Barcelona (2,8 Milliarden) machen dabei ein Drittel des kumulierten Werts der 32 Teams aus.

Pyro-Missgeschick in Aufstiegsspiel

Der VfL Wolfsburg II hat sich in den Qualifikations-Hinspielen zur 3. Liga die beste Ausgangsposition erarbeitet. Die Wolfsburger gewannen am Mittwoch gegen den SSV Jahn Regensburg mit 1:0 (1:0) und waren damit einziger Sieger in den drei Partien. Die Sportfreunde Lotte und der SV Waldhof Mannheim trennten sich torlos, die SV Elversberg und der FSV Zwickau spielten 1:1 (0:0). Die Rückspiele finden am Sonntag statt.

Die Entscheidung in Wolfsburg fiel bereits in der 12. Minute, als Jannis Pläschke mit einem Distanzschuss erfolgreich war. Zwar mühte sich der Meister der Regionalliga-Süd im Anschluss um den Ausgleich, doch zwingende Chancen erarbeitete sich das Team von Trainer Heiko Herrlich nicht.

In Lotte hatte Waldhof Mannheim zunächst mehr vom Spiel. Als Yannick Sommer in der Anfangsphase nicht traf, wurden die Gastgeber stärker. Allerdings vermochten sie es ebenfalls nicht, beste Möglichkeiten zu verwerten. Selbst ein indirekter Freistoß auf der Fünf-Meter-Linie fand nicht den Weg ins Mannheimer Tor.

Für den größten Aufreger sorgten die Mannheimer Ultras, die kurz vor dem Wiederanpfiff durch bengalische Feuer die eigene Zaunfahne in Brand setzten. Auch die Hose eines Waldhof-Fans fing durch die Pyrotechnik Feuer. In den sozialen Netzwerken belustigten sich zahlreiche Beobachter über das Missgeschick im Gästeblock.

Zufriedenheit herrschte bei Nordost-Meister FSV Zwickau nach dem 1:1 in Elversberg. Das wichtige Auswärtstor gelang Abwehrchef Sebastian Mai in der 68. Minute per Kopf. Zuvor waren die Schützlinge von Trainer Michael Wiesinger in Führung gegangen. Maximilian Osterhelweg markierte nach 66 Minuten die verdiente Führung für Elversberg, das zudem zweimal den Pfosten des Zwickauer Tores getroffen hatte. Nach dem Ausgleich allerdings waren die Gäste die bessere Mannschaft und dem Siegtor näher.