Ghanas "Black Stars" strotzen vor Selbstvertrauen

Pretoria. Die "Black Stars" lassen ganz Afrika strahlen. Von Kapstadt bis Kairo, von Dakar bis Nairobi - der Sieg Ghanas versetzt einen gesamten Kontinent in Ekstase. Der 1:0-Sieg von Kevin-Prince Boateng und Co. gegen Serbien wurde überall als Erfolg Afrikas wahrgenommen und dient als verheißungsvolles Versprechen für eine - in jeglicher Hinsicht - gelungene "Heim"-WM. In Ghanas Hauptstadt Accra kamen die Menschen nach dem Schlusspfiff zusammen und feierten eine "Jol", eine Party, in Rot-Gelb-Grün. So wie es der spät eingewechselte Kapitän Stephen Appiah nach dem verdienten Auftaktsieg angekündigt hatte: "Wir feiern heute die ganze Nacht durch, und ganz Afrika feiert mit uns mit."

Wie schon bei der Weltmeisterschaft 2006 machen die Ghanaer den ganzen Kontinent stolz. Damals hatten sie als einziges afrikanisches Team das Achtelfinale erreicht, diesmal sorgten sie im vierten Anlauf - nach Südafrika, Nigeria und Algerien - für den ersten Mutmacher in Form von drei Punkten. Wie groß der Mut im ghanaischen Umfeld ist, verdeutlicht die Aussage von Altstar und Ex-Bayern-Profi Samuel Kuffour: "Ich bin mir sicher, dass wir Deutschland schlagen", sagte Kuffour, der fest mit dem Gruppensieg seiner Landsleute rechnet: "Wir wollen neun Punkte und schaffen das auch." Gelingt es den "Black Stars", auch die Begegnungen gegen Australien und vor allem die DFB-Auswahl zu gewinnen, könnte Ghanas serbischer Coach Milovan Rajevac folgendes Statement bald revidieren: "Der Erfolg gegen Serbien war der größte Sieg meiner Karriere."