16. Oktober 1993: Beim Stand von 0:3 in Leverkusen wird Lehmann, damals in Diensten des FC Schalke 04, zur Pause ausgewechselt. Trainer Jörg Berger sagt zu ihm: "Jens, ich nehme Sie jetzt raus. Wir sehen uns morgen." Lehmann versteht dies fälschlicherweise als Aufforderung zum Aufbruch. Da er weder ein Auto dabei hat noch seinen Bruder findet, nimmt er die S-Bahn.
19. Dezember 1997: Beim Stand von 1:2 rennt Lehmann im Revierderby in den Strafraum von Borussia Dortmund. Nach einem Eckball erzielt er als erster Torwart der Bundesligageschichte ein Tor aus dem Spiel heraus. Der Kopfballtreffer wird zum "Tor des Jahres" gekürt.
17. März 2002: Nach einem Zweikampf im Strafraum bleibt Lehmanns Gegenspieler Soumaila Coulibaly liegen. Der Dortmunder Torwart tritt dem Freiburger in den Oberschenkel, was vom Schiedsrichter aber übersehen wird. Fernsehbilder überführen Lehmann, der für vier Spiele gesperrt wird und sich im Anschluss förmlich entschuldigt.
17. Mai 2006: Am größten Finale seiner Vereins-Karriere ist Lehmann nur 17 Minuten lang beteiligt. Im Champions-League-Endspiel zwischen Arsenal London und dem FC Barcelona holt er den aufs Tor stürmenden Samuel Eto'o von den Beinen und sieht die Rote Karte. Arsenal verliert das Spiel 1:2.
30. Juni 2006: Im WM-Viertelfinale steht es zwischen Deutschland und Argentinien nach Verlängerung 1:1. Lehmann hat einen Spickzettel im Stutzen, der Auskunft über die Gewohnheiten der Gegner beim Elfmeterschießen gibt. Der Torwart hält tatsächlich zwei Elfmeter, und Deutschland erreicht das Halbfinale.
22. Februar 2009: Im Spiel zwischen Stuttgart und Hoffenheim verliert Sejad Salihovic seinen Schuh im gegnerischen Strafraum. Lehmann schnappt sich den Schuh und wirft ihn auf sein Tor. Er habe nur seinen Strafraum sauber halten wollten, sagt Lehmann. "Hochgradig unsportlich", schimpft Hoffenheims Trainer Ralf Rangnick.
24. Oktober 2009: Stuttgart liegt 0:1 bei Hannover 96 zurück, als der Ball ins Seitenaus springt. Lehmann läuft auf den Balljungen zu, will das Spiel schnell machen. Dieser hält dem Heranstürmenden den Ball zunächst hin, als Lehmann zugreifen will, wirft er ihn aber über den Torwart hinweg. "Selbst die Balljungen sind Betrüger", poltert Lehmann.
9. Dezember 2009 : Beim Stand von 3:1 im Champions-League-Spiel gegen Unirea Urziceni verlässt Lehmann während einer Spielunterbrechung das Spielfeld und hockt sich hinter eine Werbebande. Offensichtlich uriniert er hinter sein Tor. Nachfragen quittiert er mit einem breiten Grinsen. Bei YouTube wurde das Video bereits über eine Million Mal aufgerufen.
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