Afrika Cup: Endspiel Ghana - Ägypten

Beten für den Finalsieg der "Black Stars"

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Luanda. Ghanas Nationalmannschaft, bei der Weltmeisterschaft in Südafrika Gruppengegner Deutschlands, tankt beim Afrika-Cup weiter Selbstvertrauen. Nach dem 1:0-Sieg über den Favoriten Nigeria im westafrikanischen Halbfinal-Derby stehen die Ghanaer zum ersten Mal seit 1992 im Finale. Dort wird am Sonntag (17 Uhr/Eurosport) Titelverteidiger Ägypten der Gegner sein.

"Wir können das Unmögliche erreichen", sagte Ghanas Rechtsverteidiger Samuel Inkoom dem Internetportal "Ghanasoccernet". "Wir sind bereit für den Titel." Der erst 19-Jährige, der im vergangenen Jahr bereits mit dem U20-Nachwuchs Weltmeister wurde, spielt für den FC Basel.

"Es ist unglaublich", sagte Stürmer Asamoah Gyan, der das Siegtor für Ghana erzielte. Die Mannschaft habe es nach dem Ausfall vieler Schlüsselspieler allen Kritikern gezeigt. "Kaum jemand hätte das unserem jungen Team zugetraut", sagte der 24-Jährige, der für AS Rennes in Frankreich spielt.

Ghanas Präsident John Atta Mills gratulierte dem Team am Freitag nicht nur, sondern ermunterte sie in seiner Glückwunschbotschaft auch zu einer "Klasse-Leistung, mit der an den Erfolg der Juniorenweltmeister angeknüpft wird." An die ghanaischen Fans appellierte Mills, sich nicht nur in den rot-gelb-grünen Landesfarben mit schwarzem Stern deutlich sichtbar hinter die "Black Stars" zu stellen, sondern auch für den Finalsieg zu beten.

Die Kritiker von Nigerias Trainer Shaibu Amodu fühlten sich durch die Niederlage bestätigt. Die Medien hatten den Trainer schon während des Turniers heftig kritisiert. Entsprechend bissig waren am Freitag die Zeitungskommentare nach dem Ausscheiden. Die Zeitung "Vanguard" aus Lagos etwa schrieb, die Niederlage habe gezeigt, "dass Amodu endgültig die Ideen ausgegangen sind". Das Team habe mit seiner schwachen Leistung alle Kritiker bestätigt.

Auch der Ex-Wolfsburger Jonathan Akpoborie wies vor allem Amodu die Schuld an der Halbfinalniederlage zu. Seine "technische Naivität" habe die Adler den Sieg gekostet, sagte er der nigerianischen Zeitung "Next". "Statt ihren Job zu erledigen, tanzten unsere Jungs die meiste Zeit um das ghanaische Tor herum und schossen den Ball vorbei" klagte Ex-Nationalspieler Etim Esin.

Afrika-Cup-Finalist Ghana ist Gruppengegner der deutschen Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in Südafrika im Sommer. Am Sonntag treffen die "Black Stars" in Angolas Hauptstadt Luanda auf den Titelverteidiger und siebenmaligen Cup-Gewinner Ägypten. Die Ägypter setzten sich im Nordafrika-Duell mit 4:0 gegen Algerien durch. Dennoch warnte Co-Trainer Shawky Gharib: "Und nun geht es gegen Ghana, eines der stärksten Teams."

( (dpa) )