Fußball aus aller Welt

Emirates vor dem Abflug, Ronaldo mit Rekord, Mustafi trifft doppelt

Rückzieher: Seine Imageprobleme kosten den Weltverband Fifa offenbar einen langjährigen Hauptsponsor. Wie der „Spiegel“ berichtet, verzichtet die Fluglinie Emirates besonders auch wegen des negativen Ansehens der Fifa auf eine Verlängerung der zum Jahresende auslaufenden Zusammenarbeit. Emirates ist auch Trikotsponsor bei Real Madrid, dem FC Arsenal sowie dem Hamburger SV. Auch beim HSV erwägt Emirates einen Ausstieg. Ebenfalls vor dem Aus als Fifa-Sponsor steht der japanische Elektronikgigant Sony. Den Ausfall der Einnahmen durch beide Sponsoren scheint die Fifa, die im Zuge der Vergabe der WM-Endrunden 2018 an Russland und 2022 an Katar unter Korruptionsverdacht geraten ist, auffangen zu können – für Emirates soll pikanterweise Qatar Airways einsteigen wollen.

Rückfall: Das altehrwürdige Camp Nou erlebte wieder einmal einen historischen Abend. Aber anstatt den Torrekord von Superstar Lionel Messi zu feiern, mussten die Katalanen gegen Celta Vigo eine 0:1-Niederlage hinnehmen. Erstmals seit 73 Jahren verlor Barca vor eigenem Publikum gegen den Club aus der Hafenstadt, erstmals seit Oktober 2011 blieb das Team in der Liga zu Hause ohne Torerfolg. So muss Messi weiter auf sein 251. Tor in der Liga warten, der Rekord von Telmo Zarra besteht. Innerhalb von einer Woche verspielte Barca zudem einen Vierpunktevorsprung auf Real Madrid. Die Königlichen siegten beim FC Granada 4:0. Cristiano Ronaldo stellte einen Rekord auf. Als erstem Spieler in der Geschichte von Real gelang dem Weltfußballer in acht Ligaspielen in Folge mindestens ein Treffer. Gleich zwei Treffer markierte Weltmeister Shkodran Mustafi beim 3:1-Erfolg des FC Valencia beim FC Villarreal. Valencia ist nun hinter Real Zweiter.

Rückstand: Englands Rekordmeister Manchester United verharrt in der Premier League auf Rang acht. Im 168. Stadtderby bei Meister Manchester City verlor ManU mit 0:1 (0:0). Das Tor des Tages erzielte der Argentinier Sergio Agüero (64.). Er stellte damit den vierten Derbysieg in Serie sicher. Das hatte es zuletzt in den 70er-Jahren gegeben. In der Tabelle bleibt ManCity mit 20 Zählern nach dem zehnten Spieltag Dritter. Spitzenreiter FC Chelsea (26) hat weiter sechs Punkte Vorsprung. Starcoach José Mourinho legte sich aber mit den eigenen Fans an. „Momentan sind Heimspiele schwierig, weil man sich wie in einem leeren Stadion vorkommt. Das ist frustrierend“, sagte der Portugiese nach dem 2:1-Sieg gegen die Queens Park Rangers zur Stimmung an der Stamford Bridge.

Rückkehr: Nationalstürmer Mario Gomez hat bei seinem Comeback in der Serie A mit dem AC Florenz eine Niederlage kassiert. Das Team von Trainer Vincenzo Montella verlor am zehnten Spieltag 1:3 bei Sampdoria Genua. Gomez wurde nach sechs Wochen Verletzungspause in der 69. Minute eingewechselt. Im Titelkampf patzte der AS Rom kurz vor dem Champions-League-Duell mit dem FC Bayern und verlor 0:2 beim SSC Neapel. Meister Juventus Turin baute seinen Vorsprung durch ein 2:0 bei Aufsteiger Empoli wieder aus.

Rückspiel: Zum zweiten Mal nach 1988 hat der algerische Verein ES Sétif die afrikanische Champions League gewonnen. Sétif schaffte am Sonnabend gegen den kongolesischen Club AS Vita Club ein 1:1. Das Hinspiel war 2:2 ausgegangen. Die asiatische Champions League gewannen erstmals die erst vor zwei Jahren gegründeten Western Sydney Wanderers aus Australien (0:0/1:0 gegen Al Hilal aus Saudi-Arabien). Somit ist das Teilnehmerfeld der Club-WM vom 10. bis 20. Dezember in Marokko perfekt. Real Madrid (Europa), der mexikanische CD Cruz Azul (Nord- und Mittelamerika), der argentinische CA San Lorenzo de Almagro (Südamerika), Auckland City FC aus Neuseeland (Ozeanien) sowie Maghreb Tétouan aus Marokko standen bereits fest.

Rücksichtslos: In der 4. Schweizer Liga ist ein Spieler nach einer Attacke auf den Schiedsrichter für 50 Jahre gesperrt worden. Dies berichtet die Tageszeitung „Blick“. Demnach habe Ricardo Ferreira, 28, vom Portugal Futebol Clube dem Unparteiischen nach dem 0:1 gegen den SC Worb den Ball aus kurzer Entfernung mit voller Wucht ins Gesicht geschossen. Der benommene Referee zog die Rote Karte und mühte sich in die Kabine, auf dem Weg dahin soll Ferreira ihn dann noch mit Wasser bespritzt und übelst beleidigt haben.