U-21-EM

Keine Atempause für Hrubesch

Auch im Triumph war Horst Hrubesch um Sachlichkeit bemüht: "Wir haben alles richtig gemacht, das war schon klasse."

Malmö. - Dann wurde der Trainer doch sentimental: "Das ist auch ein Meilenstein für mich." Das Unternehmen U-21-Nationalmannschaft ist für ihn nun abgeschlossen. Der als Interimslösung auserwählte 58-Jährige kehrt zu seinen U-20-Junioren zurück und startet unmittelbar mit den Vorbereitungen für die Weltmeisterschaft des jüngeren Jahrgangs im September in Ägypten.

"Das geht sofort los. Ich muss schauen, dass ich meine Mannschaft wieder in die Reihe bekomme. Wir haben auch zwischendurch immer Kontakt gehabt", sagte der ehemalige HSV-Profi, der im November 2008 für den entlassenen Dieter Eilts die Verantwortung für die U 21 in Doppelfunktion bekommen hatte. Es war die goldene Wahl des DFB, nachdem klar war, dass Rainer Adrion, der künftige U-21-Trainer, die Mannschaft erst in diesem Sommer übernehmen kann. Hrubesch war die beste Lösung für das Team.

"Wir wissen, was wir an ihm haben. Er ist ein echter Typ", begründete Sportdirektor Matthias Sammer die Entscheidung. Schließlich hat Hrubesch im Vorjahr die 16 Jahre dauernde titellose Zeit mit dem EM-Gewinn der U-19-Junioren beendet, und viele trauen dem beliebten Coach auch im September bei der U-20-WM ein erfolgreiches Turnier zu. "Mir hat das richtig Spaß gemacht", sagte der Europameister von 1980, den es freut, dass seine gute Arbeit anerkannt wird und er bei den Spielern gut ankommt.

Sein Motto ist simpel. "Fußball macht nur Spaß, wenn du gewinnst. Und dann nimmst du diesen Spaß auch mit." Und gewonnen hat er mit seinen U-Teams häufig, nachdem es für ihn zuvor als Vereinscoach mit Stationen wie Austria Wien, Dynamo Dresden und Hansa Rostock nicht so richtig rund gelaufen war.

( (dpa/HA) )