2. Bundesliga

Darmstadt feiert „Big Points“ gegen Kaiserslautern

Der Darmstädter Hanno Behrens (r) freut sich mit Marco Sailer über sein Tor zum vorentscheidenden 3:1

Der Darmstädter Hanno Behrens (r) freut sich mit Marco Sailer über sein Tor zum vorentscheidenden 3:1

Foto: Roland Holschneider / dpa

Lautern verliert das Spitzenspiel in Darmstadt trotz eines Geniestreiches von HSV-Leihgabe Demirbay. Braunschweig feiert Dänen-Joker.

Darmstadt 98 hat im Spitzenspiel der 2. Fußball-Bundesliga den 1. FC Kaiserslautern besiegt und träumt vom Durchmarsch. Der Aufsteiger bezwang den FCK am Samstag im ausverkauften Stadion am Böllenfalltor 3:2 (3:1). Damit schoben sich die Lilien am 31. Spieltag auf den Relegationsplatz und bis auf einen Punkt an die zweitplatzierten Lauterer heran, die wieder um ihre Bundesliga-Rückkehr zittern müssen. Zuletzt hatte der FCK acht Spiele in Serie nicht verloren.

Darmstadt ließ sich vor 16.150 Zuschauern auf dem Weg zum ersten Sieg seit vier Spielen auch von einem kuriosen Gegentor nicht aufhalten. HSV-Leihgabe Kerem Demirbay (13.) hatte einen Eckball direkt verwandelt, Torhüter Christian Mathenia sah dabei ganz schlecht aus.

Sechs Minuten später brachte FCK-Torwart Marius Müller im Strafraum Marcel Heller spektakulär zu Fall, Romain Brégerie verwandelte den folgenden Elfmeter. Ronny König (22.) und Hanno Behrens (40.) nutzen weitere Fehler der Gäste-Defensive, die zudem bei einem Pfostenkopfball Königs (47.) Glück hatte. Kevin Stögers Freistoßtor in der 88. Minute, erneut begünstigt durch einen krassen Fehler Mathenias, kam zu spät.

Kaiserslautern hatte das Spiel nur in den ersten zwanzig Minuten im Griff. Danach war Darmstadt zweikampfstärker, läuferisch überlegen und zwingender als der Gegner, der in der Offensive einfallslos wirkte. Nur bei Standardsituationen strahlte der FCK Gefahr aus, wie erneut bei einer aufs Tor gezogenen Ecke von Demirbay (60.).

Bei den Darmstädtern taten sich Heller und Brégerie besonders hervor. Beste Spieler der Gäste waren Kevin Stöger und Demirbay.

Joker Berggreen lässt Braunschweig träumen

Im zweiten Spiel am Sonnabend hielten zwei Joker-Tore von Emil Berggreen bei Eintracht Braunschweig die Hoffnung auf den direkten Wiederaufstieg am Leben. Der Däne traf mit seiner ersten Ballberührung in der 59. Minute zur Führung und machte zehn Minuten später den 2:0 (1:0)-Sieg der Niedersachsen am 31. Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga gegen den FSV Frankfurt perfekt.

Braunschweig liegt mit 50 Punkten als Fünfter drei Zähler hinter Darmstadt auf dem Relegationsplatz drei. Für Frankfurt war es das neunte Spiel in Folge ohne Dreier.

Braunschweig tat sich vor 21.050 Zuschauern fünf Tage nach dem hart erkämpften 4:2 gegen Erzgebirge Aue eine Halbzeit lang schwer gegen engagierte Hessen, die in der 37. Minute in Führung hätten gehen müssen, als Vincenzo Grifo nach einem Torwartfehler aufs leere Tor schoss. Doch Saulo Decarli klärte noch vor der Linie.

Nach dem Seitenwechsel erhöhte Braunschweig Druck und Tempo, brauchte aber letztlich eine Standardsituation zur Führung. Der wenige Sekunden zuvor eingewechselte Berggreen, der schon gegen Aue den vorentscheidenden Treffer zum 3:2 erzielt hatte, schoss aus dem Getümmel das 1:0. Nach einem Konter war der Däne erneut aus kurzer Distanz erfolgreich und entschied die Partie.

Bei Braunschweig überzeugten Decarli und Berggreen, Frankfurt hatte in Grifo und Mario Engels seine Aktivposten.