Mexiko hofft auf die Zukunft - Trainer Aguirre lässt die eigene offen

Johannesburg. Sachlich, gefasst und erstaunlich ruhig richtete Mexikos Trainer Javier Aguirre den Blick in die Zukunft. "Es ist eine großartige Generation junger Spieler. Ich bin mir sicher, dass sie in vier Jahren an der Spitze mitmischen werden", sagte der 51-Jährige nach der 1:3-Niederlage gegen Argentinien und dem Aus im Achtelfinale. Das umstrittene Gegentor zum 0:1 wollte er nicht als Ausrede gelten lassen. "Jeder ist ein Mensch. Schieds- und Linienrichter müssen in Sekunden Entscheidungen treffen. Auch wir haben dies und das falsch gemacht, ich habe manches falsch gemacht", befand Aguirre.

Ob der in der Heimat umstrittene "El Vasco" (der Baske), wie der Sohn baskischer Einwanderer genannt wird, Mexiko in die Zukunft begleiten darf, ist offen. Der Blick auf das Ergebnis ist gnadenlos: Die Revanche gegen Argentinien, das schon im WM-Achtelfinale von Leipzig 2006 gesiegt hatte, blieb aus. Wie immer seit 1986 wurde auch diesmal der Einzug ins Viertelfinale verpasst. Zu seiner Zukunft befragt, ließ Aguirre wissen, er wolle erst mit dem Präsidenten des Verbandes darüber sprechen. Er würde seine Arbeit jedoch gern weiterführen. "Ich habe 48 Monate mit dem Team gearbeitet und weiß, wovon ich rede", sagte er.