Argentinien: Trainer erwartet ein Spektakel

Maradona setzt auf "neue Helden"

München. Diego Maradona will von einer Revanche fürs argentinische WM-Aus 2006 gegen Deutschland nichts wissen. Die "Hand Gottes" hat Größeres vor und blickt vor dem Härtetest gegen Deutschland schon Richtung WM in Südafrika: "Ich glaube, dass wir die Geschichte von 1986 mit neuen Helden wiederholen können." Damals wurde Argentinien durch ein 3:2 im Finale gegen Deutschland Weltmeister - mit Superstar Maradona.

Das Duell heute in München dürfte nach der nur mühsam geschafften WM-Qualifikation gleichwohl die Nagelprobe für den umstrittenen Coach und sein Team sein. "Deutschland will gewinnen, wir wollen gewinnen - das wird ein spektakuläres Spiel", prophezeite Maradona. Ein ganz eigenes Spektakel war bereits die Pressekonferenz im noblen Teamhotel der Argentinier. Nachdem Maradona schon mit Zigarre beim ersten morgendlichen Training gesichtet worden war, ließ er die große Medienschar am Montagabend erst mal warten. "Ich muss mich entschuldigen, dass es später geworden ist, wir sind später vom Training zurückgekommen und ich habe erst noch geduscht", erklärte Maradona. Und die beiden Brillanten an seinen Ohren funkelten im Blitzlichtgewitter.

Genaue Einblicke gab der 49-Jährige nicht. Immerhin deutete er an, dass er ohne Gonzalo Higuain im Sturm anfangen könnte. Der Angreifer, der sich am Wochenende beim 5:1-Sieg von Real Madrid auf Teneriffa mit zwei Toren warmgeschossen hatte, ist angeschlagen. Für ihn könnte Diego Milito von Inter Mailand neben Weltfußballer Lionel Messi (Barcelona) das Sturmduo bilden.

Sicher ist sich Maradona, dass das argentinische Volk hinter ihm und seiner Mannschaft bei der WM-Mission steht: "Wenn es nach den argentinischen Journalisten ginge, sollten wir Letzte werden, aber das argentinische Volk gibt mir die Kraft."