Australiens Keeper richtet Appell an die Führungsspieler

Muldersdrift. Nach der deutlichen 0:4-Auftaktniederlage gegen Deutschland steht Australiens Nationalcoach Pim Verbeek in der Kritik. "Pim hat kalte Füße gekriegt", kommentierte die Zeitung "The Australian" Verbeeks System mit nur einem Stürmer. "Keine Entschuldigungen mehr - Pim muss etwas riskieren, wenn die Socceroos überleben wollen." Der niederländische Coach müsse seine "konservative Vorsicht in den Wind schießen", pflichtete der "Sunday Morning Herald" bei.

Ohnehin mangele es Verbeek - gerade im Vergleich mit seinem populären Vorgänger Guus Hiddink, der die Australier 2006 ins WM-Achtelfinale geführt hatte - an Charisma. "Ihm fehlt Hiddinks Midas-Goldhändchen; sie scheinen zwei Seiten einer Münze zu sein", schrieb der "Sunday Morning Herald" über die beiden Niederländer.

Unterdessen nahm Nationalkeeper Mark Schwarzer die älteren Profis in die Pflicht, damit am Sonnabend gegen die zum Auftakt siegreichen Ghanaer (1:0 gegen Serbien) der drohende K. o. abgewendet wird. "Wir müssen uns sammeln und uns aufrichten", sagte Schwarzer und ergänzte: "Wir müssen unsere Erfahrung nutzen, um uns um jeden zu kümmern."

Zugleich betonte der 37-Jährige, dass die "Socceroos" trotz der Rotsperre gegen Regisseur Tim Cahill die Achtelfinalteilnahme noch nicht abgeschrieben haben. "Wir sind gut genug, um weiterzukommen, und wir glauben noch immer, dass wir uns aufrappeln", sagte Schwarzer.