Ex-Bundestrainer Uli Stielike startet Abenteuer in Südkorea

Seoul/Frankfurt. Einen modischen Fehltritt erlaubte sich Uli Stielike diesmal nicht. In feinem Zwirn, rosa Hemd und der farblich perfekt abgestimmten Krawatte kehrte der 59-Jährige als neuer Cheftrainer der südkoreanischen Nationalmannschaft auf die Fußballbühne zurück. „Diese Mannschaft verfügt über eine exzellente Qualität und erfährt großartige Unterstützung von den Fans“, schwärmte Stielike bei seiner offiziellen Vorstellung im Stadion von Goyang. „Ich blicke einer glänzenden Zukunft entgegen. Ich bin fest davon überzeugt, dass Südkorea ein Topteam im internationalen Fußball werden kann.“

Der einstige Mittelfeldstar, der 1998 bei seiner Präsentation als Co-Trainer der DFB-Auswahl mit einem extravaganten Karosakko für Aufsehen gesorgt hatte, soll die „Taeguk Warriors“ zur WM 2018 nach Russland und im Idealfall 2015 zur ersten Asienmeisterschaft seit 55 Jahren führen. Bis dahin aber sind noch zahlreiche Baustellen zu schließen. Kurz nach seiner Inthronisierung konnte sich Stielike beim Test gegen Uruguay erstmals ein Bild von seinem Team machen. Nach dem 0:1 war seine erste Prognose eingetroffen: „Ich kann nicht garantieren, dass wir jedes Spiel gewinnen.“