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Maradona - Ein Weltstar mit Allüren

Direkt neben dem Hofbräuhaus logiert Diego Armando Maradona mit seinen "Gauchos", besonders viel zu feiern hatte der argentinische Nationaltrainer zuletzt jedoch nicht. Gesperrt wegen Beleidigungen, die WM-Qualifikation mit Hängen und Würgen geschafft und mehr als 100 Spieler seit seinem Amtsantritt im Oktober 2008 berufen - die "Hand Gottes" hatte bislang noch kein glückliches Trainer-Händchen. Dennoch: ein Sieg gegen Deutschland - und die Kritiker wären erst einmal besänftigt.

Keine Frage: Das Personal hat Maradona. Nur fehlen ihm die richtigen Worte, wie bei seiner unsäglichen Verbalinjurie nach der WM-Qualifikation, für die er vom Weltverband Fifa zwei Monate bis zum 15. Januar gesperrt und gar zur unerwünschten Person bei der WM-Auslosung erklärt wurde.

Selbst jetzt legte sich Maradona mit seinem Verband an. Dieser hat ein Testspiel für den 24. Mai gegen Kanada ausgemacht - zur 200-jährigen Unabhängigkeit Argentiniens. "Ob gespielt wird, hängt von Diego ab. Er ist es, der entscheidet", so Nationalmannschaftsmanager Carlos Bilardo. Schließlich will der Maestro trotz Zeitdrucks nebenbei noch mit seinem eigenen TV- und Internetsender "10 ETV" starten. Die "10" steht dabei für Maradonas einstige Rückennummer, das "E" für Entertainment. Und das beherrscht er zweifellos.