Champions League

Barcelona für Stuttgart eine Nummer zu groß

Barcelona. Der FC Barcelona und sein Superstar Lionel Messi waren für den VfB Stuttgart eine Nummer zu groß: Die Schwaben erhielten gestern Abend mit dem 0:4 (0:2) im Camp Nou-Stadion eine Fußball-Lehrstunde und verabschiedeten sich nach dem 1:1 aus dem Hinspiel im Achtelfinale aus der Champions League.

Vor 80 000 Zuschauern schossen der überragende Messi (13./60.), Pedro Rodriguez (22.) und Bojan Krkic (89.) die Katalanen zum dritten Mal nacheinander ins Viertelfinale und machten die leise Hoffnung des Bundesliga-Neunten auf eine Sensation zunichte. Die an diesem Abend biederen Schwaben waren gegen die Weltauswahl in Blau und Rot absolut chancenlos. Trotz aller guten Vorsätze gelang es dem Team nicht, sich dem meist von Messi und Xavi-Vertreter Yaya Toure initiierten Kombinationswirbel mit Erfolg entgegenzustemmen. Im Spiel nach vorne blieb der VfB zur Enttäuschung der rund 5000 mitgereisten Fans fast alles schuldig, in der Defensive ließ man Barcelonas Ballkünstlern zu viel Raum. Dabei hatte Trainer Christian Gross im Vorfeld der Partie immer wieder gepredigt, kompakt zu stehen und eng bei den Leuten zu bleiben. Doch spätestens nach dem 0:1 hielten die Abwehrspieler fast ehrfurchtsvoll Distanz.

Mit dem kurzfristigen Ausfall von Serdar Tasci hatten die ohnehin nur geringen Hoffnungen der Schwaben auf ein Weiterkommen zuvor einen weiteren Dämpfer erhalten. Der Nationalspieler musste wegen Adduktorenproblemen passen. Für den 22-Jährigen rückte Georg Niedermeier neben Matthieu Delpierre in die Innenverteidigung. "Wenn es überhaupt ein Rezept gibt, dann, so lange wie möglich ohne Gegentor zu bleiben", hatte die bescheidene Vorgabe von Horst Heldt gelautet. Doch die Rechnung des Stuttgarter Managers ging nur 13 Minuten auf, dann lieferte Messi bereits die erste Kostprobe seines außergewöhnlichen Könnens ab. Victor Valdes im Tor des spanischen Meisters wurde dagegen im ganzen Spiel nicht einmal ernsthaft geprüft.

Weiteres Achtelfinalspiel: Girondins Bordeaux - Olympiakos Piräus 2:1 (Hin: 1:0).

Damit im Viertelfinale: Bayern München, FC Arsenal, Olympique Lyon, Manchester United, Inter Mailand, ZSKA Moskau, Girondins Bordeaux, FC Barcelona.