Bundesliga-Kolumne

Labbadia feiert, Pfiffe gegen Magath

Jubel bei Stuttgart. Bruno Labbadia wusste nicht, wohin mit seinen Glücksgefühlen. Der Trainer des VfB Stuttgart hüpfte vor Freude wie ein HB-Männchen an der Seitenlinie umher. Seine Spieler feierten das 2:0 durch Tore von Timo Gebhardt (64) und Tamas Hajnal (68.) im Abstiegskampf bei Eintracht Frankfurt als lang ersehnten Befreiungsschlag, mit dem sie den Abstand zum Relegationsplatz 16 auf zwei Zähler verkürzten. Die Mannschaft von Trainer Michael Skibbe wartet dagegen seit nunmehr sieben Spielen auf einen Torerfolg. Während die Stuttgarter, bei denen Matthieu Delpierre (17.) nach einer Tätlichkeit gegen Maik Franz die Rote Karte gesehen hatte, neue Hoffnung schöpfen, herrscht bei der Eintracht Untergangsstimmung. "Wenn wir so weitermachen, dann können wir uns direkt das Bahnticket für die Zweite Liga besorge", meinte Marco Russ.

Glücksmomente am Rhein. Lukas Podolski sprang über die Balustrade, kletterte auf den Zaun und gab den Animateur. Mit seinem Heber in der 89. Minute hatte er für Kölns 1:0-Sieg über den SC Freiburg und damit für den fünften Heimerfolg gesorgt. "Am Ende muss man auch mal Glück haben", sagte er in aller Bescheidenheit. Als Vater des Kölner Erfolgs gilt der neue Trainer Frank Schaefer, der seit seinem Amtsantritt im Oktober 24 von 45 möglichen Punkten holte.

Revanche gegen den HSV. "Wir haben noch eine Rechnung offen. Der HSV hat unseren alleinigen Startrekord nach unseren sieben Siegen verhindert", erklärte Andreas Ivanschitz, Torschütze für den FSV Mainz 05, nach dem 2:1-Sieg bei 1899 Hoffenheim. Am Sonntag gastieren die Mainzer in der Imtech-Arena.

Ärger bei Schalke. Die Fans senkten den Daumen: Seiner Internet-Kampagne bei Facebook zum Trotz verliert Felix Magath auf Schalke rasend schnell die Freunde. Nach dem enttäuschenden 1:1 (0:1) gegen den 1. FC Nürnberg, das dem Vizemeister die letzte Chance auf einen Europapokalplatz in der Bundesliga raubte, fiel das Votum des königsblauen Anhangs eindeutig aus: "Felix gefällt uns nicht mehr." Das Transparent sprach vielen aus der Seele, wie die gellenden Pfiffe und "Magath raus"-Rufe bestätigten. Im Internet hatten bis dahin 140 000 den "Gefällt mir"-Button angeklickt.

Torjäger. 1. Gomez (Bayern München, 18 Tore), 2. Cisse (Freiburg, 16), 3. Gekas (Frankfurt, 14).