"Clásico"

Özil trifft im Duell der Superlative auf seinen Traumverein

Es ist das Spiel aller Spiele im Vereinsfußball. Im Camp Nou stehen sich heute (21 Uhr im Liveticker) der FC Barcelona und Real Madrid gegenüber.

Barcelona. Özils Premiere. Der ewige Schlager FC Barcelona gegen Real Madrid wird zum "Clásico" der Superlative. Auf dem Rasen werden sich heute Abend (21 Uhr/live bei Bild.de und im Liveticker auf abendblatt.de) 13 Weltmeister und zehn Kandidaten für den Titel des Weltfußballers des Jahres gegenüberstehen. Das vom Duell zwischen Lionel Messi und Cristiano Ronaldo überstrahlte Spitzenspiel wird die erste Ligapartie sein, die in praktisch allen Regionen der Welt im Fernsehen zu sehen sein und ein Publikum von bis zu 400 Millionen TV-Zuschauer erreichen wird. "Es ist das größte Derby der Welt, alle schauen zu. Das wird ein geiles Spiel", sagte der neue Real-Star Mesut Özil der "Bild am Sonntag". Kurios: Noch nach Bekanntgabe seines Wechsels von Werder Bremen im Sommer nannte der Nationalspieler auf seiner Homepage den FC Barcelona als seinen Traumverein. Real und Barcelona sind mit ihren Budgets von 450 und 405 Millionen Euro die zahlungskräftigsten Fußballvereine der Welt. Die Madrilenen haben unter ihrem neuen Trainer José Mourinho noch kein Spiel verloren. Das Star-Ensemble führt die Primera División mit einem Punkt Vorsprung vor dem Erzrivalen an. Özil und Sami Khedira können darauf hoffen, ihren ersten "Clásico" mitzuerleben. Der Ex-Stuttgarter Khedira hat seine Muskelbeschwerden überwunden. Auch Özil wird nach Angaben des Sportblatts "Marca" in der Anfangsformation stehen.

Inters Befreiungsschlag. Dejan Stankovic hat den italienischen Meister Inter Mailand mit einem Dreierpack vorerst aus der Krise geschossen. Der Serbe erzielte beim 5:2 (3:2) gegen den FC Parma seine ersten drei Tore der Saison und beendete Inters Serie von vier sieglosen Spielen. Lokalrivale und Tabellenführer AC Mailand kam bei Sampdoria Genua trotz des Führungstors durch Robinho nicht über ein 1:1 (1:0) hinaus. Aber auch die Verfolger Lazio Rom und Juventus Turin mussten sich mit diesem Resultat zufriedengeben. Rekordmeister Juventus musste gegen Florenz nach einem frühen Eigentor von Marco Motta (4.) sogar lange einem Rückstand hinterherlaufen. Simone Pepe gelang immerhin der späte Ausgleich (82.).

Berbatows Fünferpack. Dimitar Berbatow streckte beide Arme in die Höhe, ging gemächlich in Richtung Fans und genoss die Standing Ovations im "Theater der Träume". Mit fünf Toren beim 7:1-Sieg von Manchester United gegen die Blackburn Rovers hat sich der Ex-Leverkusener in die Geschichtsbücher der englischen Premier League geschossen. Ausgerechnet Berbatow, der zuvor über 13 Stunden lang nicht getroffen hatte, schaffte einen Fünferpack. "Wir warten seit Wochen darauf, dass bei ihm der Knoten platzt, und nun so was", sagte Teamchef Sir Alex Ferguson kopfschüttelnd. Die One-Man-Show des Bulgaren veranlasste sogar den knurrigen Schotten zu einem überschwänglichen Lob: "Das war einfach fantastisch." Berbatow, der bei ManU immer im Schatten Wayne Rooneys stand, ist der vierte Spieler in der 18-jährigen Premier-League-Geschichte, dem fünf Tore in einem Spiel gelangen. Dank Berbatow eroberte Manchester erstmals in der Saison die Tabellenspitze, denn der FC Chelsea kam bei Newcastle United nur zu einem 1:1. "Magpies"-Stürmer Andrew Carroll nutzte früh einen Abwehrfehler und schockte den bisherigen Spitzenreiter (6. Minute). Salomon Kalou glich mit einem abgefälschten Schluss aus (45.).

Beckhams Offerte. David Beckham hat den Lockruf des FC Everton vernommen und zeigte sich von dem Angebot des englischen Premier-League-Vereins "geschmeichelt". Der Trainer der "Toffees", David Moyes, hatte zuvor verkündet, sich ein zeitweiliges Engagement von Beckham vorstellen zu können. "Ich hoffe, dass er mich anruft, falls er kommen will", sagte Moyes, der 1995 kurzzeitig mit dem damals 19 Jahre alten Mittelfeldstar bei Preston North End spielte. Der 35-jährige Beckham betonte aber dass sein Vertrag bei Los Angeles Galaxy noch ein Jahr gültig sei.

Ozeaniens Forderung. Nach der Sperre für Vizepräsident Reynald Temarii will Ozeaniens Kontinentalverband ein Ersatzmitglied für die Exekutive des Weltverbandes Fifa benennen. Das Gremium vergibt am Freitag die WM-Endrunden 2018 und 2022. Der Tahitianer Temarii und Amos Adamu aus Nigeria sind wegen Korruptionsvorwürfen gesperrt. Eine fehlende Stimme aus Ozeanien würde die Chancen der australischen Bewerbung für 2022 schmälern.