87 Prozent aller Fernsehzuschauer sahen Englandspiel

Erasmia. Die ARD freut sich über einen Rekord-Marktanteil. 87,2 Prozent aller Fernsehzuschauer hatten am Sonntagnachmittag den deutschen 4:1-Sieg gegen England gesehen. Quoten, die es in den 60er-Jahren bei Durbridges "Halstuch" gegeben hatte. Dagegen lag die reine Zuschauerzahl mit 25,57 Millionen Menschen um rund vier Millionen unter den bisherigen Bestmarken, was vor allem dem Sommerwetter geschuldet sein dürfte. "Es ist schwierig zu ermitteln, wie viele Zuschauer beim Public Viewing waren", sagte ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky. "Die Schätzungen reichen von sechs bis zwölf Millionen." Den Marktanteil nannte Balkausky "grandios".

Für die 23 deutschen WM-Kicker füllt sich unterdessen die Urlaubskasse. Aber auch für den Deutschen Fußball-Bund (DFB) wird das Turnier in Südafrika zum Geschäft. Mit zwölf Millionen Euro honoriert der Weltverband Fifa den Einzug ins Viertelfinale. Der DFB wiederum zahlt Kapitän Philipp Lahm & Co. für den Vorstoß in die Runde der letzten acht Mannschaften 50 000 Euro pro Mann. Bei einem weiteren Sieg am Sonnabend in Kapstadt gegen Argentinien würde sich die WM-Prämie auf 100 000 Euro verdoppeln. Beim Titelgewinn gäbe es für jeden der 23 Spieler sowie alle Mitglieder des Trainerteams sogar 250 000 Euro.