Fußball aus aller Welt

Manchester-United-Fans stärken vor Bayern-Spiel Trainer Moyes

Vierte Niederlage. Die Situation für Felix Magath und seinen FC Fulham im Abstiegskampf der englischen Premier League wird immer prekärer. Trotz einer kämpferisch starken Leistung seiner Mannschaft und eines Tores des früheren deutschen U21-Nationalspielers Ashkan Dejagah unterlag Fulham am Sonntag mit 1:3 gegen den Fünften FC Everton. Magaths Bilanz auf der Insel: vier Niederlagen, ein Remis, ein Sieg – bislang zu wenig, um den Abstieg mit den West-Londonern zu vermeiden. Die entscheidenden beiden Gegentore fielen erst in den letzten zwölf Minuten. „Wir haben die Abwehrarbeit vergessen“, kritisierte Magath, „aber noch sind wir nicht abgestiegen.“ Durch die erneute Niederlage hat sich am Tabellenende der Abstand für Fulham auf einen Nicht-Abstiegsplatz auf fünf Punkte vergrößert.

Fans für Moyes. Kurz nach dem Anpfiff des Spiels zwischen Manchester United und Aston Villa kreiste ein Flugzeug mit dem Banner „Der Falsche – Moyes raus“ über dem Stadion Old Trafford. Doch statt Zustimmung gab es Pfiffe gegen die aufwändige Protestaktion einiger frustrierter Anhänger des taumelnden Meisters. Moyes wurde dagegen vor und nach dem 4:1-Sieg mit Applaus bedacht. Trotz des Sieges ist die Chance auf eine erneute Qualifikation für die Champions League angesichts von zehn Punkten Rückstand auf Platz vier verschwindend gering. Am Dienstag (20.45 Uhr/Sky) schon steht der Schulterschluss zwischen den Fans und dem bislang glücklosen Teammanager erneut auf dem Spiel: Im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League kommt Bayern München. „Wir haben eine schwierige Aufgabe gegen die momentan wahrscheinlich beste Mannschaft Europas“, sagte Moyes.

Klose hat kein Rücken . Rücken heil, Ball im Tor: Miroslav Klose hat sich in der italienischen Serie A nach zwei Wochen Pause wegen Rückenbeschwerden mit einem Tor zurückgemeldet. Der deutsche Nationalspieler traf in der 67. Minute zum 2:1 für Lazio Rom beim 3:2-Sieg im wichtigen Spiel um die Europa-League-Teilnahme gegen den direkten Konkurrenten FC Parma. Roms Siegtreffer erzielte Antonio Candreva erst in der Nachspielzeit.

Verwöhnte Fans. Fünf Tore und trotzdem Pfiffe aus dem Publikum: Bei Real Madrid konnte sich über den 5:0-Sieg gegen den kleinen Stadtrivalen Rayo Vallecano niemand so recht freuen. Denn die Hoffnung, vier Tage vor dem Champions-League-Spiel gegen Borussia Dortmund in der Primera División verlorenen Boden gutzumachen, wurde enttäuscht. Lokalrivale Atlético verteidigte mit einem 2:1-Erfolg bei Athletic Bilbao die Tabellenführung, der FC Barcelona gewann das Stadtderby bei Espanyol 1:0 durch einen Elfmeter von Lionel Messi mit 1:0. Im Bernabéu-Stadion gab es bei strömendem Regen sogar für Weltfußballer Cristiano Ronaldo Pfiffe. „Ich verstehe die Pfiffe, denn manchmal haben wir sie verdient“, meinte Trainer Carlo Ancelotti. „Aber ich kann es nicht nachvollziehen, dass man Cristiano auspfeift.“ Der Portugiese hatte Real in der in der 15. Minute in Führung geschossen. Der Ex-Leverkusener Daniel Carvajal (55.), Gareth Bale (68., 70.) und Morata (78.) erzielten die weiteren Treffer.

Todesopfer in Schweden. Ein schwedischer Fußballfan ist am Sonntag bei Ausschreitungen vor der Partie zwischen Helsingborg und Djurgarden Stockholm gestorben. Nach Angaben lokaler Medien wurde der 44 Jahre alte Djurgarden-Anhänger von einem Wurfgeschoss am Kopf getroffen und erlag später im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen. Die Begegnung vom ersten Spieltag der schwedischen Meisterschaft wurde in der 41. Minute beim Stande von 1:1 abgebrochen.

Zynismus am Golf. Katar richtet nach der weltweiten Kritik an den Zuständen auf den Baustellen für die WM 2022 ein Fußballturnier für Fremdarbeiter aus. Die Lebensbedingungen der Arbeiter stehen weltweit in der Kritik, einem Bericht zufolge könnte es bis Turnierbeginn 2022 zu 4000 Todesfällen auf WM-Baustellen kommen. „Wir sorgen uns um die Arbeiter, schließlich bauen sie die Stadien und Anlagen“, sagte PR-Manager Nasser Kuwari: „Wir wollten ein Event, von dem die Arbeiter sagen können, dass es nur ihnen gehört.“ 24 Mannschaften kicken bis Ende April um den „Arbeiter-Cup“ – dem Siegerteam winken 3620 Euro. Ob sie dafür bis zum Umfallen kämpfen …