Confederations Cup

Villa schießt Spanien zum nächsten Rekord

Spaniens Rekordjäger sind mit angezogener Handbremse ins Halbfinale des Confederations Cups geschlichen. Nach dem 5:0-Schützenfest zum Auftakt gegen Neuseeland begnügte sich der Fußball-Europameister gegen den Irak mit einem 1:0-Pflichtsieg.

Bloemfontein. Dem nächsten Weltrekord ist der Europameister auch ganz nah: Seit 34 Spielen ist das Team von Vicente del Bosque ungeschlagen, Brasiliens Spitzenwert von 35 Partien aus den Jahren 1993 bis 1996 kann schon im letzten Gruppenspiel am Sonnabend gegen Südafrika (der Gastgeber siegte am Abend 2:0 gegen Neuseeland) egalisiert werden.

"Die Rekorde sind eine Extra-Motivation", bemerkte del Bosque, der sein Team gegenüber der Auftakt-Gala auf vier Positionen veränderte und mit komplett neuer Innenverteidigung begann. Für die überraschenden Abstimmungsprobleme beim Favoriten war diese Mini-Rotation allerdings nur bedingt verantwortlich. Ungenauigkeiten im Abspiel, mangelnde Laufbereitschaft und die aggressive Spielweise der Iraker ließen die Kombinationsmaschine um Xavi und Xabi Alonso zunächst ins Stocken geraten. Die extrem defensive Ausrichtung von Iraks Nationalcoach Bora Milutinovic, der mit neun Abwehrkräften die Verknappung der Räume verordnete, zeigte Wirkung.

Durch die Mitte ging gar nichts. Erst nach 25 Minuten hatte Villa mit einer Volleyabnahme die erste Großchance, aber er verfehlte das Tor. Stürmerstar Fernando Torres blieb dagegen im ersten Durchgang ohne Torchance. Auch nach dem Wechsel wollten lediglich die Spanier Fußball spielen. Zunächst vergab Villa (52.) aus drei Metern noch einen Hochkaräter per Kopf. Zwei Minuten später sorgte der von zahlreichen europäischen Topklubs umworbene Valencia-Torjäger jedoch für die Erlösung.