Mehr offensive Kräfte gegen den WM-Gastgeber

Uruguay setzt neben den etatmäßigen Angreifern Forlan und Suarez auch auf Cavani

Kimberley. Die "Urus" blasen gegen Gastgeber Südafrika zum Angriff. Nach dem 0:0 zum Auftakt gegen Frankreich wird Uruguay heute (20.30 Uhr/ARD) gegen die "Bafana Bafana" in Pretoria mit einem zusätzlichen Angreifer auflaufen. Trainer Oscar Tabárez gab bekannt, dass Edinson Cavani im Loftus-Versfeld-Stadion für Mittelfeldmann Ignacio González (Levadiakos) ins Team rückt. Cavani werde neben Atletico-Madrid-Star Diego Forlán und Luis Suárez von Ajax Amsterdam stürmen, verriet Tabárez. Forlán werde allerdings etwas zurückgezogen agieren.

Neben der Hereinnahme von Cavani vom italienischen Erstligisten US Palermo gibt es bei Uruguay eine zweite personelle Änderung. Jorge Fucile vom portugiesischen Spitzenklub FC Porto löst Luciano Victorino als linken Außenverteidiger ab. "Diese neue Elf wird den Eigenschaften des Gegners gerecht", erklärte Tabárez. Als Journalisten nach weiteren Erklärungen drängten, reagierte der 63 Jahre alte Trainer, der von Fans und Medien zu Hause "Lehrer" gerufen wird, schroff: "Da kann ich ja gleich hier die Taktik verraten." Mittelfeldspieler Nicolas Lodeiro (Ajax) ist nach seiner Gelb-Roten Karte für die Partie gesperrt.

Die Politiker in der Heimat sind auf jeden Fall heiß auf das Spiel. Die Abgeordneten des Parlaments haben ihre Sitzungen allesamt auf den Morgen gelegt, um die Partie am Nachmittag (Ortszeit) vor dem Fernseher verfolgen zu können.

Südafrika: Khune - Gaxa, Mokoena, Khumalo, Masilela - Modise, Letsholonyane, Dikgacoi, Tshabalala - Pienaar - Mphela.

Uruguay: Muslera - Maxi Pereira, Lugano, Godin, Fucile - Arevalo Rios, Perez, Alvaro Pereira - Forlan - Suarez, Cavani.

Schiedsrichter: Busacca (Schweiz).